Im Rosengarten

Jo, nu is Herbst. Ging ganz plötzlich. Und ich habe noch gar nicht genug Rosen gepostet 😦

Bei Planten und Blomen in Hamburg habe ich den Rosengarten ja sogar verpasst. Das heißt aber nicht, dass der Blog in diesem Jahr leer ausgeht, was diese schönen Blumen angeht – im Gegenteil!

Wir waren ja schon im Mai im Palmengarten und auch da blühte so allerhand an Rosen. Wie immer begeistert mich die Farbvielfalt dieser schönen Blumen und ich habe versucht, möglichst verschiedene zu erwischen.

Gelernt habe ich dazu kürzlich auch was: Es gibt gefüllte und ungefüllte Blüten. Gut, das war mir nicht neu. Ein gefülltes Exemplar in einer tollen Farbe haben wir hier:

Die ist wunderschön, doch wenn man neue Rosen pflanzt, sollte man doch über ungefüllte Sorten nachdenken, denn mit denen tun sich die Bienen leichter. Ergibt Sinn für mich – und wohl auch für dieses kleine Pelztierchen hier:

Die Lieblingsrosen meiner Eltern waren allerdings immer gelb. Immer, wenn es etwas zu feiern gab, brachte mein Vater gelbe Rosen mit. Gerne kombiniert mit etwas Lila …

Und diese letzte Rose ist in dieser Serie mein Liebling, obwohl sie eigentlich nicht perfekt ist und schon ein ganz bisschen „alt“ aussieht. Aber ich finde, sie hat Charakter.

Und dann hat meine Schwester noch so etwas Kleines im Garten. „Bodendeckerrosen“ nannten sich die vorwitzigen gelben Röschen, als sie noch im Laden standen und keine Ahnung vom nahrhaften Moorhausener Boden hatten. Denn dort vergaßen sie das Bodendecken ganz schnell und reckten sich mutig der Sonne entgegen!

Regen macht schön

Heute hatten wir das erste richtig dicke Sommergewitter des Jahres. Eigentlich hatte ich schon früher das Büro verlassen und nach Hause gehen wollen, aber es goss mir zu sehr. Ich werkelte noch ein wenig herum, bis ich glaubte, es wagen zu können. „Es wird schon besser“, sagte ich deshalb zu meinem Bürokollegen Daniel und er bestätigte das. „Oh, ja, viel besser. Und es ist ja nicht weit.“ Da hatte er recht, ich musste ja nur zur Straßenbahn. Ich stiefelte also los, oder vielmehr, ich halbschuhte. Ungefähr drei Meter hinter dem Vordach hatte ich einen nassen Fuß. Ja, in der Tat, Stiefel wären besser gewesen – Gummistiefel. Aber in denen kriegt man im Büro so schnell Schwitzefüße.

Als Mensch, der es gerne symmetrisch mag, hatte ich natürlich kurze Zeit später auch den zweiten Fuß nass. Das lag nicht nur an dem Platzregen von oben, sondern auch an dem Sturzbach, der den Gehweg entlanglief. Hätte ich eines dagehabt, hätte ich ein Schiffchen schwimmen lassen können. Aber ich hatte kein Schiff, ich hatte nur ein winziges Schirmchen, das meinen Kopf einigermaßen trocken hielt. Dabei kommt es bei meinem Kopf gar nicht so drauf an, ob er trocken bleibt oder nicht: Regen macht nämlich Locken. Und Locken sind schön.

Ich war also pitschenass, als ich am Haltestellenhäuschen angepitschert kam, genau wie alle anderen Leute darin. Ich fand das nicht schlimm, denn es war überhaupt nicht kalt, im Gegenteil: Das, was da auf mich niederprasselte, war wärmer als das, was heute Morgen aus meiner Dusche kam. Eigentlich war es sogar ganz lustig, denn das Wasser kam von überall, so dass man sich mit dem Schirm irgendwie blöd vorkam. Es war so, als versuche man aus einer Schachtel Streichhölzer einen Staudamm zu bauen. Solche Gedanken schienen einige Leute zu haben, sie lachten und alberten herum, wenn sie sich zu den Wartenden im engen Wartehäuschen drängten. Andere wiederum schienen sich zu grämen oder sogar zu ärgern. Was für verlorene Energie, und wie schade für sie, dass sie so missmutig ins Wochenende gehen mussten.

Bei genauem Nachdenken finde ich, dass Regen Vieles schöner macht: Er wäscht den Staub aus der Stadt und von den Blättern und legt sich als Kristalltropfen auf die Blüten. Regenbögen mag wohl fast jeder leiden und unser fruchtbares Klima gefällt mir auch. Gut, übertrieben regnen sollte es nicht unbedingt, aber heute war ich mit dem Gewitter sehr einverstanden. Und Locken habe ich jetzt auch – sogar noch viel mehr als heute Morgen.

Nachbemerkung: Die beiden Blumenfotos sind aus dem Fundus. So zart waren die Tropfen heute nicht.

Kristallrosen

Am letzten Wochenende hatte ich Besuch von meiner lieben Freundin Petra. Den Sonntag nutzten wir, um einen Ausflug ins schöne Städchen Eltville zu machen. Eine Burg sollte es dort geben, und einen Rosengarten. Beides haben wir gefunden.

Rose im Regen

Allerdings versuchte der Wettergott, uns einen Strich durch die Rechnung zu machen, indem er es kübelweise Wasser auf uns herunterregnen ließ. Es schüttete und gab nur wenige trockene Momente. Diese aber nutzten wir, um uns den Rosengarten lange und gründlich anzusehen.

Pinkfarbene Rose

Was uns zuerst auffiel, war der gute, frische Geruch im Garten. Tatsächlich roch es nach dem Gewitter überall wie frisch gewaschen, und auch viele Blüten wirkten besonders frisch – wahrscheinlich, weil es an diesem Tag keinen dicken Platzregen, sondern einen warmen, angenehmen Sommerregen gegeben hatte.

Rose und Wassertropfen

Die Rosenblüten gingen dabei nicht kaputt, sondern wirkten wie mit Kristallen überzogen. Das hat mich ziemlich begeistert, zumal ich ohnehin gerne Blumen und Pflanzen fotografiere. Allerdings war ich etwas skeptisch, ob man die Handyfotos wohl würde verwenden können.

rote Rose

Diese Sorge erwies sich zum Glück als unbegründet – die heutigen Handykameras sind mit den alten, schrammeligen Dingern der ersten oder zweiten Generation einfach nicht mehr zu vergleichen.

rosa Rose

Trotz des Regens war es ein sehr schöner Nachmittag in Eltville. Beide waren wir am Abend patschnass – weil es uns irgendwann lästig war, mit dem Schirm herumzulaufen, der ohnehin nur einen Teil des Regens abhalten konnte. Kalt war es ohnehin nicht, im Gegenteil, ein bisschen Wasser war in der Schwüle sehr angenehm. Und allein für die Rosenbilder hat es sich gelohnt, ein wenig nass zu werden.

zwei nasse Rosen