Ende der Brutsaison

Wie im letzten Jahr habe ich ab dem Frühjahr einigen Vögeln beim Brüten zugeguckt. Natürlich gemütlich vom Sofa aus. Es gab auf der Seite http://www.looduskalender.de wieder Schwarzstörche zu sehen, außerdem diverse Adlerarten, lautstarke Reiher und noch so allerhand. Schon im letzten Jahr hatte ich ja ein Adlernest beobachtet, dieses wurde in diesem Jahhr jedoch nicht wieder besetzt.

Stattdessen hatte man einen großartigen Blick auf das Fischadlernest eines ganz jungen Paares – Marko und Miina. Die beiden brüteten anscheinend das erste Mal und wirkten anfangs etwas unsicher und hektisch. Doch aus ihren Eiern schlüpften zwei niedliche kleine Küken und ich hatte das Glück, an einem frühen Morgen Anfang Juni zusehen zu können, wie die beiden erwachsenen Vögel sich ihrem gerade geschlüpften Küken ganz vorsichtig und wie staunend näherten. Küken zwei schlüpfte am gleichen Tag aus seinem Ei und beide wuchsen gut heran.

Leider schaffte es jedoch nur eines der beiden Küken. Das andere fiel bei einer Habichtsattacke aus dem Nest – unglücklicherweise wenige Tage, bevor es richtig fliegen konnte. Zuerst bestand noch die Hoffnung, dass es sich flatternd oder gleitend irgendwie retten konnte und auch die Altvögel schienen es eine Weile zu suchen, es tauchte aber nicht wieder auf.

Nun ja. So ist die Natur. Das zweite Küken, ein Adlermädchen, dass den Namen Juuli bekam, brach wenige Tage später zu kurzen Rundflügen auf, wurde dann immer seltener am Nest gesehen und verabschiedete sich schließlich gänzlich in die Selbständigkeit. Ich wünsche ihm viel Glück!

Und weil ich ja immer gerne herumspiele und bastle, habe ich mich wieder an einem Film versucht. Die „Aufnahmen“ sind sogenannte „Screen-Recordings“ und die gemafreie Musik bekam ich von der Seite http://www.framtraxx.de – danke dafür.

Fundstücke 65: Spaß mit Übersetzern

Schwarzstörche, Küken, NestDer folgende Beitrag ist völlig sinnlos. Ich hatte aber selber so viel Spaß mit der automatischen Übersetzungsmaschine www.deepl.com, dass ich euch daran teilhaben lassen möchte.

Deepl habe ich vor einer Weile kennen und schätzen gelernt. Wenn man englischsprachige Texte übersetzen lässt, ist das Ergebnis wirklich sehr brauchbar. Und auch andere Sprachen kann das Tool. Es kann sogar erkennen, um welche Sprache es sich handelt – zumindest behauptet es das.

Zum Hintergrund: Ich bin ja bekennende Tier-Stalkerin. Seit ca. einem Jahr gucke ich immer mal wieder auf die estnische Seite Looduskalender und beobachte allerlei Getier. Im Moment ist mal wieder Brutzeit und ich erfreue mich täglich an Störchen, Adlern, Staren und was auch immer. Einige Texte auf der Seite sind ins Englische oder sogar ins Deutsche übersetzt, andere versuche ich mit Hilfe eines Übersetzers zu erschließen. So auch diesen Text auf der Seite der Schwarzstörche.

Im letzten Jahr bewohnten dieses Nest die Störche Kati und Karl die, soweit ich mich erinnere, vier Küken großzogen. Schon vor einigen Monaten gab es die Meldung, dass Karl, der ein Ortungsgerät trug, auf dem Heimweg zum Nest irgendwo in Syrien verschwunden ist. Nun weiß man natürlich nicht, ob dem Storch etwas zugestoßen ist oder ob schlicht die Batterien seines Gerätes ausgefallen sind – wünschen wir Karl also einfach das Beste.

Für Kati hätte das ein tristes Frühjahr werden können, doch sie tröstete sich kurzerhand mit Karl II. Pragmatisch und erfolgreich, wie es ihre drei munteren Küken beweisen. Das las sich auf dem Google Übersetzer so:

Die Schwarzstorchkamera funktioniert, die Vögel sind da und die Zuschauer machen weiter.

Das LK Forum ist ein Ort, an dem Sie einen Überblick darüber bekommen, was in diesem und in den vergangenen Jahren im Nest passiert ist. Verschiedene Beobachter haben dort ihre Beobachtungen beschrieben, Bilder und Videos hinzugefügt.

Das drei Jahre alte Ortungsgerät Black Stork Karli empfängt keine Daten mehr vom 29. März 2019, als Karl aus dem Libanon nach Syrien kam.

Es gab jedoch einen zweiten Vater (Karl II.), dessen Alter und Geburtsort wir nicht kennen, im Nest, bevor Kati ankam. Aber ein Jahr zuvor war er zum Nest gegangen, aber dann musste er sich zurückziehen, nachdem Karl angekommen war.

