Frohe Ostern, buntes Blütenfest!

Dieses Jahr hatte ich am Karfreitag Geburtstag und war aus diesem Anlass mal wieder mit meiner lieben Freundin Antje unterwegs. Und, was soll ich sagen, das Wetter, wenngleich als eher grauslich für das Osterwochenende prognostiziert, spielte wunderbar mit. Wir nutzten die Sonne und gingen in den Palmengarten – was für ein Frühlingsblütenmeer!

Der Frankfurter Palmengarten liegt mitten in der Stadt im Stadtteil Bockenheim. Es ist nur eine kurze Strecke zu laufen von der Haltestelle Bockenheimer Warte – und der Weg lohnt sich über alle Maßen für diese grüne, bunt-blühende Oase.

Frankfurter Palmengarten

Dieses Mal waren es natürlich die Frühlingsblumen und die blühenden Bäume. die das Bild bestimmten. Zwar waren die Krokusse dieses Jahr sehr früh dran und dementsprechend schon verblüht, doch Tulpen und Vergissmeinnicht waren in ihrem Element. Außerdem natürlich Vieles, was mir vom Namen her gar nicht bekannt ist.

Wie so oft interessierten mich auch die Innenansichten der Blüten – ich finde es manchmal fast hübscher als die Blüte als großes Ganzes. Wobei „groß“ bei Blüten natürlich relativ ist …

Frankfurter Palmengarten, Tulpenblüte

In einem Teil des Parks, der sich wie so vieles in Frankfurt auf Goethe bezog, gab es allerhand blühende Obstbäume zu sehen. Angeblich soll Goethes Frau Mama auf irgendeiner Scholle auf dem Gebiet des Palmengartens Obst geerntet haben. Nun, es wäre auch erstaunlich, wenn der gute Mann ausgerechnet hier nichts zu schaffen gehabt hätte 🙂

Leider habe ich meine Lieblingsbaumblüte in diesem Jahr fast verpasst: Zwar blühten die Magnolien sehr kräftig dieses Jahr, doch in der Hektik des Alltages bin ich irgendwie nicht zum Knipsen gekommen. Diese hartnäckige Mandelentzündung hat natürlich auch nicht unbedingt geholfen. Dieses Exemplar ist leider schon fast „rum“.

Frankfurter Palmengarten, Magnolienblüte

Zum ersten Mal so richtig aufgefallen ist mir ein Gewächs namens „Storchenschnabel“ (zumindest stand das auf dem Schildchen). Die Blüten sind ausgesprochen attraktiv und die Pflanze scheint auch an unwirtlichen Plätzen sehr gut zurecht zu kommen.

Frankfurter Palmengarten,Storchenschnabel

Interessant ist auch immer wieder der Blick aus dem Garten in die Stadt. Mal sieht man den wie einen Bleistift geformten Messeturm, dann wieder den Fernsehturm, den sogenannten „Spargel“.

Frankfurter Palmengarten,Spargel

Noch viele wirklich schöne Fotos entstanden gestern, doch für heute soll es genug sein. In einigen Tagen werde ich noch ein paar Bilder zusammensuchen, denn ich habe mal wieder experimentiert. Jetzt bleibt mir jedoch erst mal nur, euch allen schöne Ostern zu wünschen – mit oder ohne Hasen.

Frohe Ostern

Verloren im Eierlei

Ostern wirft seine Schatten voraus – genau genommen sind wir ja schon mittendrin. Ich feiere dieses Fest nicht, auch habe ich in diesem Jahr nicht vor, Eier zu färben. Und doch wurde mir in dieser Woche irgendwie österlich zumute, als ich durch meinen Supermarkt schlenderte und die ganzen Hasen und Schokoeier dort sah. Ein Tütchen Eier wollte ich mir auch gönnen, dachte ich, auch wenn man Schokolade genauso gut essen kann, wenn sie nicht in Eiform gegossen und glänzend verpackt ist. Ich machte mich also an den Auswahlprozess – und scheiterte. Denn auch irgendeinem sortimentspolitschen Grund schien in meinem Supermarkt der schokoeirige Mittelbau zu fehlen. Das heißt, es gab entweder nur diese ganz billigen Schokoeier, die genauso schmecken, wie sie kosten, oder diese ganz teuren Eier, die zwar lecker sind, für die ich aber doch zu knauserig bin. Ich schlich also um sämtliche Eierangebote herum und kaufte schließlich … nichts.

Das erzählte ich am Gründonnerstag im Büro und erntete nur teilweises Verständnis. Daniel, der Kollege, immer rational, nickte verstehend. Er ist allerdings auch ein ziemlicher Asket in Sachen Schokolade. Heidrun hingegen, bei uns die Chefin von’s Ganze, sah das anders: „Wenn schon Hüftgold, dann richtig!“ Sie redete mir gut zu, ich solle mir doch, wenn ich am Nachmittag noch in die Stadt ginge, ein Tütchen des teuren Naschwerks kaufen. Na gut, wenn sie das quasi anordnet, muss ich das ja machen. Ich fand mich also am späten Nachmittag in der Süßwarenabteilung beim Karstadt ein und war dort völlig überfordert.

SchokoladeDenn diese Abteilung war das wahre Eierparadies. Oder, bei näherer Betrachtung, wohl eher die Eierhölle. Es gab Eier, Eier, Eier – mal als Set, mal einzeln, mal klein und niedlich, dann wieder in Straußeneigröße. Mehrfach wählte ich ein Päckchen aus und legte es ratlos zurück. Immer wieder traf ich dabei auf den gleichen Mann, der genauso verwirrt schien wie ich. Irgendwann grinsten wir uns kumpelhaft an und zuckten die Schultern – wir waren überfordert von all dem Geeier.  Auch die handgechöpfte Chocoladen-Creation mit dem Rechtchreibfehler vermochte mich nicht zu locken, so dass ich beinahe schon aufgab.

Nach einer Weile beschloss ich, auf ein Osterset zu verzichten und näherte mich stattdessen den Pralinenschachteln – da gab es sogar einige im Sonderangebot! Hossa! Ich habe ja seit frühester Kindheit eine tiefe Liebe zu Schnapspralinen und kreiste meine Beute somit deutlich gezielter ein als auf der erfolglosen Eier-Jagd zuvor. Schließlich entschied ich mich für ein Kistchen mit Likörpralinen, dem österlichen Anlass angemessen natürlich mit Eierlikör gefüllt. Wennschon, dennschon, sagte Heidrun, und sie hat Recht. Morgen gibt es Eierlikör, zusammen mit nostalgischen Gedanken an früher, als ich Omas Mon Cherie heimlich unter dem Tisch verzehrte (das war allerdings an Weihnachten und haute mich tatsächlich aus meinen kleinen Socken).

Der arme Mann aus der Ostereierabteilung begegnete mir übrigens an der Kasse nochmal: Er hatte sich für ein riesiges Pralien-Ei entschieden. Auch sowas gab es früher bei Oma und ich musste lächeln – dieses Jahr scheint Ostern was für Retro-Fans zu werden.