Ich würde so gern mal wieder …

Eine Aufwärmübung aus dem Schreibworkshop: Was würden wir gerne mal wieder tun, was fehlt uns derzeit? Wie immer habe ich das genommen, was mir als allererstes in den Sinn kam – waren ja auch nur 12 Minuten Zeit! Und das war es:

20150501_120946

Flohmarktsschätze

Ich würde so gerne mal wieder über einen Flohmarkt laufen. Flohmärkte sind das, was mir in Sachen Freizeitgestaltung zu Corona-Zeiten am meisten fehlt. Nicht, dass ich dringend etwas bräuchte, ganz im Gegenteil. Ich habe eher zu viel als zu wenig. Und ich kaufe auch zumeist gar nichts, wenn ich über so einen Markt laufe. Es geht mir mehr ums Gucken und Staunen, manchmal auch Lachen. Oft mache ich Fotos, wenn ich etwas besonders Schönes oder Lustiges sehe, und küre dann anhand dieser Bilder auf meinem Blog das „Objekt des Tages“. Wenn ich nicht allein, sondern mit einer Freundin unterwegs bin, ist es zumeist noch schöner, denn wir machen uns im bunten Gewusel gegenseitig auf Dinge aufmerksam. Natürlich bleiben wir auch mal am Bratwürstchenstand hängen. Unvergessen ist auch der Flohmarktbesuch mit einem Freund, bei dem wir gerade mal eine Reihe Stände schafften, dann ein Bier tranken, oder vielleicht waren es auch zwei oder fünf, und währenddessen von einer Dame und ihren beiden sturzbetrunkenen Begleitern über den Anbau von Tomatenpflanzen aufgeklärt wurden. Als wir den Getränkestand verließen, räumten die letzten Händler gerade ihre Schätze zusammen. Obwohl die Zeit so verblüffend schnell herumging, war es ein schöner, ausgefüllter Tag. Es geht mir nämlich gar nicht so sehr um das Kaufen und Verkaufen auf dem Flohmarkt, wenngleich das natürlich schön ist, sondern mehr um das Drumherum.

Das Drumherum ist es auch, was mir bei der Schnäppchenjagd im Internet fehlt. Wenn man etwas bei ebay kauft oder verkauft, fällt das ja leider flach. Kürzlich habe ich ein paar Dinge dort verkauft und ja, es kam Geld rein und ich hatte einen wirklich netten E-Mailverkehr mit einem Klaus aus Nordrhein-Westfalen. Aber das ist nicht dasselbe. Mit Klaus hatte ich kein Bier, nicht mal eine Brezel, und zusammen gelacht haben wir auch nicht. Ich würde gerne einmal wieder mit fremden Leuten auf einem Flohmarkt lachen. Das fehlt mir.

Flohmarkt – Ausbeute und Objekte des Tages

Hach, heute war es schön! Mit meiner Freundin Maike war ich bei bestem Bummelwetter auf dem Antikmarkt auf der Konstablerwache. Im Gegensatz zu dem Samstagsmarkt am Main, auf dem man die Highlights immer arg suchen muss, gibt es hier die schöneren Sachen. Natürlich auch zu einem höheren Preis, aber irgendwas ist ja immer. Dieses Mal habe ich aber sogar etwas gekauft: Jeweils sechs Wein- und Sektgläser. Sowas habe ich gar nicht in zusammenpassend und die Modelle aus den 80er Jahren, die meinen Schrank verstopfen, erfüllen nicht mehr unbedingt meine ästhetischen Ansprüche.

Die Gläser waren erstaunlich schwer zu schleppen, denn sie haben einen recht dicken Boden. Aber ich war so froh, sie zu haben, da machte mir der lange Arm gar nichts aus.

Auf einige Dinge habe ich allerdings auch gerne verzichtet – hier sind die drei Objekte des Tages: Platz 3 geht an das Muschelservice. Ein komisches Stück. Es gibt so tolle Teekannen – diese gehört für mich nicht dazu.

Platz 2 geht an ein Objekt, das zu einem absurd hohen Preis verkauft werden sollte. Nun ja, er ist auch recht groß – der sitzende Drache. Der Verkäufer nannte das Ding sein Söhnchen – nu ja, das müssen merkwürdige Gene sein.

Und mein heutiger Favorit ist ein simpler Gebrauchsgegenstand. Mein Platz 1 bei diesem Flohmarktsbesuch war der Design-Klopapierhalter. Ich brauche leider gerade keinen, kam also nicht in Versuchung, das Ding zu kaufen. So ein Glück!

