Fundstücke 64: saufie saufie

Mal wieder fielen mir ein paar Schilder auf, die einen in eine Kneipe locken sollten. Und, was soll ich sagen – auffällig waren sie ja. Aber irgendwie weiß ich es auch nicht recht – ich fand die albern. Vielleicht auch ganz niedlich. Guckt selber: Zuerst eine Anleitung, wie man herausfindet, ob geöffnet ist …

Kneipenschild, Norderney

Nun gut – das haben wir verstanden. Aber keine Sorge, es geht noch schlimmer. Man kann in diesem Etablissemang nämlich auch noch Fußball gucken. Leider, leider …

Kneipenschild, Norderney

Nun ja. Uns hat das nicht so inspiriert. Wir haben anderswo saufie gemacht. Moderat natürlich. Aber auch auf Norderney …

Fundstücke 63: Werbung aus der Hölle

Franken WC, BonnAuf diese Perle des Marketings machte mich mein guter Freund Harry aufmerksam: Es gibt ja Werbung, die ist wirklich schauderhaft. Ob das jemand lustig findet oder ob genau die schauerliche Wirkung beabsichtigt ist, kann ich mir manchmal nicht erklären.

Mobiltoiletten sind ja eine sehr nützliche Erfindung. Ich denke, niemand benutzt sie wirklich gerne, aber besser, als sich in die Büsche zu schlagen, sind sie allemal. Allerdings …

Die Werbung dieses Toilettenanbieters bringt es sicherlich fertig, das jeder Mensch, der ein solches Häusel nutzt, sich dabei unwohl fühlt. Denn was geschieht nun mit seinem Geschäft? Fragen Sie Franken WC:

Fundstücke 62: Selbstverständlichkeiten

Kürzlich musste ich feststellen, dass die Leute, die für den Frankfurter Dom zuständig sind, es auch nicht leicht haben. Anscheinend werden Gesangbücher geklaut – und zwar von Menschen aller Kulturkreise:

Das nächste Schild fand ich noch frustrierender: Gibt es denn wirklich Barbaren, die das Weihwasser im Dom aussaufen oder sich darin waschen? Diese Welt ist ein Jammertal …

Fundstück 60: Meine Gehgewohnheiten

Kennt ihr das auch, dass euch Dinge, die ihr ganz routiniert erledigt, plötzlich schwer fallen, weil ihr anfangt, darüber nachzudenken? Beim Essen: Nur nicht kleckern – und schon macht es platsch. Oder beim Schreiben – kaum denkt man über den Rhythmus nach, wird er zum Rüttmuss. Mir zumindest geht es oft so, dass ich im Modus „Autopilot“ deutlich besser unterwegs bin als bei vollem Bewusstsein.

Seit einigen Tagen kann ich nun nicht mehr richtig laufen. Das System ist gestört. Schuld daran ist mein Arbeitgeber: Der kümmert sich nämlich stets besorgt und pflichtbewusst darum, dass mir die Gefahren des Alltags nicht entfallen. „Sicherheitsschulungen“ nennt sich das und kommt jedes Jahr auf’s Neue dran. Da lernt man dann, wie man den Schreibtischstuhl richtig einzustellen hat, dass man nicht zu schnell Auto fahren soll (isch abe noch immer kein Auto, muss das aber trotzdem immer machen), dass man nicht auf Stühle klettern soll und dass man bei Gefahr im Verzug sofort seinem Vorgesetzen Bescheid sagen soll. Ich finde ja, dass ich eine herumliegende Bananenschale auch gut selber aufheben könnte, aber ich bitte auch gerne meine Chefin darum. Soweit, so gut.

Jahr für Jahr aber bringt mich die Schulung „sicheres Gehen“ völlig aus dem Konzept. Gut, ich verstehe noch, dass man nicht mit den Händen in den Taschen auf Stöckelschuhen die Treppe herunterrennen soll – das wäre ja wirklich grob fahrlässig. Aber das eigene Gehen zu analysieren nimmt mir die Sicherheit. Denn eigentlich latsche ich da immer einfach so lang – so wie man das halt so macht. Ich denke da ungern drüber nach. Aber gerade das soll ich tun:

