Good Vibrations

Das Chorkonzert gestern stand unter dem Oberthema „Liebe“. Es war thematisch unterteilt in Lieder, die von Freundschaft, erfüllter oder unerfüllter Liebe oder humorvoller Liebe handelten.

Kirche Harheim

Unser Veranstaltungsort – Bild von Meddi Müller

Wir Autoren waren gebeten worden, Texte zu lesen, die zum jeweiligen Thema passten. Ich hatte das Glück, dass in meinem „Liederblock“ das Lied „Good Vibrations“ von den Beachboys dabei war, auf das ich einmal durch den biografischen Film „Love and Mercy“ aufmerksam wurde – für was so eine Sneak Preview doch alles gut ist. Ich nahm mir also diesen Titel als Grundlage für meinen kleinen Text.

Wie um mir einen Gefallen zu tun, war dieses Lied das Einzige, bei denen der Chor sich versang und es zu einem kleinen Durcheinander kam, so dass kurzerhand noch einmal von vorne angefangen wurde. Das passte wunderbar zu meiner Einleitung, denn dieses war mein Text:

Good Vibrations – Phasen der Liebe

„Good Vibrations“ ist einer der komplexesten Pop-Songs, die jemals geschrieben wurden. Jede Menge Instrumente, Stimmen und Harmonien. Es hat ewig gedauert, diesen Titel aufzunehmen. Kein Wunder, bei diesem schwierigen Thema.

Erinnern Sie sich daran, wie das war mit der Verliebtheit? „Good Vibrations“ nennen das die Beachboys, positive Schwingungen. Man bringt einander in Schwung – das ist ja schon mal gut. Man hat Schmetterlinge im Bauch. Naja, wahrscheinlich eher Motten – ist ja dunkel da drin.

Ob das gesund ist?

Schmetterlinge im Bauch zu haben ist anstrengend schön. Aufregung, Luftnot, ein roter Kopf. Appetitlosigkeit und widersprüchliche Gedanken: Hoffentlich falle ich ihm auf, wie sehe ich eigentlich aus, ach du liebe Güte, hoffentlich bemerkt er mich nicht. Ich will ihn sehen, heute, jetzt gleich – oh mein Gott, da kommt er, ich muss weg! Er liebt mich, er liebt mich nicht – himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt.

Glückselige Verzweiflung.

Die Zeit der schwingenden Schmetterlinge ist die Zeit des Kennenlernens. Wer bist du, wie bin ich? Die Zeit der Überraschungen – oha, wie wohnt der denn? Dieses Sofa – ist das sein Ernst? Der ist aber unordentlich! Aber kochen kann er! Ich könnte ihn stundenlang ansehen. Wie der wohl nackig aussieht? Und was denkt er, wenn er mich ohne alles sieht? Lieber schnell das Licht ausmachen – aber wo ist hier der Schalter? Alles neu, alles spannend – Good Vibrations bis kurz vor’m Herzinfarkt.

Dieses ewige Geflatter im Leib hält auf Dauer niemand aus. Es beruhigt sich, weicht einer wohligen Wärme und Zuversicht. Es folgt die Zeit der Kompromisse – meckerst du nicht an meiner Figur herum, sage ich nichts zu deiner Aufräumtechnik. Und auch nichts zu deiner Leidenschaft für das Sammeln von Streichholzbriefchen. Ich gehe mit dir wandern, auch wenn es viel rationaler wäre, den Bus zu nehmen. Kommst du mit ins Theater? Ach, da warst du noch nie? Komm, ich zeig’s dir. Ich nehme dich mit in mein Leben.

Mein Leben, dein Leben – unser Leben?

Buntglasfenster

Wie ist das mit den Schwingungen, wenn aus der Verliebtheit Liebe wird? Viele schwingen dann im Takt, gleichmäßig aufeinander eingespielt. Einige schwingen auch gegeneinander, so nach dem Motto „Reibung erzeugt Wärme“.

Es gibt auch diese Paare, bei denen man sich fragt, was die eigentlich zusammenhält – die schwingen in so gegensätzliche Richtungen, dass das „auf jeden Topf passt ein Deckel-Prinzip“ zu einem lauten Geklapper führt. Manchmal führen diese gegensätzlichen Schwingungen auch zu einem Unfall, dann kracht es richtig. Die emotionale Frontalkollision. Aber davon wollen wir heute nicht sprechen – wir reden hier ja über die Liebe, nicht über den Krieg.

Wenn man lange zusammen ist, weichen die heftigen Schwingungen einem leiseren, konstanten Summen. Gewohnheit, Vertrauen, ein gemütliches Sich-miteinander-gehen-lassen. Er treibt nur noch Fernsehsport, ich schlafe dabei an seiner Seite. Er hatte mal Haare, ich eine Taille. Unsere Freunde sehen plötzlich so aus wie die Freunde unserer Eltern – damals. Auf einmal trägt er Cordhosen – und ich entdecke ihn ganz neu, meinen alten Mann. Immer wieder entdecken wir uns, finden neue Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Immer wieder geben wir einander neuen Schwung.