 

Mal wieder Flohmarkt: Objekte des Tages

Wieder mal verbrachhte ich ein paar schöne Stunden auf dem Flohmarkt am Main, dieses Mal mit meiner Freundin Maike. Beide haben wir nichts gekauft bis auf Kaffee, Fruchtsaftschorle und Eis. Doch es gab viel zu gucken und ich musste mich, wie schon so oft, zusammenreißen, um weder Sammeltassen, Kaffeekannen oder Schmuck zu kaufen. Hier kommen meine Objekte des Tages:

Platz drei – an diesem Stand bin ich schon öfter in Ehrfurcht verharrt. Hier gibt es Vasen von so ausgesuchter Schönheit, dass ich mir kaum vorstellen kann, das jemand sowas kauft. Aber das Angebot wechselt – es muss also seine Fans haben.

Platz 2 ist eigentlich gar kein Einzelobjekt. Der ganze Stand war eine Schau – so viel wildes Zeug! Ich habe mich für einen schönen Ausschnitt entschieden: Totenschädel mit Stierkopf und Bembelvogel (oder wie man das graue Ding nennen soll).

Und mein Favorit war dieses Mal ein echter kleiner Bildungsbürger – das lesende Eichhörnchen. Ich finde, für jemanden, der ausgestopft ist, guckt es wirklich klug.

lesendes Eichhörnchen

Antikmarkt an der Konstabler Wache

Frosch auf FlohmarktMeine Neigung zu Flohmärkten aller Art dürfte inzwischen bekannt sein. Ich liebe es, zu bummeln, sonderbare Dinge zu betrachten und anzufassen. Zum Glück kaufe ich meistens nichts – ansonsten wäre meine Wohnung inzwischen wohl schon nicht mehr begehbar. Ich habe nämlich keinerlei Vorbehalte gegen Gebrauchtwaren – ganz im Gegensatz zu meiner Kollegin Nora, die kürzlich fand, dass auf Flohmärkten doch immer alles „vollgekotet“ und ganz schrecklich sei. Nun, jedem sein Himmelreich 🙂Frosch auf Flohmarkt

Am 01. Mai und 03. Oktober eines jeden Jahres gehe ich sehr gerne auf den Antik- und Trödelmarkt an der Konstabler Wache. Hier gibt es „gehobenen Trödel“ sowie einige wenige Neuwaren – zumeist Schmuck, Taschen, Tücher oder irgendwelche exotischen Duftprodukte, die die Stände drumherum mitbeduften. Der Kommentar meiner Begleiterin lautete dazu: „Ich fühle mich wie auf einem indischen Basar.“

Frosch auf FlohmarktGestern war es also mal wieder so weit, und eines vorab: Bis auf etwas Apfelwein und einen Pfannkuchen mit Pflaumenmus habe ich nichts gekauft. Mir fiel jedoch dieses Mal eine fast schon erschreckende Dichte an Fröschen auf, einige besonders schöne Exemplare habe ich euch zur Ansicht mitgebracht.

Wieder einmal war das Wetter deutlich besser als angekündigt, so dass der Markt sehr gut besucht war. Mir gefällt auf diesem Markt, neben den reinen Warenangebot, immer wieder diese freundliche, heitere Grundstimmung: Man kommt schnell ins Schwätzen, mal mit den Händlern, mal mit anderen Trödelliebhabern.

Frosch auf FlohmarktDie angebotenen Waren sind zumeist in gutem Zustand und die Stände machen einen liebevoll hergerichteten, gepflegten Eindruck. Hierin unterscheidet sich dieser Markt deutlich vom samstäglichen Flohmarkt am Mainufer, der ebenfalls Charme hat, aber gegen den Markt auf der Konstabler Wache doch etwas schrabbelig wirkt.

Das Angebot bombardiert einen nicht nur mit Kindheitserinnerungen („Da, guck mal, das hatten wir auch!“), sondern hält auch allerhand Unglaubliches und Absurdes bereit. Mit einer Freundin suche ich immer gerne das „Objekt des Tages“, zu diesem Zweck knipsen wir von Anfang an sonderbare Dinge und schauen hinterher, welches Ding diesen Preis wohl verdient hätte. Ich habe lange nachgedacht, ob ich meinen diesmaligen Favoriten überhaupt hier zeigen sollte – ganz jugendfrei ist das nicht. Aber der ganze Stand war so wundersam und grauslich, dass ich einfach nicht anders kann:

Objekt des Tages