Dreieckstuch in Herbstfarben

Gerade erst hat der Sommer begonnen, doch zumindest in meinem Strickkorb hat sich der Herbst schon blicken lassen: Denn „Herbst“ heißt die Farbkombination der Lacewolle von Buttinette, die sich noch in meinen Kisten fand. Ein wunderbar zu verarbeitendes Garn in warmen Farben, aus dem ich ein „Frei-Schnauze-Tuch“ gestrickt habe.

Dreickstuch mit Rüsche

Obwohl das Tuch denkbar einfach zu stricken war, hat es mit dem feinen Garn und Nadelstärke 3 doch eine ganze Weile gedauert, bis die 200 Gramm weggewerkelt waren. Immer, wenn mir danach war, habe ich eine Lochmusterreihe eingearbeitet und zum Abschluss eine einfache Rüsche angestrickt. Die gefällt mir auch sehr gut. Allerdings hatte ich so auf den letzten Reihen rund 1100 Maschen auf der Nadel  – das zieht sich vielleicht beim Abketten!

Herbsttuch

Nachtrag: Kürzlich hatten wir in einem Forum die Diskussion, ob es Dreieckstuch (mit s) oder Dreiecktuch (ohne s) heißt. Der befragte Duden erlaubt beides, empfiehlt aber die Schreibung ohne s. Nun, ich mag dieses kleine Fugen-s und schreibe das Dreieckstuch deshalb weiterhin so, wie es für mich besser klingt 🙂

 

buntes Restetuch

Mit Blick auf die bei mir kistenweise vorhandene Wolle habe ich mir vorgenommen, mich mal an die Verareitung der Lagerbestände zu machen. Leider ist mein „kleiner“ Neffe, der früher immer so niedliche Restepullover bekommen hat, inzwischen ein gestandener Kerl von rund 1,90 m Länge und entsprechender Breite – der ist nicht mehr restegeeignet. Also muss ich mir etwas anderes ausdenken.

Das neue Dreieckstuch ist aus dünner Sockenwolle gestrickt. Ich stricke zwar keine Socken, mache aus dieser dünnen Wolle aber gerne Pullis oder Jacken. Sieben Farben wurden benutzt, vier davon wirklich verbraucht bis auf kleine Restchen, die ich guten Gewissens wegschmeißen kann. Ein paar Glitzerperlchen waren auch noch da, so dass einige der beigen Streifen etwas aufgepeppt werden konnten. Das ist eine ziemliche Fummelei – eine begeisterte Perleneinstrickerin werde ich wohl nicht werden (wie gut, dass ich noch einen ganzen Haufen davon habe…).

Restetuch

winterwarmes Heidetuch

Da ich noch immer krank geschrieben bin und mich schonen soll, sitze ich derzeit viel auf dem Sofa und stricke vor mich hin. Wolle wird aber nicht gekauft: Ich habe mir den Abbau meiner umfangreichen Lagerbestände zum Ziel gesetzt. Mein Gästezimmer sieht nämlich aus wie das Oberräder Wollkontor. So gerieten mir einige Knäuel eines superdicken Garns in die Finger, das ich vor einer Weile mal sehr günstig gekauft hatte, ohne konkrete Pläne damit zu haben. Ich versuchte mich an einem Schal, ribbelte das harte Gebilde jedoch nach wenigen Reihen wieder auf. Auch ein angefangener Loop wirkte eher wie eine Halskrause. Schließlich probierte ich mich an einem Heidetuch und war schnell begeistert davon, wie es sich arbeiten ließ und wie gut es aussah. Zwar stricke ich nicht besonders gerne so dicke Materialien, da die Nadeln eher Besenstielen gleichen und das Gestrick nach einer Weile tonnenschwer auf den Armen hängt. Das Nadelseil war auch irgendwann zu kurz – es war mit 220 Maschen schlicht voll. Aber das Ergebnis überzeugt mich doch sehr: Winterwarm und mit schönem Fall darf dieses Heidetuch meine liebe Schwester wärmen.

Heidetuch

Heidetuch, dick und warm, in den Maßen 200 X 80 cm.

Besonders freut mich, dass ich für dieses Tuch nur rund die Hälfte des vorhandenen Materials gebraucht habe. Das heißt, ich bekomme selber auch noch eines 🙂 Damit muss ich aber ein paar Tage warten. Denn so ein schweres Ding zu stricken, ist echt Arbeit. Wie schrieb die Blogerkollegin Britta in den Kommentaren zur Strickjacke: „Ok, hinterher meint man zwar, man hat eine ganze Wohnung neu gestrichen, weil die Handgelenke so ziehen, aber fixer Strickfortschritt ist ja auch mal ganz angenehm!“ Recht hat sie – und daher stricke ich erst mal das gleiche Tuch nochmal mit ganz dünner Wolle, die natürlich auch noch im Fundus lag. Mal gucken, wie sich das so macht.