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Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Sänger und Vorlesende, die mit viel Engagement bei der Sache waren, über 150 hochzufriedene Gäste. Das Konzept mit den Liedern und den Texten ging auf, alles fügte sich wunderbar zusammen. Es hat Spaß gemacht und ich bin froh, dass ich mich von meinen ARS-Kollegen zu diesem Experiment habe überreden lassen.

Nachtrag:

Ach ja, eine drollige Sache passierte mir noch: Ich bekam die Rückmeldung, dass ich den Verlauf einer langjährigen Beziehung sehr gut beschrieben hätte und dass sich viele in dem Text wiedererkannt hätten. Nun bin ich ja in Beziehungsdingen nicht so geübt – aber es freut mich, dass ich durch reines Beobachten wohl einigermaßen das Thema getroffen habe

Liebe, Lyrik, Lampenfieber

Unser Lesepult – Meddi Müller ist schon da, zumindest in Teilen.

Heute Abend darf ich mal wieder bei einer Lesung dabei sein. Um ehrlich zu sein, habe ich mich dazu ein wenig überreden lassen, denn das Thema lautet „Liebe“. Und da bin ich ja so gar keine Expertin, diese Zweierbeziehungen erschrecken mich eher. Aber wie immer waren die Kollegen und Kolleginnen von der Autoren Rhein-Main Szene (ARS) sehr überzeugend und so zimmerte ich mir einen Text zurecht und war gestern bei der Probe anwesend.

Ja, die Anwesenheit – das ist übrigens so eine Sache. Mit ARS lernt man Frankfurt ja so richtig kennen. Nachdem ich inzwischen etliche Male durch Alt-Fechenheim geirrt bin, war es dieses Mal Harheim, wohin es mich verschlug. Harheim im Frankfurter Norden – war da schon mal jemand? Nicht? Nun, das ist irgendwo hinter Bonames. Es gibt dort eine Kirche, und dort singen zwei Chöre unter der Leitung von Elisabeth. Man kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwar nicht besonders gut dorthin, aber wenn man seiner Umwelt offen gegenübersteht, gibt es zumindest ein bisschen was zu sehen auf der langen Reise.

Die Kirche ist ein interessantes, etwas ungewöhnliches Bauwerk, soetwas habe ich so noch nicht oft gesehen: Man muss nach der Eingangstür erst mal eine Treppe hinauf, und im Inneren gibt es statt der üblichen, fest angebrachten Kirchenbänke recht bequeme Stühle, die aus Anlass des Konzertes im Halbrund angeordnet wurden. Das sieht erst mal gut aus und ermöglicht den meisten Zuschauern wohl auch einen recht guten Blick auf Chor und Lesende.

Die Generalprobe war spannend. Wir bekamen einen Eindruck des schönen Programms, das Elisabeth zusammengestellt hat, und durften feststellen, dass unsere Texte sich jeweils gut einfügen. Wie dem hoffentlich zahlreich erscheinenden Publikum diese Kombination gefällt, erfahren wir heute Abend – ich bin gespannt.

Chorkonzert in Harheim, Plakat

Meinen Liebestext werde ich übrigens morgen erst mit euch teilen – nicht, dass ich jemanden vom Konzertbesuch abschrecke 🙂

Zeitenwende im Ferienheim

Durch Zufall erfuhr ich, dass eine „Bekannte“ aus einem Forum, in dem ich öfter mal mitquassel, im Jahr 1977 in meinem Lieblingshotel auf Borkum gearbeitet hat. Ich war damals auch da, klein und blond, und wahrscheinlich hat sie (die „Solozicke“) mich mit Essen versorgt (ich verdanke ihr also viel! 🙂 ). Und das erinnerte mich daran, dass ich diesen Bericht schon eine Weile fertig habe, ihn aber noch nicht auf den Blog gebracht habe. Wie das nur wieder passiert ist …

Zeitenwende im Ferienheim

„Wie viele Geräte haben Sie denn?“ Diese Frage machte mir im November klar, dass auch in meinem Lieblingshotel auf Borkum die Zeit nicht stehen geblieben ist. Komisch eigentlich – ein bisschen erwarte ich immer noch, dass es dort genau so schäbbelig ist wie in meiner Kindheit. Aber dann würde dort heutzutage wohl niemand mehr wohnen wollen.

1977 auf Borkum. Die ganze Familie im 70er Jahre-Look. Das Foto hat wahrscheinlich meine Schwester gemacht.

Wenn ich nach Borkum fahre, nehme ich immer das gleiche Hotel: Das Haus „Rote Erde“, wo ich früher mit meinen Eltern hinfuhr. Es ist ein Ferienheim des Bundesbahnsozialwerks, wo mein Vater früher als Bahner Mitglied war und wo ich als Bahner-Tochter ebenfalls Mitglied sein darf. Dort wohnt man für kleines Geld, hat eine nette Atmosphäre und nur wenige Schritte zum Strand.

