Fundstücke 68: Gift und Drachen

Ich mag ja interessante Schilder und gucke deshalb immer neugierig in der Gegend herum, wenn ich auf irgendwelchen Einkaufsmeilen herumlaufe. Diese Perle kam mir in Travemünde vor die Kamera:

Nach meinem Verständnis hätte das entweder Geschenkeshop oder Dragonpoint heißen müssen. Oder Geschenkeladen und Drachenpunkt. Oder Giftbude und Drachenhöhle.

Oder einfach Tinas Lädchen …

 

Nachtrag: Kollege Steffelowski erwähnte unten den Kite. Das ist natürlich die bessere Übersetzung für die Ware, die Tina wahrscheinlich feilbietet. Klingt aber nicht so schön 🙂

Fundstücke 67 – Die dünnen Damen

Kürzlich war ich mal wieder im Urlaub an der Ostsee. Wie so oft wurde es beim Kofferpacken etwas hektisch und es kam, wie es kommen musste: Ich habe meine Begleiterin vergessen. Die dicke Dame stand tatsächlich bei mir im Regal – dachte ich zumindest.

Die dicke Dame bei einem früheren Aufenthalt an der Ostsee

Zu meiner großen Überraschung traf ich sie dann jedoch in Travemünde. Sie war mit einer Freundin unterwegs, die sie in der Gruppe „Radikale Clubdiät“ kennengelernt hatte und – was soll ich sagen: Beide Damen hatten es dort übertrieben.

Ist das Kunst, oder kann das weg?

Ich hatte nach unserer Heimkehr ein ernstes Gespräch mit meiner langjährigen Gefährtin und sie hat mir versprochen, mit diesem Unsinn aufzuhören. Auch wird sie sich künftig nicht mehr derartig zur Schau stellen – auch nicht für 550 Euro.

Fundstücke 66 – Fakten über das Sterben

Kürzlich sah ich auf einem kleinen Markt in Köln diese freundliche Warnung, die an einem Stand mit Lederwaren hing:

Ganz abgesehen davon, dass es ein Jammer ist, dass solche Schilder überhaupt nötig sind, finde ich diese Botschaft sehr logisch. Denn wer da klaut, stirbt. Und wer da nicht klaut, auch. Irgendwann auf jeden Fall.

Fundstücke 65: Spaß mit Übersetzern

Schwarzstörche, Küken, NestDer folgende Beitrag ist völlig sinnlos. Ich hatte aber selber so viel Spaß mit der automatischen Übersetzungsmaschine www.deepl.com, dass ich euch daran teilhaben lassen möchte.

Deepl habe ich vor einer Weile kennen und schätzen gelernt. Wenn man englischsprachige Texte übersetzen lässt, ist das Ergebnis wirklich sehr brauchbar. Und auch andere Sprachen kann das Tool. Es kann sogar erkennen, um welche Sprache es sich handelt – zumindest behauptet es das.

Zum Hintergrund: Ich bin ja bekennende Tier-Stalkerin. Seit ca. einem Jahr gucke ich immer mal wieder auf die estnische Seite Looduskalender und beobachte allerlei Getier. Im Moment ist mal wieder Brutzeit und ich erfreue mich täglich an Störchen, Adlern, Staren und was auch immer. Einige Texte auf der Seite sind ins Englische oder sogar ins Deutsche übersetzt, andere versuche ich mit Hilfe eines Übersetzers zu erschließen. So auch diesen Text auf der Seite der Schwarzstörche.

Im letzten Jahr bewohnten dieses Nest die Störche Kati und Karl die, soweit ich mich erinnere, vier Küken großzogen. Schon vor einigen Monaten gab es die Meldung, dass Karl, der ein Ortungsgerät trug, auf dem Heimweg zum Nest irgendwo in Syrien verschwunden ist. Nun weiß man natürlich nicht, ob dem Storch etwas zugestoßen ist oder ob schlicht die Batterien seines Gerätes ausgefallen sind – wünschen wir Karl also einfach das Beste.

Für Kati hätte das ein tristes Frühjahr werden können, doch sie tröstete sich kurzerhand mit Karl II. Pragmatisch und erfolgreich, wie es ihre drei munteren Küken beweisen. Das las sich auf dem Google Übersetzer so:

Die Schwarzstorchkamera funktioniert, die Vögel sind da und die Zuschauer machen weiter.

Das LK Forum ist ein Ort, an dem Sie einen Überblick darüber bekommen, was in diesem und in den vergangenen Jahren im Nest passiert ist. Verschiedene Beobachter haben dort ihre Beobachtungen beschrieben, Bilder und Videos hinzugefügt.

Das drei Jahre alte Ortungsgerät Black Stork Karli empfängt keine Daten mehr vom 29. März 2019, als Karl aus dem Libanon nach Syrien kam.

Es gab jedoch einen zweiten Vater (Karl II.), dessen Alter und Geburtsort wir nicht kennen, im Nest, bevor Kati ankam. Aber ein Jahr zuvor war er zum Nest gegangen, aber dann musste er sich zurückziehen, nachdem Karl angekommen war.

