Die 7-Kräuter-Lesung: Schnittlauch

Grüne Soße

Grüne Soße mit Kartoffeln und Eiern – Frankfurts Nationalgericht. Bild zur Verfügung gestellt von Antje Witgen.

Wie schon berichtet, durfte ich am Samstag an der 7-Kräuter-Lesung der ARS Autorengruppe teilnehmen. Die fand in Frankfurt-Oberrad im Lokal Grüne Soße und Mehr statt, wo Kai und sein Team mal wieder mit viel Schwung und guter Stimmung dafür sorgten, dass es allen – Autoren und Zuhörern – so richtig gutging. Damit hatten sie allerhand zu tun, denn die Hütte war voll – toll!

Jeder von uns hatte ein Kräutlein aus der grünen Soße zugeteilt bekommen und durfte dazu ganz frei eine Geschichte erfinden. Was gab es nicht alles für unterschiedliche Erzählungen: Von der Petersilie auf dem Mars über die skorbutverhindernde Wirkung von Sauerampfer bis hin zu einem Kresseherz war alles dabei. Auch einen traurigen Waschbären gab es, ein ältliches Fräulein mit einem Koffer voller Geld und einen Parforceritt durch die Grimmsche Märchenwelt, bei dem der Kerbel zum allgemeinen Gaudium breitestes Hessisch sprach.

Ich hatte den Schnittlauch und entschied mich für eine Art Liebesgeschichte. Muss auch mal sein. Sie hat den dramatschen Titel:

Der Schnittlauch war ihr Schicksal

Lesung, Meike Möhle

Lesung in der Grünen Soße – aufgenommen von Susanne Reichert

Schneckenfraß im 3. Stock – konnte das wirklich sein? Ungläubig sah Anja auf ihre Balkonpflanzen, die aussahen, als sei ein ganzes Bataillon gieriger, schleimiger Schädlinge darüber hergefallen. Alle waren hinüber – bis auf der Schnittlauch. Der stand aufrecht wie immer, ein großes grünes Büschel mit einigen lila Blüten. Die anderen Kräutertöpfe konnte sie wohl wegschmeißen, und die zwei Hängeschalen mit den Frühjahrsblumen sahen ebenfalls trist aus. Nun ja, genau genommen wirkten die, als hätte sie sie versehentlich mit Essigessenz gegossen. Das schloss sie zwar aus, nahm aber an, dass sie trotzdem für das Siechtum auf ihrem Balkon verantwortlich war. Anja hatte keinen grünen Daumen, hatte noch nie einen gehabt. Alles, was bei ihr wuchs, war Schnittlauch. Sowohl auf dem Balkon, als auch auf ihrem Kopf. Früher fand sie das ungerecht.

„Anja hat Schnittlauchlocken!“, hatte ihre große Schwester Simone immer gelästert und dabei abfällig mit dem Finger auf das dünne, glatte Haar ihrer Schwester gezeigt.

„Ach, das wächst sich aus und wird noch fester“, hatte die Mutter tröstend gemeint und Bruder Bernd hatte irgendwann wenig sensibel vorgeschlagen, Anja könne sich ja eine Zweitfrisur im Kaufhof besorgen, diese einfach überstülpen und fertig sei die Laube.

Anja hatten diese Neckereien immer frustriert, denn sie stammte aus einer Familie, in der alle – wirklich alle von der Oma bis zum Hund – festes Haar und zumindest Wellen, wenn nicht sogar Locken hatten. Nur sie hatte diese weichen, flaumigen Haare, die sie in ihrer Jugend mit Hilfe von allerlei Chemie in Form zu bringen versuchte. „Volumen“ lautete das Zauberwort, Volumen war das, was eine jede Frau sich nicht nur wünschte, sondern auch dringend brauchte. „Spannkraft im Haar“ versprach die Werbung, doch egal, was Anja probierte, ihre Haare zeigten immer nur ganz entspannt nach unten. Fönwellen hielten zwei Stunden, Wasserwellen zwei Tage und die teuren Dauerwellen zwei Wochen. Irgendwann entschloss sie sich für die Atombombe und ließ einen Minipli machen: Das war eine dieser kleinkringeligen Dauerwellen, die wirkten, als hätte man einen gehäkelten Kaffeewärmer auf dem Kopf. Zum Gaudium ihrer Geschwister sah die damals 17-jährige Anja damit eine Woche lang aus wie Bernhard Brink und die nächsten zwei Wochen immerhin noch wie Rudi Völler. Danach sank die Pracht in sich zusammen und erinnerte an braunes Sauerkraut.