Etwas holprig, aber verständlich und schon besser als letztes Jahr.

Ich hatte mein Glück jedoch zunächst mit Deepl versucht – nicht ahnend, dass diese Übersetzungsmaschine Estnisch gar nicht kann. Das Programm werkelt auch ungerührt drauf los und behauptete:

Jede Kamera muss mit einer Kamera ausgestattet sein, aber sie muss konsistent und nach ihren eigenen Anforderungen eingesetzt werden können.

Ich möchte darauf hinweisen, dass in der Vergangenheit große Verwirrung darüber herrschte, wer für die Kameras verantwortlich sein sollte. In der Zwischenzeit konnten wir eine Lösung für das Problem der Situation der älteren Menschen, der älteren Menschen und der Behinderten finden.

Gleichzeitig ist die Notwendigkeit, dass Karli Mitglied des Europäischen Parlaments sein muss, jedoch nicht bis zum 29. März 2019 nachgewiesen worden, als Karl Mitglied der libanesischen Süriasse war.

Vor allem ist Kati das einzige Land der Welt mit einer besseren Zukunft (Karl II.), und ich glaube nicht, dass dies der richtige Zeitpunkt dafür ist. Ich möchte sagen, dass es meiner Meinung nach eine gute Sache ist, dass wir eine gute Vorstellung davon haben, was in Karli passiert.

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

Grundsätzlich gefiel mir an dieser Interpretation, dass endlich eine Lösung für die Probleme Älterer und Behinderter gefunden wurde. Auch das Karl offensichtlich Karriere gemacht hat und seinen Platz im europäischen Parlament anscheinend gegen einen in der libanesischen Süriasse getauscht hat, ließ mich erfreut lächeln, wenngleich mir das Internet nicht erklären konnte, was eine Süriasse eigentlich ist.

Ich gestehe, dass der Text mich zutiefst verwirrte, und ich sah genauer hin. Das sei Niederländisch, sagte Deepl über den estnischen Text.

Das erweckte natürlich den Spieltrieb in mir und ich probierte ein wenig herum. Estnisch und niederländisch, das funktioniert offensichtlich nicht, aber was ist mit Russisch? Manuell umstellen, ausprobieren. Nix. Oder zumindest nichts Lesbares. Aber Polnisch, das gab zumindest zwei perfekt übersetzte Absätze. Ich zitiere:

In jeder Hinsicht möchte ich dem Berichterstatter für seine ausgezeichnete Arbeit danken. Tatsächlich ist es oft so, dass die Dichtung beschädigt oder beschädigt wurde, oder dass sie beschädigt wurde, oder dass sie beschädigt wurde, oder dass sie beschädigt wurde, oder dass sie beschädigt wurde oder verloren ging, oder dass sie beschädigt wurde oder verloren ging.

Es war ein Pessimist und emailliert von Kati Saabumist oder einer gleichnamigen Frau (Karl II.), einer Frau aus eigenem Antrieb. Ich möchte dem Berichterstatter für seine ausgezeichnete Arbeit danken, und ich möchte ihm für seine ausgezeichnete Arbeit danken.

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

So geht also Polnisch. Und ich weiß jetzt endlich, dass die Störchin Kati eine Frau aus eigenem Antrieb ist. Und ich habe verstanden, was mit den Reden von Edmund Stoiber damals immer schief gegangen ist.

Die Schönheit der Nacht

Manchmal kommen zwei Dinge zusammen: Noch immer fasziniert mich die Unterwasserkamera in Estland. Man wird sie nicht mehr lange betrachten können, denn das Wasser in dem Überschwemmungsgebiet zieht sich langsam zurück. Das ist schade, ist aber jedes Jahr das Gleiche und muss so sein – die Natur funktioniert eben so. Die liebestollen Kröten haben sich schon weitgehend zurückgezogen und allerhand Kleingetier das Feld überlassen – und die Käfer, Schnecken, Würmer und Molche feiern jede Nacht ausgelassene Partys. Nun, damit würde ich euch eigentlich nicht schon wieder langweilen wollen – wenn ich nicht gerade gelernt hätte, wie man ein Video daraus macht. Natürlich kann ich das noch nicht gut. Ich stopsel halt optimistisch und mit Freude ein wenig herum und es dauert ewig. Aber es macht Spaß, und weil ich immer gerne zeige, was ich gelernt habe, gibt es heute ein Video mit herumschwabbelndem Kleingetier zu kitschiger Musik.

Ich habe mir dafür übrigens eigens einen YouTube-Kanal angelegt, denn diese Videos sind so groß, dass ich mir damit nicht meinen Blog verstopfen möchte. Und die Musik im Video wurde zur Verfügung gestellt von Dag Reinbott / https://www.terrasound.de, das Stück heist „Beautiful Mood“. Danke dafür.

Nachtrag: Kürzlich sah ich ganz früh am Morgen sogar einen Hecht. Es war fast ein wenig absurd: Ich guckte in den Bildschirm, er guckte in die Kamera. Und ich bin mir sicher, der hat mich gesehen, wie ich da in meinem Nachthemd saß – so panisch, wie der abgehauen ist.