Etwas holprig, aber verständlich und schon besser als letztes Jahr.

Ich hatte mein Glück jedoch zunächst mit Deepl versucht – nicht ahnend, dass diese Übersetzungsmaschine Estnisch gar nicht kann. Das Programm werkelt auch ungerührt drauf los und behauptete:

Jede Kamera muss mit einer Kamera ausgestattet sein, aber sie muss konsistent und nach ihren eigenen Anforderungen eingesetzt werden können.

Ich möchte darauf hinweisen, dass in der Vergangenheit große Verwirrung darüber herrschte, wer für die Kameras verantwortlich sein sollte. In der Zwischenzeit konnten wir eine Lösung für das Problem der Situation der älteren Menschen, der älteren Menschen und der Behinderten finden.

Gleichzeitig ist die Notwendigkeit, dass Karli Mitglied des Europäischen Parlaments sein muss, jedoch nicht bis zum 29. März 2019 nachgewiesen worden, als Karl Mitglied der libanesischen Süriasse war.

Vor allem ist Kati das einzige Land der Welt mit einer besseren Zukunft (Karl II.), und ich glaube nicht, dass dies der richtige Zeitpunkt dafür ist. Ich möchte sagen, dass es meiner Meinung nach eine gute Sache ist, dass wir eine gute Vorstellung davon haben, was in Karli passiert.

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

Grundsätzlich gefiel mir an dieser Interpretation, dass endlich eine Lösung für die Probleme Älterer und Behinderter gefunden wurde. Auch das Karl offensichtlich Karriere gemacht hat und seinen Platz im europäischen Parlament anscheinend gegen einen in der libanesischen Süriasse getauscht hat, ließ mich erfreut lächeln, wenngleich mir das Internet nicht erklären konnte, was eine Süriasse eigentlich ist.

Ich gestehe, dass der Text mich zutiefst verwirrte, und ich sah genauer hin. Das sei Niederländisch, sagte Deepl über den estnischen Text.

Das erweckte natürlich den Spieltrieb in mir und ich probierte ein wenig herum. Estnisch und niederländisch, das funktioniert offensichtlich nicht, aber was ist mit Russisch? Manuell umstellen, ausprobieren. Nix. Oder zumindest nichts Lesbares. Aber Polnisch, das gab zumindest zwei perfekt übersetzte Absätze. Ich zitiere:

In jeder Hinsicht möchte ich dem Berichterstatter für seine ausgezeichnete Arbeit danken. Tatsächlich ist es oft so, dass die Dichtung beschädigt oder beschädigt wurde, oder dass sie beschädigt wurde, oder dass sie beschädigt wurde, oder dass sie beschädigt wurde, oder dass sie beschädigt wurde oder verloren ging, oder dass sie beschädigt wurde oder verloren ging.

Es war ein Pessimist und emailliert von Kati Saabumist oder einer gleichnamigen Frau (Karl II.), einer Frau aus eigenem Antrieb. Ich möchte dem Berichterstatter für seine ausgezeichnete Arbeit danken, und ich möchte ihm für seine ausgezeichnete Arbeit danken.

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

So geht also Polnisch. Und ich weiß jetzt endlich, dass die Störchin Kati eine Frau aus eigenem Antrieb ist. Und ich habe verstanden, was mit den Reden von Edmund Stoiber damals immer schief gegangen ist.

Fundstücke 64: saufie saufie

Mal wieder fielen mir ein paar Schilder auf, die einen in eine Kneipe locken sollten. Und, was soll ich sagen – auffällig waren sie ja. Aber irgendwie weiß ich es auch nicht recht – ich fand die albern. Vielleicht auch ganz niedlich. Guckt selber: Zuerst eine Anleitung, wie man herausfindet, ob geöffnet ist …

Kneipenschild, Norderney

Nun gut – das haben wir verstanden. Aber keine Sorge, es geht noch schlimmer. Man kann in diesem Etablissemang nämlich auch noch Fußball gucken. Leider, leider …

Kneipenschild, Norderney

Nun ja. Uns hat das nicht so inspiriert. Wir haben anderswo saufie gemacht. Moderat natürlich. Aber auch auf Norderney …

Fundstücke 63: Werbung aus der Hölle

Franken WC, BonnAuf diese Perle des Marketings machte mich mein guter Freund Harry aufmerksam: Es gibt ja Werbung, die ist wirklich schauderhaft. Ob das jemand lustig findet oder ob genau die schauerliche Wirkung beabsichtigt ist, kann ich mir manchmal nicht erklären.