Seit einigen Jahren jedoch hatte Anja sich mit ihren Haaren abgefunden. Sie war zufrieden, denn wenn sie vor dem Spiegel stand, sah sie eine durchaus attraktive Frau. Sie war schlank, aber weiblich geformt, hatte auch jenseits der vierzig nur einige wenige Fältchen im Gesicht und das Haar war – wenn auch dünn – noch immer kastanienbraun. Zusammen mit ihren grünen Augen und den hübschen kleinen Sommersprossen gab das ein harmonisches Bild, und Anja hatte aufgehört, den Idealen aus der Werbung hinterherzulaufen. Sie mochte sich und ihr Leben. Ihr Beruf machte Spaß, die Wohnung war schön und sie hatte einen tollen Freundeskreis. Gut, ein bisschen mehr Talent beim Gärtnern wäre noch nett gewesen, aber alles konnte man halt nicht haben.

Was Anja nicht vermisste, war eine Familie. Ein paar Mal hatte sie einen Freund gehabt, einer hatte sie sogar heiraten wollen. Aber Anja war nicht zu überzeugen gewesen, und spätestens dann, wenn das Gespräch auf Kinder kam, hatte sie immer einen Rückzieher gemacht. Sie wollte keine Kinder, konnte sich nicht vorstellen, die Mutterrolle auszufüllen. Und so hatte sie es sich als Single gemütlich eingerichtet.

Ihre Schwester war da ganz anders: Simone hatte zwei inzwischen fast erwachsene Kinder und war nach ihrer Scheidung eifrig darum bemüht, möglichst schnell einen neuen Freund zu finden. Partnerbörsen, Speeddatings – nichts war vor ihrer energiegeladenen Suche sicher. Sie war eine Jägerin, unermüdlich und gnadenlos. Und bei einer dieser Aktivitäten fand sie Peter.

„Hier, Anja, guck mal der – da musst du unbedingt hinschreiben!“ Simone schob Anja ihr Tablet rüber, auf dem das Profil eines Mannes angezeigt wurde.

„Hmmm, ich, wieso ich? Du suchst doch jemanden, schreib du ihn doch an, wenn er so toll ist.“

Simone schüttelte den Kopf und schubste das Tablet noch ein Stück weiter über den Kaffeetisch in ihrer Küche. „Nein, der ist nicht toll, für mich jedenfalls nicht. Aber guck doch mal, wie der sich beschreibt!“

Anja schielte mit einem Auge auf das Profil, das leider kein Foto enthielt. Peter, 45, Angestellter, geschieden, stand da zu lesen. Größe normal, Figur normal, Augen blau, Haare: vertrockneter Schnittlauch. Anja musste lachen. Dieser Peter schien so ziemlich der langweiligste Mensch der Welt zu sein, aber anscheinend hatte er einen gewissen Humor. Wie er mit dieser öden Beschreibung allerdings eine Partnerin finden wollte, war ihr schleierhaft.

„Komm, schreib‘ da mal hin, nur aus Spaß!“ Simone war nicht zu bremsen. Anja sah sie zweifelnd an.

„Wozu soll das gut sein? Ich suche keinen Partner, und schon gar nicht so einen lahmen Vogel. Warum soll ich ihm was Anderes vorgaukeln?“

Simone zuckte die Schultern. „Ach komm, der arme Tropf kriegt bestimmt nie Zuschriften. Er freut sich sicher über jede Nachricht. Und wer weiß, vielleicht ist er ganz nett. Du suchst doch immer Kumpel für Spieleabende und zum Joggen – zumindest laufen wird er ja wohl können.“

Anja seufzte. Wenn ihre Schwester sich was in den Kopf gesetzt hatte, war sie wirklich unerträglich. Gegen ihre Überzeugung zog Anja das Tablet zu sich heran, öffnete eine Nachricht und schrieb, ohne lange nachzudenken:

„Brauner Schnittlauch grüßt vertrockneten Schnittlauch! Wenn du keine Familie gründen willst, sondern Spaß an gemeinsamen Aktivitäten hast, kannst du dich gerne mal melden.“

Sie schloss mit ihrer E-Mailadresse, fest davon überzeugt, dass selbst der einsamste Mann der Welt sich auf so eine trockene Anmache hin nicht melden würde. Simone rollte verzweifelt mit den Augen. Anja grinste zufrieden und vergaß diesen Peter.

