Weihnachtliche Strickparade

Wieder war ich in den letzten Monaten des Jahres fleißig und fummelte allerhand an Socken zusammen. Zu Weihnachten gab es vier Paare Socken – leider habe ich vergessen, das letzte zu fotografieren. Das war nämlich noch brandheiß, als es verschenkt wurde – bis nachmittags hatte ich daran gestrickt.

Insgesamt drei Mal gab es Größe 40/41, das große Paar in der Mitte ist Größe 48 – da muss man die bunte Verlaufswolle immer mit ein wenig einfarbiger Restewolle aufstocken. Das blaue Garn passt schön zur blau-grünen Opal-Wolle. Richtig verliebt habe ich mich in die kunterbunte Regia-Wolle, die mit schwarz kombiniert wirklich gut aussieht – aus ihr machte ich zwei Paare Socken und ein Paar Stulpen. Letztere für mich 🙂

Stulpen waren übrigens der Renner in dieser Wintersaison, insgesamt strickte ich bislang vier Paare, das fünfte ist in der Mache. Früher fand ich diese fingerlosen Handschuhe ja immer blöd, ihr Nutzen erschloss sich mir nicht so recht. Inzwischen trage ich sie sehr gerne, wenn es nicht ganz kalt draußen ist, der Wind einem aber unangenehm in die Jackenärmel pustet.

Aus dem dunkleren Garn entstanden zwei Paare, die sich aus einem Knäuel machen ließen – optimale Materialausnutzung. Eine Neuentdeckung sind die kleinen, silberfarbenen Stanzteile, die es wirklich für einen Appel und ein Ei im Mischbeutel bei Amazon zu kaufen gab. Mit ihnen kennzeichne ich den rechten und den linken Handschuh. Bei den ersten Modellen nahm ich dafür Knöpfe, was auch geht, aber für meinen Geschmack nicht ganz so hübsch wird.

Noch sind ein paar Tage frei, bis es wieder an die Arbeit geht. Ich bin noch voll beschäftigt und voller Pläne, was das Strickprogramm angeht. Demnächst mache ich mich mal wieder an was Größeres – irgendwie müssen die ganzen Reste ja verarbeitet werden.

 

Nachtrag: Gerade kam tatsächlich ein Tragefoto der Karosocken bei mir an 🙂 Ladies and Gentlemen, we proudly present: Petras buntbesockte Füße

 

Meine ersten Strickstrümpfe

In den letzten Tagen musste ich öfters an „Großmamas Lied“ von Hein Erhard denken, das so beginnt (den ganzen Text findet man hier):

Ich sitze da und stricke Strumpf. –
Und unterm Hause ist ein Sumpf.

gestrickte SockenNun hoffe ich nicht, dass unter unserem Haus ein Sumpf ist, aber ich habe zwischen den Jahren mein erstes Paar Socken angefangen und kann seit gestern stolz verkünden: Ich kann endlich Socken stricken. Nun ist das natürlich nichts Besonderes, das können viele Leute, aber ich freue mich immer, wenn ich etwas Neues lerne. Außerdem kann man so immer mal kleine Teile stricke und vielleicht auch verschenken – Schwesterchen hat schon Bedarf angemeldet. Pullover, Jacken und Tücher habe ich nämlich inzwischen so reichlich, dass ich da nicht mehr unbedingt nachlegen muss – wenngleich natürlich immer mal wieder etwas ersetzt werden muss.

Besonders schön fand ich, dass meine Socken gleich perfekt über meine komischen Pummelfüße gepasst haben – besser als die meisten, die man kaufen kann.

Als nächstes werde ich mich mal an Herrensocken in Größe 50 versuchen – für meinen armen vernachlässigten Neffen, dem ich einmal einen Pulli versprach, der bis heute angefangen im Strickkorb liegt. Hach, was muss der Kerle auch so riesig sein!