Brutpflege

Es ist Kükenzeit. Schon letztes Jahr wurde ich auf eine Webcam aufmerksam gemacht, die ein Nest auf einer Nürnberger Burg zeigte – ein Wanderfalken-Paar hat es sich hier im Kies gemütlich gemacht. Derzeit haben sie ein weißes, flauschiges Küken. Zwei Eier sind auch noch da und ich bilde mir ein, dass aus einem schon ein kleiner Fuß rausguckt.

Auch in Bayern kann man Ähnliches beobachten. Hier haben die Vögel von der Community sogar Namen bekommen: Frieda und Friedo heißen sie. Leider ist diesem Pärchen von ursprünglich drei Eiern nur noch eines übrig geblieben. Doch aus diesem schlüpfte Feli – weiß, plüschig und sehr munter. In diese beiden Seiten habe ich schon im letzten Jahr gerne reingeguckt.

Heute aber wurde ich auf noch eine wunderschöne Seite aufmerksam gemacht, die zum Beobachten von Vögeln einläd. Diese Seite stammt aus Estland, so dass ich vom Text leider nicht allzuviel gebrauchen kann. Ich habe aber verstanden, dass darauf geachtet wird, die Vögel nicht zu stören und dass die beiden Adler namentlich nicht bekannt sind. Auch sie haben schon ein bezauberndes graues Küken. Die Aussicht, die diese kleine Familie aus ihrem Hochsitz hat, finde ich legendär – das wirkt, als wäre man bei den Waltons in den Rocky Mountains. Auf Estland als Standort wäre ich nie gekommen.

Sogar über die Platzierung der Kameras und deren Technik wird viel erklärt auf der Seite. Das hat mich allerdings in Teilen eher verwirrt, denn der Google Übersetzer behauptete:

Das Kamerasystem ist so aufgebaut, dass bei Dunkelheit alle Stromverbraucher aus- und wieder einschalten. Dies wird den Energieverbrauch des Vorfrühlings stark reduzieren, und es ist nicht notwendig, beim Batteriewechsel Eidechsenstörung zu essen. Sonnenkollektoren funktionieren gut, wenn sie nicht auf der Sonne stehen und die Sonne scheint.

Nun gut, lassen wir das mal so stehen.

Auf der estnischen Seite gibt es noch weitere Kameras zu sehen, so auch eine, die ein Paar Schwarzstörche zeigt. Vier Eier haben die beiden – das wird ein Gewusel geben. Wahrscheinlich essen diese Vögel sogar Eidechsen …

Korrektur und Nachtrag: Soeben habe ich entdeckt, dass man die Webseite auch auf Deutsch umstellen kann. Diese Übersetzung ist deutlich besser als die von Google, aber bei Weitem nicht so lustig! Der oben zitierte Teil mit den Kameras liest sich jetzt so:

Das Kamerasystem ist so eingericht, dass bei Dunkelheit alle Verbraucher abgeschaltet und wenn es hell wird wieder eingeschaltet werden. Das erlaubt uns die notwendige Energie vor allem im frühen Frühjahr zu reduzieren und wir müssen nicht riskieren, den Horstalltag der Adler für einen Batteriewechsel zu stören. Die Solarpanele arbeiten gut, wenn sie nicht von Schnee bedeckt sind und die Sonne scheint.