Eine Woche später jedoch musste sie feststellen, dass ein dauerhaftes Vergessen dieses potentiellen Langweilers ihr nicht mehr möglich war. Denn er hatte sich gemeldet, sie hatten einander geschrieben, danach telefoniert und sich schließlich in Anjas Lieblingsbar verabredet. Er war anscheinend nicht ganz so langweilig wie gedacht, sondern wirkte intelligent, hatte Humor, schien interessiert an allem Möglichen zu sein. Seine Stimme klang angenehm und Anja sprach gerne mit ihm. Sie dachte auch gerne an ihn. Viel zu gerne – schließlich suchte sie niemanden. Und doch machte sie sich für ihr Treffen äußerst sorgfältig zurecht, zog das neue Kleid mit den unbequemen Schuhen an und föhnte ihre Haare über Kopf: Zum ersten Mal seit Jahren bemühte sie sich um Volumen. Perfekt aufgerüscht erschien sie überpünktlich am Treffpunkt und sah sich suchend um. Augen blau, Haare vertrocknet, alles andere normal – war er schon hier? Sie bereute, dass sie kein „besonderes Kennzeichen“ ausgemacht hatten, eine Nelke im Knopfloch oder so. Sie hatten auch nicht darüber gesprochen, wie sie jeweils aussahen, nichts außer den glatten Haaren war ein Thema zwischen ihnen gewesen. Es saß jedoch an keinem Tisch ein einzelner Mann, also war Peter wohl noch nicht da. Anja kicherte nervös in sich hinein und wählte schließlich einen Platz aus, von dem sie einen guten Blick zur Tür hatte. Gebannt starrte sie auf den Eingang.

Zuerst erschien ein ältlicher Herr mit schütterem Haar und Schnurrbart. Ihm folgten jedoch zwei noch ältere Damen auf dem Fuße, das war der Falsche. Als nächstes kam ein Jungspund von vielleicht 19 Jahren, der fast über seine viel zu langen Hosenbeine fiel.

Dann kam ein ausgesprochen hübscher Mann mit sehr glatten Haaren in Anjas Blickfeld und ihr stockte für einen Moment der Atem. Doch dieser Mann eilte hinter die Theke und band sich eine Schürze um – der war es auch nicht. Sie riss sich zusammen und atmete aus – der Knabe war glutäugig und schwarzhaarig, passte also überhaupt nicht zu der Beschreibung. Außerdem war er wirklich attraktiv und nicht bloß normal – nur nicht zu viel erwarten! Hoffentlich sah dieser Peter nicht aus wie einer von Bauer sucht Frau. Nochmal rief Anja sich zur Ordnung – wie jemand aussah, sollte nicht ausschlaggeben sein. Verstohlen sah sie auf die Uhr: Er war schon zwei Minuten zu spät. Wenn er in drei Minuten nicht kam, würde sie sich davonmachen.

Der nächste, der hereinkam, entsprach jedoch genau Anjas Vorstellung: Mittelgroß und vollschlank mit einem kleinen Bäuchlein, das kurze, dunkelblonde Haar ordentlich geschnitten und sehr glatt. Er trug Jeans, eine Lederjacke und Sportschuhe. Anja war erleichtert: Dieser Mann war kein Beau, aber auch kein Quasimodo, und er lächelte sie auf eine etwas unsichere Weise sympathisch an. Sie strahlte zurück.

„Anja?“, fragte die ihr vom Telefon bekannte Stimme und sie wäre vor Schreck fast vom Stuhl gefallen. Denn diese Stimme kam nicht von vorne, nicht von dem Mann in der Lederjacke, der jetzt an ihr vorbeilief. Anscheinend gab es einen Hintereingang, und Peter, der wahre Peter, stand direkt neben ihr. Sie schielte aufwärts, sagte „Ja?“ und schwieg dann verwirrt. Denn dieser Mann sah alles andere als normal aus. Er war groß, gut gebaut, mit einem schönen Gesicht. Und er hatte lange, glatte, blonde Haare, die zu einem lässigen Dutt gewickelt waren. Er sah aus wie einer dieser Typen aus der Werbung, die Anja immer so schön und doch so albern fand. Selbst ein gepflegter Hipster-Bart fehlte nicht.

Schnittlauchblüte

Schnittlauchblüte. Bild aus den Wikipedia Commons zur Verfügung gestellt von H. Zell.

Peter setzte sich Anja gegenüber und lächelte sie offen an. Sie hatte das Bedürfnis, etwas Kluges zu sagen: „Das ist wahrscheinlich der längste Schnittlauch, den ich je gesehen habe.“

Er nickte bedächtig. „Wikipedia sagt, Schnittlauch kann bis zu 50 Zentimeter lang werden.“

Damit schien alles gesagt zu sein, sie sahen sich nur an. Anja war verwirrt, sie ertappte sich dabei, wie sie ihr Gegenüber anstarrte wie ein verknallter Teenager einen Popstar. Peter schien frustriert zu sein. Dann aber fing sie sich und fragte: „Hast du als Kind viele Wikingerbücher gelesen?“, und er lächelte.

„Der schreckliche Sven war mein Großvater.“ Damit war das Eis gebrochen und sie nutzten die Zeit zum Kennenlernen, bis spät in der Nacht die Kneipe schloss.

„Gehst du morgen mit mir joggen?“, fragte Anja, als sie sich verabschiedeten, und Peter sah sie fragend an.

