Weihnachtliche Sockenparade 2017

Nachdem nun fast alle Weihnachtssocken verschenkt sind, möchte ich sie hier gerne zeigen – schließlich habe ich lange daran gefummelt. Insgesamt 8 Paare sind es geworden in den Größen 40 bis 50.

Fünf Paare sind sogenannte „Stinos“ – übersetzt stinknormale Wollsocken ohne Muster und Gedöns. Sie wirken nur durch die bunten Farben, die direkt aus dem Knäuel kommen. Lediglich für zwei Paare musste ich ein zweites Knäuel dazu nehmen, denn für diese Größen (47 die mit hellblauem Rand, 50 die mit dem roten Rand) reicht ein Knäuel nicht.

Fünf paar Wollsocken

Dazu kamen zwe Paare Hebemachensocken im bekannten Kästchenmuster. Pärchensocken für ein Pärchen – wer hätte gedacht, dass ich sowas mal mache? Zum Glück sind die Strümpfe zu verschieden, um als Partnerlook ausgelegt zu werden.

Und als letztes probierte ich einmal das Muster „Broken Seed Stitch“ aus, ein ganz einfaches rechts-links-Muster, das dieses interessante Erscheinungsbild hervorruft:

Alle Socken kamen gut an, und mir hat es viel Spaß gemacht, sie zu stricken. Ich denke, nun werde ich mal wieder etwas anderes stricken, oder meine eigenen Füße bestrumpfen. Wolle ist noch da …

Karosocken mit Hebemaschen

Anleitung, Karosocken, Socken HebemaschenFür irgendwas muss es ja gut sein: Ich bin jetzt seit fast einer Woche malade und berapple mich langsam. Die unerwartete freie Zeit fülle ich – wie überraschend – mit Fernsehen und Stricken. Wieder einmal habe ich in Birgits Restetüte gegriffen und eine merkwürdige hellrote Wolle rausgezogen. Die Farbe erinnert fast etwas an den Neon-Trend der 80er Jahre, ein wenig Farbmilderung wird ihr gut tun. Das Knäuel ist ohnehin angefangen, braucht also einen Partner – hinzu kommt eine graumelierte Wolle der Marke Lammy, die in der Regel ein wenig fest, aber gut zu verarbeiten ist.

Schon vor einer Weile hatte ich die Idee, meine geliebten Hebemaschen auch mal an Socken auszuprobieren. Ich entscheide mich für das ewige Kästchenmuster, denn das lässt sich gut so einrichten, dass man einen Vierer-Rapport hat. Die rote Wolle ist weicher, sie darf also die Hauptrolle übernehmen: Grundfarbe nebst Bund, Ferse und Spitze.

Ich stricke Socken mit 64 Maschen, habe also 16 Maschen auf jeder Nadel. Nach dem Bündchen stricke ich zwei Reihen grau, wobei die zweite Reihe aus linken Maschen besteht. Es sieht besser aus, wenn die Maschen, aus denen die Hebemaschen gezogen werden, etwas aufliegen – das gibt der Sache Struktur. Nach der Krausreihe geht es mit hellrot weiter – immer drei Maschen stricken und eine abheben. Ich richte das Muster so ein, dass ich die Nadeln nicht mit einer Hebemasche anfange oder beende, da ich am Fuß nur die oberen beiden Reihen im Muster stricken möchte (also den Fußrücken) und das Muster einigermaßen gerade aussehen soll.

Die Hebemaschen lassen sich in Runden ausgesprochen gut stricken. Das Schöne ist, dass man gleich merkt, wenn man irgendwo geschlafen und einen Käse zusammengestrickt hat, denn dann geht die Runde ja nicht mehr auf. Der Schaft ist also schnell gemacht, die Ferse folgt nach einer grauen Krausreihe. So hat man am Ende der Ferse noch drei rote Reihen „Zeit“, um die fehlenden Maschen aufzunehmen, und kommt ganz von selbst wieder ins Muster (4. Reihe nach der Ferse).

Am Fuß stricke ich die Ferse glatt, einfach weil ich mir das bequemer vorstelle. Ansonsten würden diese Socken wohl Massagesocken werden – vielleicht ja eine Marktlücke? Insgesamt habe ich für diese 41er Socken 25 Kästchen gestrickt – und es war dieses Mal so einfach, die Socken gleichlang hinzukriegen.

Ich habe mir vorgenommen, noch mehr Hebemaschenmuster an Socken auszuprobieren – beim nächsten Mal vielleicht Streifen. Macht Spaß 🙂

Das letzte Weihnachtsgeschenk

Ein „Vorteil“ am Krankgeschrieben sein ist, dass man auf dem Sofa sitzen und vor sich hin stricken kann. So konnte ich heute endlich das letzte Weihnachtsgeschenk fertig stellen: Die Strickjacke für meine Mutter. Die wurde erst so spät erbeten, dass ich sie vor Weihnachten nicht mehr fertig stellen konnte. Hier ist sie nun also:

Hebemaschenjacke „Uschi“

Ich mag ja diese einfachen, fernsehtauglichen Muster. Hebemaschen machen immer was her und sehen komplizierter aus als sie sind. In diesem Fall waren es immer fünf bunte Maschen rechts, dann eine schwarze abheben. Alle vier Reihen kamen zwei schwarze Krausreihen auf die glatten bunten Maschen, und da das Muster danach immer um drei Maschen versetzt wurde, kam dieses kleine Ziegelmuster zustande.

einfaches Hebemaschenmuster

Der Schnitt der Jacke ist hoffentlich „rollstuhltauglich“: Weit genug, um einfach anzuziehen zu sein, lang genug, um das Bäuchlein zu wärmen und kurz genug, um im Rücken nicht zu wurschteln und Wülste zu bilden. So wurde es bestellt – ich hoffe, es passt.

Restwolle

Ganz gegen meine Gewohnheit, immer viel zu viel Material einzukaufen, geriet ich dieses Mal übrigens beim letzten Ärmel ganz schön ins Schwitzen – viel ist von den bunten Knäueln nicht übrig geblieben. Das ist eigentlich gut, denn Wollreste habe ich mehr als genug. Trotzdem strickt es sich entspannter, wenn etwas mehr übrig bleibt.

In den nächsten Tagen geht das gute Stück auf die Reise und ich überlege schon, was als nächstes dran kommt. Schal, Tuch, oder doch mal Socken? Wir werden sehen …