Die Aufenthalte in diesem Hotel sind immer voll mit Erinnerungen: Das erste Mal war ich 1977 dort. Damals musste man sich lange vorher anmelden und es gab lange Wartezeiten. Das Hotel war schlicht, ich erinnere mich an eine Art Familienzimmer mit Etagenbett für meine Schwester und mich. Da wir in den Sommerferien da waren, gab es massenweise andere Kinder und man hatte sowohl im Hotel als auch am Strand immer jemanden zum Spielen. Ich glaube, in diesen Wochen hatten meine Eltern mit uns wenig zu tun.

Wenn ich mich richtig erinnere, war das Wochenende irgendwie anders als die Werktage: Sonntags gab es keine Brötchen, was mich unheimlich enttäuschte, denn zuhause gab es selten welche und für mich waren die kleinen Rundstücke immer ein Symbol für puren Luxus. Sonntags wurden auch die Zimmer nicht gemacht, dann werkelte Muttern als gute Hausfrau herum, als gäbe es wirklich etwas zu tun, was nicht auf den Montag hätte warten können.

Schon als kleines Kind fiel mir auf, wie grandios die Lage dieses Hotels war: Direkt am neuen Leuchtturm, den wir gemeinsam mit unserem Vater natürlich hinaufturnten, um runterzugucken. Man brauchte keine zwei Minuten zur Hauptpromenade und zum Strand und war ebenfalls in wenigen Minuten in der kleinen Innenstadt. Diese Lage ist es auch, die mich – neben dem unschlagbar günstigen Preis – immer wieder in dieses Hotel treibt.

Neuer Leuchtturm Borkum – seit meiner Kindheit eines meiner Lieblingsmotive

Auch hier ändern sich natürlich die Zeiten. Schon lange gibt es keine Vollpension mehr, die Essenszeiten wurde erweitert, die Zimmer bekamen eigene Bäder, Telefone und einen Fernseher. Ich fuhr immer mal wieder hin, auch mit meiner damals schon stark gehbehinderten Mutter oder mit einer Freundin. Gerade im Falle der Gehbehinderung fiel mir die enorme Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals immer wieder auf: Was nicht passte, wurde passend gemacht. Schlicht war das Hotel immer noch, an einigen Stellen sogar arg abgenutzt, aber mir reichte es immer. Wenn ich Luxus will, fahre ich halt woanders hin. Hier genieße ich den Luxus, schon um 6:30 frühstücken zu können, wenn ich das möchte, und mir schon morgens früh den Wind um die Nasen wehen lassen zu können – das ist nach meinem Geschmack.

Seit ich das letzte Mal vor zwei Jahren in dem Hotel war, hat sich erneut viel getan: Damals gab es bereits kostenfreies W-Lan, das aber nicht so recht funktionierte, es sei denn, man saß in der Bar. Und nun wird man also nach der Anzahl der Geräte gefragt, bekommt ausreichend Zugänge und kann überall online sein – fast wie zuhause. Auch die Zimmer wurden kürzlich gemacht, sie sehen frisch und modern aus, die geschmackvollen Bäder sind klein, aber praktisch und die Flachbildfernseher sind tatsächlich so aufgehängt, dass man vom Bett aus was sehen kann – ich glaube, das hatte ich noch in keinem Hotel. Alles sehr schön und durchdacht also, wenn auch ganz anders als früher (noch vor zwei Jahren hatte ich übrigens ein Zimmer, dessen Schrank bestimmt schon bei meinem ersten Aufenthalt dort seinen Dienst getan hatte).

Mein „Doppelzimmer zur Einzelnutzung“

Die wichtigste Neuerung ist für mich aber die „freie Sitzplatzwahl“ beim Essen. Auch das war noch vor kurzem ganz anders: Da bekam man einen Tisch zugeteilt, und mit dem Tisch auch die Tischgenossen. Das konnte schön sein, aber auch seltsam, zum Beispiel wenn man nur Nörgler erwischt, Schweiger oder Schwachmaten. Einmal erwischte ich einen Tisch mit drei anderen Alleinreisenden, was unheimlich lustig war, weil alle in guter Stimmung und zum Erzählen aufgelegt waren. Eine der Damen, eine alte Frau, schien ganz offensichtlich zur Hochstapelei zu neigen und beglückte uns immer wieder mit Erzählungen ihrer immensen Reichtümer, die sich in Schließfächern, dem Tresor oder der Wohnung ihres Sohnes stapelten. Irgendwann fragte mich unser einziger Tisch-Mann nach dem Essen, ob ich wirklich so einfältig sei, der Dame alles, was sie erzählte, zu glauben. Ich verneinte, fand aber, dass es mir nichts schadete, ein wenig auf ihre Spinnereien einzugehen. Ihr war es offenbar wichtig, bei einem Aufenthalt im Bahn-Ferienheim von der Rolex-Sammlung zu erzählen – warum sollte ich sie nicht fragen, ob sie lieber Gold oder Platin mochte? Ihr tat es gut und mir nicht weh.