„Joggen? Wieso denn das?“

„Naja, laufen wirst du wohl können, meinte meine Schwester.“

Er seufzte. „Ich kann laufen, ja, sogar geradeaus. Aber ich beeile mich nicht gerne. Wollen wir nicht lieber spazieren gehen?“

„Na gut.“

Einige Tage später rief Anja ihre Schwester an. „Simone, ich habe ihn getroffen!“

„Getroffen, wen?  Den Schnittlauch?“

„Ja, den Schnittlauch. Peter. Er ist … hach!“

Simone war verblüfft – so kannte sie ihre Schwester gar nicht. „Anja? Ist alles in Ordnung mit dir? Was ist mit dem Typen?“

Anja kicherte zunächst nur albern. Dann versuchte sie sich an einer Erklärung: „Ja, ich weiß gar nicht, wie ich dir das beschreiben soll: Er ist eigentlich unmöglich. Solche Männer sollte es nicht geben.“

Natürlich wollte Simone mehr wissen und Anja beschrieb Peter als klug, humorvoll, gutaussehend.

„Das klingt doch gut“, meinte ihre Schwester. „Was stört dich denn? Ich kenne dich doch, du hast schon jetzt irgendein Haar in der Suppe gefunden.“

Anja seufzte. „Ja, schon, so ein bisschen. Der ist einfach zu perfekt. Das kann gar nicht gutgehen. Der Kerl ist zu schön, um wahr zu sein.“

Simone wunderte sich. „Was kann denn an einem ganz normalen Typen zu schön sein?“

Anja lachte leicht hysterisch. „Normal. Das hat er in sein Profil geschrieben, normal. Aber der ist alles andere als normal. Gegen den ist jeder jemals gekürte „sexiest man alive“ ein kalter Furz.“

Simone schüttelte den Kopf – das waren vielleicht Luxus-Probleme. Aber als die Ältere von beiden wusste sie Rat: „Nimm es hin und genieße. Oder – noch besser – stelle ihn mir vor und verschwinde.“

„Das kannst du vergessen.“, sagte Anja ungewöhnlich entschieden.

Und so nahm Anja den ersten Rat ihrer Schwester an und genoss die Zeit mit Peter. Nachdem sie sich an sein verwirrendes Äußere gewöhnt hatte, lernte sie ihn von allen Seiten kennen und stellte fest, dass er trotz seines verboten guten Aussehens ein ganz normaler Mann war – einer, der seine kleinen Macken hatte und keine 20 mehr war. Jedes zweite Wochenende betreute er seine beiden Söhne. Dann spielte er mit ihnen Fußball, hatte am nächsten Tag allerlei Zipperlein und klagte zum Steinerweichen. Er verteilte seine langen Haare in Anjas Bad und klaute ihre Haargummis. Und er war ein genauso schlechter Gärtner wie sie, auch sein Balkon war eine triste Steppe.

„Es kann echt nicht wahr sein“, murmelte Anja und wandte sich nachdenklich ihren Balkonpflanzen zu. Sie holte einen Müllsack und begann mit der Entsorgung der biologischen Katastrophe. Während sie arbeitet, hörte sie Peter hereinkommen – er drückte immer einmal kurz auf die Klingel, bevor er aufschloss.

„Ich bin draußen“, rief sie und wartete auf ihr Begrüßungsküsschen. Er enttäuschte sie nicht und sie machte ihn mit ihren erdigen Händen ein wenig schmutzig. Dann ging er wieder hinein und holte ein Mitbringsel für sie.

„Ich denke, wir versuchen es nochmal hiermit“, erklärte er und zeigte ihr, was er ausgesucht hatte. „Du willst es doch grün haben.“

In seinen großen Händen hielt er zwei Töpfe Zierlauch. Sie roch den vertrauten, leicht zwiebeligen Geruch. Ja, das würde gewiss wachsen bei ihr. Wachsen und gedeihen.

Schnittlauch in rauen Mengen. Bild aus den Wikipedia Commons zur Verfügung gestellt von H. Zell.

Stürmische Jahre

Humphrey Bogart soll gesagt haben: „Frauen, die lange ein Auge zudrücken, tun es am Ende nur noch, um zu zielen.“ Das Zitat ließ mich an die Sache mit dem Veilchen denken, die passierte, als ich vielleicht sieben Jahre alt war:

Stürmische Jahre

Sie haben sich nichts geschenkt, die beiden alten Leute. Im Alter nicht, und auch nicht in den vielen Jahren zuvor. Sie galt als zänkisch und nachtragend wie ein Elefant. Zumindest in der Zeit, als ich sie kannte, legte man sich besser nicht mit ihr an. Als sie jung war, war sie hübsch, ein bisschen kess vielleicht, und voller Hoffnung. Er war der mit den viel zu großen Ohren, der gescheit war und mehr aus Zufall an diese temperamentvolle Frau geriet. Und dann war er viele Jahre damit beschäftigt, dieses fürchterliche Temperament herauszufordern: Ein dummer Spruch zur falschen Zeit war da noch das Geringste. Schwerer wogen seine wirtschaftlichen Verfehlungen, die sie immer wieder in helle Aufregung versetzten. Wäre er doch nur nüchtern geblieben, wenn er Geschäfte machte – dann hätte sie es viel leichter gehabt.