 

Nachtrag 2: Und weil es solchen Spaß macht, habe ich noch ein Video gebastelt – dieses Mal mit angestrahltem Gras über dem Wasser.

 

Kröten in Love

Wieder einmal wurde ich zum Tierbeobachter – faul vom Sofa aus, via Webcam. Ich hatte wieder einmal auf meiner geliebten Webseite Looduskalender gestöbert, eigentlich auf der Suche nach puscheligen Küken. Nun, Küken sind noch keine da, nur ein paar Eier bei den Schwarzstörchen und den Graureihern. Und so guckte ich stattdessen mal in die Fischkamera hinein. Dort sollte man manchmal Hechte sehen können, sagte die Beschreibung. Die Kamera steht in einem Überschwemmungsgebiet, das Wasser dort ist flach und man sieht so eine Art Wiese unter Wasser.

Ich setzte mich also zurecht und wartete auf den nächsten Hecht. Nun, was soll ich sagen – es kam keiner. Trotzdem war es irgendwie beruhigend, diese Ansicht laufen zu haben. Ab und zu zogen winzige Fische vorbei. Ich wollte früher immer ein Aquarium haben und fühlte mich spontan mit den kleinen Schwimmern verbunden. Passt bloß auf euch auf, dachte ich, hier soll es Hechte geben!

Es blieb jedoch vorerst ruhig im Wasser, keine Hechte in Sicht. Stattdessen hörte man allerhand Lärm von außen – es quakte und quakte. Und plötzlich, in den späten Abendstunden, ging es los: Eine dicke Kröte ließ sich behäbig auf den Boden sacken. Woanders drängelte sich eine durch das Unterholz. Irgendwie doof saßen sie da und guckten. Und ich guckte auch – wahrscheinlich genauso doof. Auf die wilde Action, die plötzlich losbrach, war ich also gar nicht vorbereitet: Ohne für mich wahrnehmbare Vorwarnung sprangen die Kröten aufeinander los. Nun gut, dachte ich, Paarungszeit. Aber ehe ich mich versah, kamen von anderswo noch mehr Kröten angehüpft, angeschwommen, angepaddelt – und alle stürzten sich aufeinander. Was für eine Orgie – das sah aus wie American Football. Und ich dachte immer, beruhigt euch doch, Kinnings, so wird das doch nichts. Fast hörte ich es krachen, wenn wieder eines der Tiere dem anderen ins Kreuz sprang, nur um von einem eifersüchtigen Rivalen wieder runtergestumpt zu werden.

Kröten, GIF

Kröten in Action – beim Anklicken wird es größer

Inzwischen – ein paar Tage später – scheint sich die Lage etwas beruhigt zu haben. Immer öfter sieht man Kröten im Zweierpack vorbeischwimmen. Das sieht auch nicht gemütlich aus, aber diese Tiere sind ja nun auch nicht unbedingt als Symbole für Romantik bekannt. Ich bin ja gespannt, ob man über die Kamera auch irgendwann Kaulquappen sieht. Dann hätte sich der wilde Kampf der Kreaturen zumindest gelohnt.

Wintertiere

Lange hatte ich nicht mehr auf die estnische Seite mit den Webcams geguckt – ich dachte, da gibt es im Winter ohnehin nichts zu sehen. Doch weit gefehlt – auch im Schnee hat Estland einiges an Getier zu bieten. Am besten gefällt mir die Kamera an der Vogelfutterstelle – da ist immer was los. Das heißt, fast immer. Manchmal verlassen alle Flatterviecher schlagartig den Platz und kommen minutenlang nicht wieder – vielleicht ist dann ein Raubvogel oder eine Katze in der Nähe?

Webcam, Vögel, Meisen, Elster, Specht, Spatzen, Tauben

Mein Liebling ist übrigens der kleine Specht. Und die Tauben sind Krawallschachteln – die können nicht abwarten und drängeln furchtbar herum. Naja, was kann man auch von jemandem erwarten, der sich mitten ins Essen setzt?

Abends ist es dunkel an der Futterstelle. Dann kann man allerdings gucken, ob bei den HIrschen was los st. Oft tut sich stundenlang nichts. Dann hört man plötzlich ein leises Klappern, weil die Herren mit ihrem Kopfschmuck nicht klarkommen und einander anstoßen. Dann wird gefressen, und manchmal auch gerangelt.

Webcam, Hirsche, Futterstelle

Wer es ganz geruhsam mag oder sich schon immer ein Aquarium gewünscht hat, kann auch bei der Forellenkamera vorbeigucken. Da passiert wirklich wenig, aber irgendwie ist es entspannend, sich das wenige anzugucken, während man Socken strickt.

Forellen, Webcam

Auf Schakale oder Luchse habe ich bislang vergeblich gewartet, die sind wohl eher nachtaktiv. Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig. Allerdings scheint bei den Luchsen des Öfteren die Sonne – und das ist bei der derzeit tristen Wetterlage ja auch etwas Schönes.

Webcam, Wald, Sonne