Ein anderes Mal, als ich mit meiner Freundin Kerstin in dem Hotel weilte, bekamen wir einen behindertengerechten Tisch zugeteilt, und mit ihm Muddi und Vaddi. Wie diese Leute hießen, bekamen wir nie heraus, weil sie sich nicht vorstellten und einander immer nur so ansprachen, wie ihre Kinder sie riefen: Eben Muddi und Vaddi. Diese beiden Leute waren von einer bemerkenswerten Schlichtheit, wir führten einige denkwürde Gespräche mit ihnen. Doch sie waren nett und hielten gerne einen Schwatz, so dass sie alles in allem angenehme Tischgenossen waren.

Diese arrangierten Begegnungen fallen jetzt also weg, nun setzt sich jeder dahin, wo es ihm genehm ist. Das ist auch interessant, fühlt sich aber ganz anders an als früher, wo man sich an seinem Tisch spätestens beim zweiten Frühstück ein kleines bisschen zuhause fühlte. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile, was mir besser gefällt, kann ich im Moment noch gar nicht beurteilen.

 

Nachtrag: Bedanken möchte ich mich aber bei dieser Gelegenheit einmal bei den vielen guten Geistern, die fleißig in diesem und anderen Hotels arbeiten und so dafür sorgen, dass andere einen schönen Urlaub haben können. Sowas ist echt harte Arbeit und es ist sicherlich nicht selbstverständlich, dass man dabei immer gute Laune hat. Ich freue mich wirklich immer über jedes Lächeln und hoffe, dass ich reichlich davon zurückgebe.

Karosocken mit Hebemaschen

Anleitung, Karosocken, Socken HebemaschenFür irgendwas muss es ja gut sein: Ich bin jetzt seit fast einer Woche malade und berapple mich langsam. Die unerwartete freie Zeit fülle ich – wie überraschend – mit Fernsehen und Stricken. Wieder einmal habe ich in Birgits Restetüte gegriffen und eine merkwürdige hellrote Wolle rausgezogen. Die Farbe erinnert fast etwas an den Neon-Trend der 80er Jahre, ein wenig Farbmilderung wird ihr gut tun. Das Knäuel ist ohnehin angefangen, braucht also einen Partner – hinzu kommt eine graumelierte Wolle der Marke Lammy, die in der Regel ein wenig fest, aber gut zu verarbeiten ist.

Schon vor einer Weile hatte ich die Idee, meine geliebten Hebemaschen auch mal an Socken auszuprobieren. Ich entscheide mich für das ewige Kästchenmuster, denn das lässt sich gut so einrichten, dass man einen Vierer-Rapport hat. Die rote Wolle ist weicher, sie darf also die Hauptrolle übernehmen: Grundfarbe nebst Bund, Ferse und Spitze.

Ich stricke Socken mit 64 Maschen, habe also 16 Maschen auf jeder Nadel. Nach dem Bündchen stricke ich zwei Reihen grau, wobei die zweite Reihe aus linken Maschen besteht. Es sieht besser aus, wenn die Maschen, aus denen die Hebemaschen gezogen werden, etwas aufliegen – das gibt der Sache Struktur. Nach der Krausreihe geht es mit hellrot weiter – immer drei Maschen stricken und eine abheben. Ich richte das Muster so ein, dass ich die Nadeln nicht mit einer Hebemasche anfange oder beende, da ich am Fuß nur die oberen beiden Reihen im Muster stricken möchte (also den Fußrücken) und das Muster einigermaßen gerade aussehen soll.

Die Hebemaschen lassen sich in Runden ausgesprochen gut stricken. Das Schöne ist, dass man gleich merkt, wenn man irgendwo geschlafen und einen Käse zusammengestrickt hat, denn dann geht die Runde ja nicht mehr auf. Der Schaft ist also schnell gemacht, die Ferse folgt nach einer grauen Krausreihe. So hat man am Ende der Ferse noch drei rote Reihen „Zeit“, um die fehlenden Maschen aufzunehmen, und kommt ganz von selbst wieder ins Muster (4. Reihe nach der Ferse).

Am Fuß stricke ich die Ferse glatt, einfach weil ich mir das bequemer vorstelle. Ansonsten würden diese Socken wohl Massagesocken werden – vielleicht ja eine Marktlücke? Insgesamt habe ich für diese 41er Socken 25 Kästchen gestrickt – und es war dieses Mal so einfach, die Socken gleichlang hinzukriegen.