Dass die drei gemeinsamen Kinder gesund groß wurden, verdankten sie dem klugen Wirtschaften der Mutter. Dass sie, die Mutter, nicht lange vor der Zeit an einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder einer anderen aufregungsbedingten Krankheit verstarb, verdankte die ihrer robusten Konstitution. Und dass er, der Familienvater, nicht von einer herumfliegenden Konservendose erschlagen wurde, verdankte er seiner Wendigkeit und ihrem schlechten Augenmaß.

Als Kind habe ich mich immer gefragt, wie jemand so schlecht zielen kann. Drei Meter Abstand nur, und doch krachte das Wurfgeschoss an die Wand statt an den Mann. Und dann flog auch noch das Veilchen in die Mülltonne, mit Topf – schade drum. Und dann habe ich mich gefragt, was mit ihm los ist, dass er sich nach einem solchen Sturm das Einkaufsnetz und fünf Mark in die Hand drücken ließ und lostrabte, um ein neues Veilchen zu kaufen. Er versorgte sie mit neuen Wurfgeschossen – warum?

Heute kenne ich die Antwort. Sie fiel mir schon ein, als beide noch lebten und ich sie irgendwann eng aneinander gedrückt auf dem Sofa sitzen sah: Sie haben sich einfach geliebt.

Der Neue

Die Aufgabe im Schreibworkshop sollte wohl zu Wortspielereien einladen: „Und wieder wird ein Wort vermisst“, hieß es. Ich habe einfach eine kleine Geschichte daraus gemacht. Welches Wort da fehlt, müsst ihr selbst herausfinden.

Der Neue           

Er sah ihn an und dachte über ihn nach. Er wusste nicht, was es war, was er für den Neuen empfand: War es Zuneigung oder Abneigung, fand er ihn schön oder verstörend? Nur eines wusste er ganz genau: Der andere beschäftigte ihn auf eine Weise, die ihm bislang unbekannt war, für die er kein Wort hatte und auch keines finden wollte.

Peter war 17 geworden im letzten Winter. Nun war es Sommer und er genoss diese Jahreszeit so, wie er sie immer genossen hatte: am Baggersee im Nachbarort, zusammen mit seinen Freunden aus dem Fußballverein oder der Klasse. Und immer öfter auch mit irgendwelchen Mädchen. Das waren die Freundinnen der Jungs und manchmal auch irgendwelche Klassenkameradinnen. Die schienen mit einem Mal erwachsen zu werden, waren nicht mehr so albern wie noch vor einem Jahr und schienen genau zu wissen, was sie wollten. Und vor allem, wen sie wollten. Ihn wollten sie nicht.

Peter war immer dabei: nicht im Mittelpunkt, aber auch nicht im Abseits. Er hatte sich gefreut über den Neuen in der Mannschaft, der tolle Tore schoss, ein prima Kumpel war und auch noch gut aussah. Wobei das eigentlich doch egal war, wie einer aussah. Was interessierte Peter das Aussehen anderer Kerle?

Der Neue verwirrte ihn, stieß ihn ab und zog ihn an, war zu präsent, doch viel zu selten da. Er war lästig, wenn er fehlte, peinlich, wenn er da war. Peter hielt nach ihm Ausschau, bis er kam, und sah ihn nicht an, wenn er gekommen war. Er war anders, der Neue.

Peter wusste nicht, was mit dem Neuen los war. Und er wusste nicht, was mit ihm selbst los war. Zuneigung und Abneigung, wie fühlte sich das an? Konnte sich das gleich anfühlen? Irgendwas war in Unordnung, doch er wusste nicht, was. Ihm fehlte das richtige Wort, er suchte danach, doch wollte es nicht finden. Er wusste nur, dass es ihn verwirrte. Und der Neue war schuld.

Nah und doch nicht beieinander – zwei Turteltauben

Wolkenhimmel

Es wird mal wieder Zeit für eine längere Geschichte: Diese Kurzgeschichte entstand für eine Lesung, die unter dem Titel „Woanders regnet’s“ stattfand. „Woanders regnet’s“ ist ein Ausspruch aus Griechenland, der gerne verwendet wird, wenn Menschen aneinander vorbeireden. Ich habe mich mit diesem Thema recht schwer getan, es dauerte lange, bis mehr als nur eine Miniatur dabei herauskam. Dafür habe ich jedoch ein paar Bilder aus Frankfurt zur Illustration – auch was wert 🙂

Wolkenhimmel

Was für ein trister Tag! Elisa warf einen kurzen Blick aus dem Fenster, während sie Tims Kopfkissen aufschüttelte. Grau war es draußen, der Himmel bedeckt, die Luft feucht. Es war Novemberwetter, in jeder Hinsicht, und das schon die ganze Woche. Irgendwie drückte dieses grau in grau auf ihr Gemüt.