GehgewohnheitenDas mit der Ablenkung, das kann schon mal sein. Man schwätzt ja mal, guckt dumm in der Gegend herum oder macht sonst irgendetwas Ablenkendes. Aber diese erste Frage – ich weiß nicht. Hebe ich meine Füße wirklich vom Boden ab? Ich nehme es an, denn wie soll man das denn sonst machen? Es beschleunigt das Vorankommen doch ungemein, wenn man das tut. Natürlich habe ich das Laufen – nur aufgrund dieser Frage – auch mal ohne das Abheben der Füße probiert, aber das ging nicht gut und sah auch komisch aus. Zumindest haben mich die Umstehenden so angesehen, als sähe es komisch aus. Ich habe den Test dann etwas abgemildert und bin geschlurft wie ein Kind in zu großen Gummistiefeln, aber das war auch nichts.

Nachdem ich mir nun also tagelang auf die Füße geguckt habe und dabei vor acht Laternen, drei alte Omas (eine davon mit Rollator) und eine Litfasssäule gelaufen bin, denke ich, ich kann die erste Frage mit „Ja“ bestätigen. Ja, wenn ich einfach so gehe, wie man es eben tut, hebe ich meine Füße vom Boden ab. Auch meine anderen Gehgewohnheiten habe ich hinterfragt, kam hier aber zu keinem Ergebnis. Vielleicht kann man ja bei dieser Frage im nächsten Jahr etwas konketer werden.

Fundstück 59: Liebe(s) Grüße aus Göttingen

Briefkasten in Göttingen

Wie schon erwähnt war ich im Frühjahr mit meiner Schwester in Göttingen. Dort sah ich einen Briefkasten mit einer sehr netten Aufschrift, den ich fotografierte. Der Hintergrund war schäbbig – fiese graue Wand, fieser Zaun. ‚Da kannst’e trotzdem nochmal was draus machen‘, dachte ich. Ich legte das Bld auf meine Festplatte und vergaß es.

Dann sah ich heute diesen Blogbeitrag auf dem Blog „Glück der kleinen Dinge“: Da steht doch genau so ein Briefkasten auch in Münster, beschriftet in genau der gleichen Schrift! Das finde ich ja wirklich besonders schön: Da läuft eine gute Fee durch Deutschland und erinnert die Menschen daran, mehr Liebesbriefe zu schreiben. Sowas Nettes …

Nachtrag: Inzwischen habe ich gelernt, dass es Aufkleber mit dieser Aufschrift gibt. Das ist einesteils ernüchternd, auf der anderen Seite aber auch beruhigend. Denn stellt euch vor, die Liebenden dieser Welt hätten nur eine gute Fee, die sie zum Briefeschreiben ermutigt – das wäre doch viel zu wenig!

Fundstücke 58: Keine Trennung erforderlich

Toleranz beweist die Firma Berentzen in Haselünne: Wenn man bei denen zum Klo muss, darf man dort auch Getränke anderer Marken lassen, nicht nur die hochprozentigen Spirituosen, die dort verkauft werden. Das fand ich sehr beruhigend, auch wenn ich diesen Service dort nicht in Anspruch nehmen musste.

Fundstücke 57: Déjà-vu

Da mich ein grauslicher Infekt komplett von den Füßen gerissen hat, gibt es heute nur ein kleines Fundstück aus Wien: Über diesen Laden grübelten die ewige Antje und ich eine Weile nach. Was mochte hier verkauft werden?

Ein kurzer Check des Schaufensters brachte Gewissheit: Dies war ein simpler Second-Hand-Shop, im Volksmund auch „Gebrauchtwarenladen“ genannt. Nun, wichtig ist, was man draus macht …

Fundstücke 56: vorher oder nachher?

Manchmal weiß man bei Werbung einfach nicht, was einem die dargestellten Bilder sagen sollen: Dieses Schild eines Frisörs brachte mich wirklich ins Grübeln. Sind die dargestellten Personen Beispiele für vorher oder nachher, soll heißen, waren die schon beim Frisör oder wollen die noch hin? Ist dieser Frisörladen vielleicht spezialisiert auf Retro-Schnitte und Maskenbildnerei? Oder sind diese beiden Herrschaften gar die Ladeninhaber, die dort die Schere schwingen? Man weiß es nicht, und ausprobieren möchte ich das auch nicht. Freiwillige vor, bitte!

Schild Frisör