Ich habe mir vorgenommen, noch mehr Hebemaschenmuster an Socken auszuprobieren – beim nächsten Mal vielleicht Streifen. Macht Spaß 🙂

Und plötzlich ist Frühling

Nachdem das Wetter in meiner Urlaubswoche eigentlich eine reine Frechheit war, wurde mir – oder besser meiner heuschnupfengeplagten Nase und den dauertränenden Augen – gestern klar, dass jetzt Frühling ist. Das sieht zum Beispiel so aus:

Oder, wenn man andere Farben lieber hat, kann man auch hier gucken:

Oder, wenn man mehr pflanzliche Vielfalt möchte, kann man sich an diesem Anblick erfreuen:

Leider kommt halt auch so etwas Unnötiges wie Pollenflug dazu, das bräuchte ich eigentlich nicht. Gut, Haselnüsse sind etwas Feines, aber können diese lästigen Dinger nicht einfach auf den Boden fallen und sich dort unauffällig verhalten? Was wollen die in meiner Nase, oder in meinen Augen? Menno …

 

Suchet, so werdet ihr finden …

Wie schon ab und zu mal erwähnt, bin ich kein besonders ordentlicher Mensch. Man könnte sogar behaupten, ich sei unordentlich – aber nur, wenn man die eigentliche Ordnung in meiner Häufchenwirtschaft nicht durchschaut. Denn eigentlich weiß ich immer ziemlich genau, was in welchem Stapel schlummert, und kann etwas einigermaßen zielgerichtet ans Licht befördert, wenn ich es brauche.

Natürlich gibt es Ausnahmen, wie kürzlich die verschollenen Theaterkarten. Die suchte ich zuerst im Stapel auf dem Tisch, denn da gehören sie hin. Als sie da nicht waren, wühlte ich im Körbchen auf dem Regal. Auch nicht. Folglich suchte ich überall, auch an den absurdesten Stellen. Ich fragte auch meine Freundin Antje, wo man sowas wohl hinlegen könnte – sie meinte, sie würde zuerst in dem Stapel auf dem Tisch suchen. Ach was … hmmm, ja, ich auch. Also nochmal wühlen – nichts. Nochmal überall wühlen – auch nichts. Plan B überlegen – ob man die Karten bei Nachweis der Bezahlung nochmal bekommen könnte? Wahrscheinlich schon, man hätte es zumindest versuchen können. Nach Einschaltung des gesunden Menschenverstandes beschloss ich, nochmal den Tisch-Stapel zu untersuchen – die Dinger MUSSTEN da sein. Und so nahm ich mir Blatt für Blatt nochmal vor, guckte alles von vorne und hinten an, schüttelte Hefte aus. Und ich fand meine Theaterkarten: festgeklebt an der gummierten Kante eines großen Briefumschlages, den mir die SOS-Kinderdörfer geschickt hatten. DIE WAREN SCHULD! Immer, wenn ich den Umschlag hochgenommen hatte, kamen die Karten mit – da muss man erst mal drauf kommen.

Gestern suchte ich wieder, aber andere Dinge. Zum Beispiel die Fernbedienung meines DVD-Players. Die liegt eigentlich immer auf dem Tisch oder auf dem DVD-Gerät. Dieses Mal war sie nicht da. Ich suchte und suchte – und hatte irgendwann keine Lust mehr. Wieder war es der gesunde Menschenverstand, der mir half, indem er mir einflüsterte, dass man dieses Gerät doch sicher auch ohne dieses dumme Ding bedienen können müsste. Und siehe, es ging. Als ich mich niedersetzte, um den Film anzugucken, sag ich auch die Fernbedienung. Sie lag auf dem Tisch, wo sie hingehörte und wo ich ungefähr 12 Mal hingeguckt hatte. Wieso ich die da nicht gesehen hatte, weiß ich auch nicht – ich brauche wohl doch mal eine neue Brille.

Dramatischer war hingegen der Verlust meines Weck-Phones. Ich benutze als Wecker seit vielen Jahren mein altes IPhone. Das ist noch aus der 3er-Serie und kann nichts mehr außer Wecken, aber das macht es besonders gut. Es liegt immer neben meinem Kissen, da kann ich es gut finden und es ausmachen, wenn es morgens brummt. Und nun war es weg – mehrere Tage lang. Neben meinem Kissen gab es nur noch nacktes gelbes Laken – kein uraltes IPhone. Nachdem ich den Verlust realisiert hatte, flüsterte er – mein gesunder Menschenverstand – mir zu, dass gewiss niemand in meine Wohnung eingestiegen war, um dieses IPhone zu stehlen. Zumindest nicht nur dieses IPhone – ohne also den Laptop, den Fernseher oder die nagelneue Joghurtmaschine auch mitzunehmen. Ich war verwirrt – wo legt man denn seinen Wecker hin? Nachdem ich auf dem Boden, unter dem Kissen und unter der Decke gesucht hatte, war ich ratlos. Mein gesunder Menschenverstand schwieg – leider nicht. Er sagte, wenn dieses Weckgerät woanders als in meinem Schlafzimmer sei, sei das bedenklich. Ich befahl ihm, einfach mal die Kappe zu halten, und stellte meine Suchbemühungen ein. Es würde schon wieder auftauchen, irgendwo in meinem Schlafzimmer. Nun, das tat es nicht.