Frankfurt Dreikönigskirche

Wolkenhimmel über der Dreikönigskirche

Seufzend strich Elisa die Bettdecke zurecht und wechselte auf die andere Seite des Schlafzimmers. So machte sie es immer: Zuerst Tims Bett, dann ihres. Normalerweise mochte sie diese Zeit am Vormittag, wenn Tim schon aus dem Haus und die Kinder im Kindergarten waren. Sie brachte sie früh um acht dorthin, damit sie etwas Zeit für den Haushalt hatte. Zweieinhalb Stunden blieben ihr zwischen Kindergarten und dem Aufbruch zur Arbeit. Sie arbeitete Teilzeit in einem Laden, von elf bis sechzehn Uhr. Dann holte sie die Kinder, ging mit ihnen raus, erledigte gleich die Einkäufe. Und dann begann schon das Abendprogramm: Essen machen, Kinder waschen und ins Bett bringen. Wenn er früh genug kam, kümmerte Tim sich gerne um die Kinder und half im Haushalt. Und wenn er später dran war, hielt sie ihm das Essen warm und versuchte, ihm den kurzen Abend möglichst angenehm zu gestalten. Ihrer beider Tage waren voll: Voll mit Verpflichtungen und Arbeit, aber auch voller Freude, die die Kinder ihnen bereiteten. Immer wieder machte Elisa sich bewusst, wie froh sie sein konnte, zwei so gesunde, lebhafte Kinder zu haben.

Das Telefon klingelte. Elisa ging ran, meldete sich. Es war ihre Freundin Katja, die nur ein wenig reden wollte. Wirklich, ganz kurz nur. Elisa setzte sich ins Wohnzimmer, hörte der Freundin zu. Sie wusste, Katja hatte es schwer zur Zeit. Das Trennungsjahr lief, noch vier Monate bis zur Scheidung, und noch immer war alles völlig ungeregelt. Die Kinder, das Haus, wer kümmerte sich um was und wie viel Geld würde jeder zur Verfügung haben? Elisa hörte zu und gab Rat, was nicht so leicht war. Schließlich mochte sie auch Jan, Katjas Mann, und wollte sich nicht komplett auf Katjas Seite stellen. Es war ja niemandem etwas vorzuwerfen, fand sie, keiner hatte den anderen betrogen oder schlecht behandelt. Sie hatten sich einfach auseinander gelebt, Katja und Jan, nach acht Jahren Ehe war die Liebe am Ende gewesen. Eigentlich ein erschreckender Gedanke – wohin verschwand Liebe, wenn sie ging?

Nach guten zehn Minuten beendete Elisa das Telefonat. Sie wusste, wenn sie sie ließ, redete Katja den ganzen Vormittag. Elisa aber mochte es nicht so gerne, wenn der ganze Morgen für Gerede draufging. Sie hatte es gerne ordentlich und wollte noch ein wenig schaffen. „Katja, nichts für ungut, aber ich muss weiter. Lass uns demnächst mal was trinken gehen – vielleicht am Donnerstag?“ Der Donnerstag war Elisas freier Abend. Donnerstags kam Tim immer pünktlich heim und übernahm die Kinder. Dafür hatte er am Dienstag frei und ging mit einem Freund zum Tennis. Es war ihnen wichtig, dass jeder ein wenig freie Zeit für sich hatte und einem Hobby nachgehen konnte.

Der Donnerstag wurde vereinbart und Elisa nahm ihre Hausarbeit wieder auf. Die Wäsche war trocken und wollte gefaltet werden. Während ihre Hände arbeiteten, gingen die Gedanken eigene Wege. Wie schön, dass jeder von ihnen etwas freie Zeit hatte. Sie nahmen Rücksicht aufeinander. Es war wichtig, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Manchmal aber sagten sie einander vor lauter Rücksichtnahme nicht die Wahrheit, zum Beispiel dann, wenn Tim seine Patentante einlud – am einzigen ganz freien Wochenende in diesem Monat. Elisa war davon alles andere als begeistert gewesen, hatte Tim das aber nicht gesagt. Schließlich mochte der seine Tante Isolde. Und Elisa mochte sie auch, natürlich, Isolde war eine nette alte Dame. Sie war auf der Durchreise, wollte in irgendein Wellness-Hotel in Bad Doberan, deshalb passte es ihr zu diesem Datum so gut. Aber gerade an diesem Wochenende hätte Elisa gerne einmal Zeit mit ihrem Mann verbracht. Gesagt hatte sie nichts, schließlich wollte sie nicht als ewig unzufriedene Meckerliese dastehen, die ihrem Mann seinen Verwandtenbesuch nicht gönnte.