Mobiltoiletten sind ja eine sehr nützliche Erfindung. Ich denke, niemand benutzt sie wirklich gerne, aber besser, als sich in die Büsche zu schlagen, sind sie allemal. Allerdings …

Die Werbung dieses Toilettenanbieters bringt es sicherlich fertig, das jeder Mensch, der ein solches Häusel nutzt, sich dabei unwohl fühlt. Denn was geschieht nun mit seinem Geschäft? Fragen Sie Franken WC:

Fundstücke 62: Selbstverständlichkeiten

Kürzlich musste ich feststellen, dass die Leute, die für den Frankfurter Dom zuständig sind, es auch nicht leicht haben. Anscheinend werden Gesangbücher geklaut – und zwar von Menschen aller Kulturkreise:

Das nächste Schild fand ich noch frustrierender: Gibt es denn wirklich Barbaren, die das Weihwasser im Dom aussaufen oder sich darin waschen? Diese Welt ist ein Jammertal …

Fundstück 60: Meine Gehgewohnheiten

Kennt ihr das auch, dass euch Dinge, die ihr ganz routiniert erledigt, plötzlich schwer fallen, weil ihr anfangt, darüber nachzudenken? Beim Essen: Nur nicht kleckern – und schon macht es platsch. Oder beim Schreiben – kaum denkt man über den Rhythmus nach, wird er zum Rüttmuss. Mir zumindest geht es oft so, dass ich im Modus „Autopilot“ deutlich besser unterwegs bin als bei vollem Bewusstsein.

Seit einigen Tagen kann ich nun nicht mehr richtig laufen. Das System ist gestört. Schuld daran ist mein Arbeitgeber: Der kümmert sich nämlich stets besorgt und pflichtbewusst darum, dass mir die Gefahren des Alltags nicht entfallen. „Sicherheitsschulungen“ nennt sich das und kommt jedes Jahr auf’s Neue dran. Da lernt man dann, wie man den Schreibtischstuhl richtig einzustellen hat, dass man nicht zu schnell Auto fahren soll (isch abe noch immer kein Auto, muss das aber trotzdem immer machen), dass man nicht auf Stühle klettern soll und dass man bei Gefahr im Verzug sofort seinem Vorgesetzen Bescheid sagen soll. Ich finde ja, dass ich eine herumliegende Bananenschale auch gut selber aufheben könnte, aber ich bitte auch gerne meine Chefin darum. Soweit, so gut.

Jahr für Jahr aber bringt mich die Schulung „sicheres Gehen“ völlig aus dem Konzept. Gut, ich verstehe noch, dass man nicht mit den Händen in den Taschen auf Stöckelschuhen die Treppe herunterrennen soll – das wäre ja wirklich grob fahrlässig. Aber das eigene Gehen zu analysieren nimmt mir die Sicherheit. Denn eigentlich latsche ich da immer einfach so lang – so wie man das halt so macht. Ich denke da ungern drüber nach. Aber gerade das soll ich tun:

GehgewohnheitenDas mit der Ablenkung, das kann schon mal sein. Man schwätzt ja mal, guckt dumm in der Gegend herum oder macht sonst irgendetwas Ablenkendes. Aber diese erste Frage – ich weiß nicht. Hebe ich meine Füße wirklich vom Boden ab? Ich nehme es an, denn wie soll man das denn sonst machen? Es beschleunigt das Vorankommen doch ungemein, wenn man das tut. Natürlich habe ich das Laufen – nur aufgrund dieser Frage – auch mal ohne das Abheben der Füße probiert, aber das ging nicht gut und sah auch komisch aus. Zumindest haben mich die Umstehenden so angesehen, als sähe es komisch aus. Ich habe den Test dann etwas abgemildert und bin geschlurft wie ein Kind in zu großen Gummistiefeln, aber das war auch nichts.

Nachdem ich mir nun also tagelang auf die Füße geguckt habe und dabei vor acht Laternen, drei alte Omas (eine davon mit Rollator) und eine Litfasssäule gelaufen bin, denke ich, ich kann die erste Frage mit „Ja“ bestätigen. Ja, wenn ich einfach so gehe, wie man es eben tut, hebe ich meine Füße vom Boden ab. Auch meine anderen Gehgewohnheiten habe ich hinterfragt, kam hier aber zu keinem Ergebnis. Vielleicht kann man ja bei dieser Frage im nächsten Jahr etwas konketer werden.

Fundstück 59: Liebe(s) Grüße aus Göttingen

Briefkasten in Göttingen

Wie schon erwähnt war ich im Frühjahr mit meiner Schwester in Göttingen. Dort sah ich einen Briefkasten mit einer sehr netten Aufschrift, den ich fotografierte. Der Hintergrund war schäbbig – fiese graue Wand, fieser Zaun. ‚Da kannst’e trotzdem nochmal was draus machen‘, dachte ich. Ich legte das Bld auf meine Festplatte und vergaß es.

Dann sah ich heute diesen Blogbeitrag auf dem Blog „Glück der kleinen Dinge“: Da steht doch genau so ein Briefkasten auch in Münster, beschriftet in genau der gleichen Schrift! Das finde ich ja wirklich besonders schön: Da läuft eine gute Fee durch Deutschland und erinnert die Menschen daran, mehr Liebesbriefe zu schreiben. Sowas Nettes …

Nachtrag: Inzwischen habe ich gelernt, dass es Aufkleber mit dieser Aufschrift gibt. Das ist einesteils ernüchternd, auf der anderen Seite aber auch beruhigend. Denn stellt euch vor, die Liebenden dieser Welt hätten nur eine gute Fee, die sie zum Briefeschreiben ermutigt – das wäre doch viel zu wenig!