Ich versuchte, meinen kleinen Weckhelfer zu vergessen. Dieses Gerät hatte es nie gegeben. Als mich mein modernes Samsung-Handy am nächsten Morgen aus dem Schlaf plärrte, vermisste ich dieses nie dagewesene Gerät. Bei der Arbeit kam ich nicht zur Ruhe, meine Gedanken kreisten. IPhone, wo bist du? Ich war verwirrt.

Gestern Morgen jedoch meldete er sich wieder, diese lästige, manchmal aber nützliche gesunde Menschenverstand. Er ließ mich noch einmal durchgehen, was vielleicht passiert sein könnte. Und er sagte mir, dass ich doch mein neues Smartphone, das für den täglichen Gebrauch, jede Nacht im Schlafzimmer auflade. Was, wenn ich statt des Samsungs irgendwann das IPhone in die Arbeitstasche geschmissen hätte? Oder beide? Ich durchwühlte sowohl eine Handtasche als auch den Rucksack – nichts. Aus einem Instinkt heraus kramte ich in den Jackentaschen herum, und da war es. Klein, niedlich und leer. Tagelang hatte ich es mit mir herumgetragen – wieso hatte ich das nicht gemerkt? Es ist verdächtig, höchst verdächtig – der Schusselfaktor scheint im Alter tatsächlich mächtig anzusteigen. Ich werde das weiter beobachten – und berichten.

Fallmaschenloop reloaded

Ich habe mal wieder einen Fallmaschenloop gestrickt – oder besser gesagt, gleich zwei. Denn wieder hatte ich fünf Knäuel Wolle, die genau zwei Loops ergeben. So habe ich wieder was zum Verschenken.

Ich besitze schon zwei dieser Loops, die ich unglaublich gerne trage. Die Wolle „Cotton Bamboo Batik“ von Schachenmayr ist sehr weich und angenehm am Hals – ich bin ja ein bisschen eine Mimose, was kratzende Materialien angeht. Und da der Link, den ich im alten Blogbeitrag benutzt hatte, um die Machweise zu beschreiben, inzwischen ins Nirwana geht, gibt es hier heute eine Anleitung.

Fallmaschenloop, Fallmaschenschal

Wie so oft sehen die Farben etwas komisch aus. Unten kommen sie besser.

Angeschlagen habe ich 180 Maschen mit Nadelstärke 3,5. Das ist recht viel, aber ich habe keinen Schwanenhals und mag es auch nicht, wenn der Schal so nah am Hals ist. Für die meisten Leute werden weniger Maschen reichen. Man sollte nur darauf achten, dass die angeschlagene Maschenzahl hinterher teilbar ist durch die Rapportbreite.

Ich hatte mich entschieden, nach jeder dritten Masche eine Fallmasche einzubauen, meine Maschenzahl musste also durch 4 teilbar sein. Ich besitze allerdings auch schon einen Schal, bei dem nach jeder zweiten festen Masche die Laufmasche kommt.

https://meikesbuntewelt.wordpress.com/2014/08/01/zweierlei-fallmaschenloops/Gestrickt wird in Runden, immer eine Reihe linke, eine Reihe rechte Maschen. Dadurch entsteht da, wo die Reihe beginnt bzw. endet, eine Art Linie oder Naht. Die fällt später nicht auf, hilft aber dabei, immer an das Wechseln der Maschenart zu denken.

Man strickt so weit hoch, wie man den Schal haben möchte – bei mir waren das etwas über 100 Gramm Wolle, die ich verarbeitet habe. Dann strickt man die letzte Reihe, die zugegebenermaßen etwas fummelig ist: Man kettet drei Maschen normal ab. Fallmaschenschal, FallmaschenloopDann strickt man eine kleine Luftmaschenkette aus fünf Maschen. Wenn einem das auf der Stricknadel zu schwierig ist, kann man auch eine Häkelnadel dazu nehmen. Dann schubst man eine Masche von der Nadel und lässt sie fallen, überbrückt die Lücke mit der Luftmaschenkette und kettet wieder drei Maschen ab. Auf diese Weise strickt man die letzte Runde bis zum Ende.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Laufmaschen mit etwas dickerer Wolle keineswegs so fröhlich bis nach unten springen, wie sie es bei einer Strumpfhose tun – man muss mächtig nachhelfen. Daher mache ich es so, dass ich immer ca. fünf Mal die Luftmaschenkette bastele und dann den Fallmaschen auf die Sprünge helfe. Das hat auch den Vorteil, dass man sieht, wenn man irgendwo geschusselt hat – nur zwei statt drei feste Maschen oder im Eifer des Gefechts die Luftmaschen vergessen. Das kann man dann noch richten – hat man zuerst die ganze Runde fertig gestrickt, ist das deutlich schwieriger.