Sie meckerte sowieso viel zu viel zur Zeit. Zum Beispiel über Tims Socken, die er gerne abends auszog und in die Sofaecke knüllte. Das machte er schon immer so, aber früher hatte diese Macke sie nicht gestört. Jetzt murrte sie, wenn sie die Socken in die Wäschetonne brachte – konnte er das nicht selber tun? Die Kinder sollten auch lernen, aufzuräumen, und die waren noch klein. Ein fast vierzigjähriger Mann sollte doch wohl seine Socken wegtragen können? Und das war nur eine der Kleinigkeiten, die sie inzwischen an ihrem Mann aufregte.

Frankfurt Main

Wolkenhimmel über dem Main

Früher, als der Himmel noch voller Geigen gehangen hatte, hatte sie seine kleinen Eigenarten süß gefunden. Sie hatte gerührt geguckt, wenn er am Frühstückstisch eine Schweinerei mit seinem geliebten Honig anstellte. Jetzt nörgelte sie – warum nahm er denn auch immer so viel davon, und was für ein Beispiel war das für die Kinder? Sie fand es nicht mehr charmant, wenn er für sie kochte, sondern sah das Schlachtfeld, das er in der Küche anrichtete, mit den kritischen Augen derer, die es wegputzen durfte. Und seine langen Arbeitstage, früher ein Zeichen seiner Zielstrebigkeit und seines Fleißes, gingen ihr zunehmend auf die Nerven, einfach weil er ihr fehlte.

Und auch Tim veränderte sich: Früher hatte er sie oft liebevoll seine Rubensfrau genannt und ihre Rundungen zärtlich gestreichelt. Doch in der letzten Woche hatte er eine Waage ins Bad gestellt. Eine, die den Körperfettanteil messen konnte und die Muskelmasse, und die einem eine Statistik erstellte und die auf das Smartphone sendete. Er selber war schlank wie immer, er brauchte keine Waage. Elisa hatte den Wink verstanden – sie war ihm zu dick, was denn sonst. Dabei hatte sie nicht zugenommen in den letzten Jahren, ihre Kleider passten alle noch, trotz der zwei Kinder. Sie hasste diese Waage und hatte überlegt, sie in den Müll zu werfen. Aber das Ding hatte Geld gekostet, sicher nicht wenig, und das warf man nicht in den Müll.

Elisa brachte einen Stapel frisch gefalteter Handtücher ins Bad und verpasste der Waage dabei einen Tritt. „Keine Messung möglich!“, sagte eine blecherne Stimme und Elisa lächelte wehmütig. Immerhin sprach die Waage mit ihr, wenn sonst schon keiner hier war. Wobei das natürlich dummes Zeug war – Selbstmitleid. Sie rief sich zur Ordnung. Nur, weil sie heute schlechte Laune hatte und es draußen nieselte, musste sie nicht anfangen, ihr ganzes Leben in Frage zu stellen!

Damals, zu Zeiten des rosaroten Geigenhimmels, hatte sie sich nichts Schöneres vorstellen können als Hausfrau und Mutter zu sein. Dann, nach drei Jahren in Elternzeit, hatte sie wieder Lust bekommen zu arbeiten und war froh gewesen über den Arbeitsplatz gleich in der Nähe des Kindergartens. Sie arbeitete gerne dort, es machte ihr Spaß, Mode zu verkaufen. Und einen anständigen Personalrabatt gab es dort auch noch, so dass das eine oder andere hübsche Teilchen in ihren eigenen Schrank wanderte. Tim lachte immer über ihre Freude beim Kleider kaufen. Er selber zog immer einfach irgendwas an und fand es völlig in Ordnung, wenn sie ihm seine neue Kleidung mitbrachte. Komisch eigentlich, dass ihm sein Äußeres so egal war.

Das Telefon klingelte schon wieder. Tante Isolde war dran: Sie wollte gerne schon am Donnerstag kommen, erklärte sie, damit die Kinder sich an sie gewöhnen könnten. Elisa musste lächeln: Sie war schon eine Gute, die Tante Isolde, und so eine Schreckschraube, dass die Kinder langsam auf einen Besuch vorbereitet werden mussten, war sie wahrlich nicht. Sie versprach, Isolde am Donnerstag Nachmittag vom Zug abzuholen, und legte ein Lächeln in ihre Stimme. Und wirklich, allmählich freute sie sich auf diesen Besuch. Sie fand es schön, dass ihr Mann noch immer so an seiner alten Tante hing. Das zeigte ihr wieder einmal, was für ein treuer, warmherziger Mensch er doch war. Einer, der nicht einfach losließ, wenn er einmal jemanden lieb gewonnen hatte.