Zum Schluss muss man nur noch die wenigen Fäden vernähen und kann sich an seinem Schal freuen. 🙂

Hubertus

Sie hatte es gleich geahnt: In dem Moment, in dem sie Hubertus sah, wusste sie, dass er nicht gut für sie sein würde. Und doch hatte sie es nicht lassen können, hatte seiner unmissverständlichen Werbung nicht widerstehen können. Hatte sie zunächst noch gedacht, ihn einfach ignorieren zu können, musste sie doch immer wieder hinsehen, mal verstohlen aus den Augenwinkeln, dann wieder ganz direkt. Die Freunde rieten ihr zu – nimm ihn, wenn du ihn so willst. Und so waren sie schließlich zusammengekommen.

Ihre Begegnung mit Hubertus, so kurz und flüchtig sie auch gewesen war, war genau das gewesen, was ihr an diesem kalten, unwirtlichen Abend gefehlt hatte. Schon die erste Berührung ließ sie erschauern, obwohl er alles andere als kühl war. Sie wärmte sich an ihm, genoss seine Nähe und den leichten Duft nach Rotwein, der von ihm ausging. Sie wusste, sie hatten nur diesen einen Abend, und den lebte sie, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

Denn das schmerzvolle Erwachen kam natürlich noch in jener Nacht. Er war am Abend verschwunden, hatte sie allein mitten in der Stadt zurückgelassen. Der Schmerz hatte nicht sofort eingesetzt, im Stadtverkehr war sie abgelenkt und horchte nicht so genau in sich hinein. Sie war zu Bett gegangen, schlafen, träumen, sich wohligen Erinnerungen hingeben. Bloß nicht ins Grübeln kommen. Das Einschlafen war ihr schwergefallen, wie immer nach solchen Abenden. Und als der Schlaf sie endlich fand, war er schwer und unruhig über sie gekommen. Die Träume, wirr und zusammenhanglos, hatten nichts mehr mit diesem sinnlich-lustvollen Abend gemein, den sie so gemocht hatte. Sie erwachte schwitzend und voller Reue. Der Weg ins Bad war unvermeidlich, und sie musste etwas trinken. Das alles machte sie hellwach.

Wieder einschlafen konnte sie nicht. Stattdessen lag sie da und dachte an Hubertus. Sie hatte es doch gewusst, es war immer das Gleiche: Sie sollte abends nicht so schwer essen.

Lecker war’s – wie immer im Gasthaus am Ostend
(früher „Hesse-Wirtschaft“)

Mein erster Joghurt

Wie versprochen, hier ein erster Erfahrungsbericht über die Joghurtherstellung mit meiner neuen Joghurtmaschine: Gestern befüllte ich die Gläschen vorschriftsmäßig und wartete dann ganz brav achteinhalb Stunden ab. Um ehrlich zu sein, ist mir das Warten recht schwer gefallen – gerne hätte ich zwischendurch mal ein Gläschen herausgenommen und geguckt, ob sich schon was tut. Aber das ist streng verboten. Also wartete ich ab und setzte die fertigen Gläser abends nur in den Kühlschrank um. Zum Nachreifen, wie es so schön in der Gebrauchsanleitung heißt.

Heute morgen war es dann soweit: Ich konnte probieren. Zunächst schraubte ich ein Gläschen auf und prüfte, ob aus der Milch etwas Festeres geworden war. Und in der Tat, der Joghurt war einigermaßen fest geworden. Er entsprach von der Konsistenz her in etwa dem Bio-Joghurt, den ich in die Milch gerührt hatte – der Apfel fällt also nicht weit vom Stamm. Wenn man ihn auf die Seite legt, läuft ein wenig helle Flüssigkeit heraus, der eigentliche Joghurt bleibt aber im Glas.

Ich probierte die Sache, zunächst natürlich pur: Der Joghurt ist mild, sogar milder als der Ur-Joghurt. Etwas mehr Säure fände ich ganz gut, aber schlecht ist es nicht.

Zum Frühstück wollte ich den Joghurt aber nicht pur essen, sondern ein wenig Frucht dazugeben. Ich hatte die Wahl zwischen einigen Marmeladensorten und Preiselbeeren – die machten wie so oft das Rennen.

Die Kombination schmeckt sehr lecker, die Beeren kommen durch den sehr milden Joghurt gut zur Geltung. Allerdings wird der Joghurt durch die Fruchtzugabe erstaunlich flüssig – flüssiger als ein gekaufter Joghurt, wenn man Obst unterrührt. Ob das generell so ist oder von irgendwelchen Faktoren abhängt, muss ich durch Experimentieren herausfinden – vielleicht ergibt ein festerer Ur-Joghurt (oder sollte man ihn „Mutter-Joghurt“ nennen?) oder eine längere Brüt- oder Kühldauer ein anderes Ergebnis. Ideal wäre dieser Joghurt sicherlich zum Backen, ich verwende für Muffins immer lieber Naturjoghurt als Milch.