Wohin ging die Liebe, wenn sie erkaltete? Schon zum zweiten Mal ging diese Frage Elisa durch den Kopf, während sie die Strümpfe der Kinder sortierte und rollte. Sie wusste es nicht. Bei Katja und Jan war sie offensichtlich verschwunden, die starke Zuneigung, die sie einst füreinander verspürt hatten. Sie wollten ohne einander weiterleben. Elisa konnte das nicht verstehen: Auch wenn die Phase der wilden Verliebtheit verschwunden war, konnte und wollte sie sich ein Leben ohne Tim nicht vorstellen. Ihre Liebe war ruhiger geworden, glühte nicht mehr so heiß. Aber sie wärmte noch, gab ihr Sicherheit und Kraft. Und das, obwohl sie weniger redeten, sich seltener sahen und kaum noch Sex hatten. Sie wussten einfach, was sie aneinander hatten.

Maintower Frankfurt Horizont

Wolkenhimmel vom Maintower aus gesehen

Wohin zog sich die Liebe zurück, wenn die Routine ihr keinen Platz mehr ließ? Darüber dachte Elisa nach, während sie routiniert die Regale im Wohnzimmer abstaubte. Gut möglich, dass die Unzufriedenheit, die sie manchmal verspürte, durch ihren durchgetakteten Alltag kam. Tim ging es doch genauso: Von morgens bis abends war sein Tag verplant. Kein Wunder, dass er kaum noch Zeit fand für ein nettes Wort. Fast alles, was sie sprachen, bezog sich auf den Alltag: Die Arbeit, der Haushalt, die Kinder. Früher waren sie immer wieder ausgebrochen, hatten spontane Kurztrips nach London und Paris gemacht oder waren auch unter der Woche abends mal ausgegangen. Das hatte die Geigen am Himmel zum Singen gebracht. Doch so etwas war inzwischen alles nicht mehr so einfach, Kinder von drei und fünf Jahren konnte man ja nicht einfach in den Schrank hängen. Ein gemeinsamer DVD-Abend musste da oft reichen, und wenn sie Pech hatten, war einer von ihnen dann schon so müde, dass er beim ersten Film auf dem Sofa einschlief. So war es halt, wenn man arbeitete und Kinder hatte. Sie waren erwachsen und benahmen sich so.

Elisa war fertig mit allem. Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass sie noch Zeit für eine schnelle Tasse Kaffee hatte. Während sie sie trank, sah sie nachdenklich aus dem Fenster: Es war heller geworden, der leichte Regen hatte ausgehört. Gewiss würde sie heute Nachmittag mit den Kindern in den Park gehen können. Es war Gummistiefelwetter – eigentlich gar nicht so schlecht. Schon der Gedanke an das Pfützenspringen mit den Kleinen ließ Elisa lächeln und ihre schlechte Laune verschwand. Als das Handy klingelte und sie Tims Namen im Display sah, lächelte sie und ihre Stimme klang warm und froh, als sie sich meldete.

„Hallo mein Tim!“

„Hallo meine liebe Elisa! Bist du noch zuhause? Was machst du?“ Tim klang ausgesprochen fröhlich.

„Hmm, ja, Kaffeetrinken.“

„Du hast es gut. Du, sag, kannst du meine graue Jacke heute noch in die Reinigung bringen? Ich habe sie gestern am Auto ganz dreckig gemacht und würde sie am Freitag gerne mitnehmen.“

„Ähh, ja, kann ich machen, klar. Aber was ist denn am Freitag?“ Elisa war verwirrt.

„Am Freitag fahren wir doch nach Bad Doberan, du Schussel!“

„Nach Bad Doberan? Du fährst mit Isolde da hin?“

Am anderen Ende entstand eine Pause. „Hä? Mit Isolde? Nein, mit Dir. Tante Isolde passt auf die Kinder auf!“

„Ach sooo …“ Elisa schluckte. Offenbar hatte sie nicht richtig zugehört, als Tim ihr die Sache mit Isolde erklärt hatte. Sie telefonierte noch ein paar Minuten mit ihrem Mann – so lange, dass sie sich beeilen musste, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. „Ich liebe dich“, sagte er zum Abschied, und sie sagte: „Ich dich auch!“.

Als sie die Wohnungstür abschloss, hörte sie aus der Nachbarwohnung einen Streit. Das ließ sie an Katja und Jan denken. Und sie lächelte, als sie den Weg zum Tor hinunterlief – ohne Schirm, denn die Wolkendecke war aufgerissen und ließ erste blaue Stellen am Himmel sehen. Elisa spürte wieder, wie gut es ihr ging. Zwar war die rosarote Geigenhimmelzeit vorbei, auch zeigten sich manchmal Wolken an ihrem Horizont. Doch die zogen immer wieder vorbei, und woanders regnete es schon lange.

Skyline Abendrot Frankfurt

Wolkenhimmel über der Skyline von Oberrad aus gesehen