Auf jeden Fall gibt die Joghurtherstellung noch viel Raum zum Ausprobieren und Lernen – darauf freue ich mich schon.

Meine neue Joghurtmaschine

Timer

Ein bisschen Geduld braucht es schon.

Heute ist es bei mir eingezogen: Das Gerät, dass mir helfen soll, meinen Naturjoghurt künftig selber zu machen.

Seit meiner Kindheit esse ich gerne Joghurt – im Winter etwas weniger, im Sommer fast täglich. Bis vor einer Weile war das zumeist Fruchtjoghurt, doch dessen hoher Verarbeitungsgrad, der fast alles Gesunde in ihm absterben lässt, sowie der zumeist extrem hohe Zuckeranteil haben mich zu Naturjoghurt wechseln lassen. Mit einem Löffelchen Marmelade oder – noch besser – meinen geliebten Preiselbeeren darin schmeckt der wirklich gut und gibt mir zudem das schöne Gefühl, mir etwas Gutes zu tun.

Zusätzlich versuche ich seit einer Weile, meinen Plastikverbrauch ein wenig zu reduzieren. Ich bin da nicht verbissen, aber was sich einfach umsetzen lässt, probiere ich gerne aus. Dazu gehörte bis jetzt der Verzicht auf die vielen kleinen Joghurtbecher – ich kaufe lieber die größeren und fülle immer ein Portiönchen in ein Schälchen um und rühre dort meine Marmelade rein. Die Idee, auch noch auf diesen einen Becher zu verzichten, kam mir schon vor einer Weile, und ich liebäugelte mit einem Joghurt-Bereiter. Diese Idee war für mich allerdings nichts Neues, wir hatten früher zuhause auch ein paar Jahre lang so ein Ding und ich erinnerte mich, dass das Joghurtmachen ganz einfach war.

Gestern also bestellte ich meinen „schnellen Brüter“ am Amazonas, heute wurde er geliefert. Es ist ein einfaches rundes Ding, in dem man sieben Gläser Joghurt machen kann, bei dem aber insgesamt 14 Gläschen dabei sind. Das erschien mir beim Auswählen praktisch, denn dann muss man nicht immer nach den Gläsern suchen, wenn vielleicht noch welche in der Spülette sind, und man muss nicht gleich improvisieren, wenn mal ein Gläschen zu harten Bodenkontakt hatte. Außerdem hat man ja oft noch Joghurt im letzten Gläschen, den man für den neuen Ansatz verwenden will.

Für die, die es noch nie ausprobiert haben, hier eine kurze Anleitung zum Joghurtmachen: Man nehme einen frischen Naturjoghurt (ich habe einen Bio-Joghurt genommen, ob das einen Unterschied macht zu „normalem“ Joghurt weiß ich allerdings nicht). Den verteilt man auf die sieben Gläschen und gibt H-Milch darauf (es geht auch frische Milch, aber die sollte zuvor erhitzt werden. Dazu habe ich zum einen keine Lust, zum anderen habe ich ohnehin immer haltbare Milch im Haus). Umrühren, Gläschen verschließen und in den Brüter stellen. Laut Anleitung braucht es bei nicht erhitzter Milch acht bis neun Stunden, dann ist der Joghurt fertig und kann in den Kühlschrank. Zu beachten ist, dass man den Joghurtbereiter während der Arbeit stillstehen lassen soll – das erklärt wohl, warum meine Mutter das Gerät immer im Schlafzimmer oder im Keller stehen hatte, wo keine Kinder herumwuselten. Platz wäre in der Küche durchaus gewesen.

Bei meinen Einkaufsrecherchen habe ich übrigens auch verschiedene andere Ansatzmittel für Joghurt gefunden: Mal als Pulver, dann in winzigen Fläschchen oder in Pillenform gepresst. Anscheinend gibt es sogar verschiedene Lactobazillen, die man je nach Bedarf, Vorliebe oder persönlichem Glauben auswählen kann. Diese Mittelchen habe ich noch nie ausprobiert, sondern bin dem von Muttern früher verwendeten Joghurtbecherchen zu 35 Cent treu geblieben – schließlich kosten diese anderen Substanzen ein Vielfaches davon. Eventuell schaue ich mir sowas irgendwann nochmal genauer an, vielleicht gibt es bei diesen Mitteln Vorteile, die mir bislang entgangen sind.

In einigen Stunden kann ich meinen ersten selbstgemachten Joghurt in den Kühlschrank stellen und morgen früh einen probieren. Ich bin gespannt und werde berichten.