Kleine Flieger

Im Zuge meiner großen Fotowut in den letzten Tagen habe ich auch zwei kleine Flieger erwischt. Ich habe sie ja wirklich nicht gerne in der Wohnung, aber auf irgendwelchen Blättern finde ich sie ausgesprochen fotogen.

Wespen gab es kaum noch, als ich Anfang September mit meiner Schwester unterwegs war. Ich habe sie auch in diesem Sommer nicht so als Plage empfunden wie in den letzten Jahren. Das mag natürlich auch daran liegen, dass ich nicht so viel draußen war.

Septemberblumen

Es ist September und ich habe noch gar keinen Blumenpost für diesen Sommer – fast schon ein Skandal. Nur gut, dass ich so viel draußen war in den letzten Tagen – hier kommen sie also:

Zuerst eine Leeraner Regenrose:

Alle anderen Fotos entstanden im Vogelpark Walsrode, wo die gepflegten Anlagen mir als Blumenfreundin auch allerhand zu bieten hatten. Hier eine Strauch- oder Rispenhortensie, von denen es noch erstaunlich viele gab, die gerade erst anfingen zu blühen:

Rispenhortensie, Strauchhortensie

Als nächstes kommen die Lieblinge meiner Schwester, die im Vogelpark in großen, kunterbunten Beeten wuchsen. Es sieht für mich nach einer Rudbeckien-Mischung aus – zumindest fällt mir nichts anderes dazu ein.

Und wo wir schon gerade bei Lieblingsblumen sind, kommt als nächstes eine gelbe Rose. Das waren die Lieblingsblumen unserer Eltern. Schon der erste Strauß, den unser Vater unserer Mutter mitbrachte, bestand aus gelben Rosen, und das hat er später noch sehr oft wiederholt.

Die Gegend, in der ich geboren wurde, ist bekannt für ihre Vielfalt an Rhododendren und Azaleen. Die Rhodozeit war im September doch vorbei, aber hier und da fanden sich noch einige Azaleen, die mehr zu bieten hatten als verblühte Reste. Hier ein Modell in Flieder:

Die nächste Rose reckte sich aus einer als Bauerngarten angelegten Anlage frech durch die Hecke. Sie schien mich geradezu anzuschreien, ich möge sie fotografieren, soll heißen, sie schlug mir vor den Bauch. Manche sind wirklich nicht zu bremsen …

Und zuletzt noch etwas, von dem ich gar nicht weiß, was es eigentlich ist. Wahrscheinlich nix Besonderes und auch schon halb verblüht. Dafür aber noch mit Morgentau bedeckt und irgendwie freundlich. In der Bildbeschreibung steht jetzt einfach „Blume“.

Ich wünsche euch allen einen schönen letzten Septembertag – macht es euch nett!

Besuch in Leer

„In Aurich ist’s schaurig, und in Leer noch viel mehr!“ Jeder, der in meiner Ecke aufgewachsen ist, kennt diesen dummen Spruch. Zumindest, was Leer angeht, kann ich das allerdings nicht bestätigen. Ich fahre mit meiner Schwester immer gerne in eine der kleinen ostfriesischen Städtchen und dieses Mal stand das an Ems und Leda gelegene Leer auf unserer Route. Und eines war tatsächlich so wie fast immer: Ostfriesland erwartete uns mit echtem norddeutschem Schietwetter. Darauf gab es erst mal einen Tee – schließlich ist Leer eine Teestadt (im Hintergrund der freundlichen Statue sieht man das Stammhaus der Firma Bünting). Dazu verschnabulierte ich einen der besten Apfelkuchen, die ich je hatte: mit Schmand und Walnüssen.

Teestadt Leer

Es war schwül und nieselte eine ganze Weile etwas unmotiviert vor sich hin – zu wenig, um reinzugehen, aber zu viel, um ganz entspannt draußen herumzulaufen. Wir machten also erst mal einen Stadtbummel, gingen in wenige Geschäfte und liefen durch die niedliche kleine Altstadt – unter anderem vorbei an dem Restaurant, in dem meinem ewig hungrigen Neffen einmal ganze 14 Pommes zu seiner Currywurst serviert wurden. Er war so empört darüber, dass uns diese Episode wohl ewig im Gedächtnis bleiben wird.

Altstadt in Leer

Gerade rechtzeitig entschlossen wir uns zu einer weiteren Einkehr und wählten einen Platz unter einem großen Schirm. Kaum saßen wir, beschloss der Wettergott, dass das sachte Gefiesel uns, was Wasser angeht, nicht so recht weiterbringt, und der Himmel öffnete alle Schleusen. Es regnete, dass es nur so spritzte. Danach war es dann aber auch gut, der Himmel riss auf und wir zogen weiter in Richtung Hafen. Leer hat eine sehr schöne Uferpromenade entlang des Museumshafens, an der man spazieren gehen, auf Bänkchen sitzen, eine Rundfahrt machen und Boote beobachten kann. Besonders gefiel uns das winzige Böötchen mit dem Namen „Kerlke“: ganz klein, aber doch alles dran.

Hafen in Leer

Es war ein entspannter Tag im hübschen Leer, der uns ganz zum Schluss sogar noch ein wenig Sonne gönnte. Ich habe an meiner Lust am Fotografieren gemerkt, dass ich dieses Jahr noch viel zu wenig unterwegs war – Corona sei Dank. Ich habe deshalb auch noch eine rosa Rose für euch, denn auf Regen folgt Sonne.

Rose

Besuch im Vogelpark Walsrode

Nach langen Corona-Monaten habe ich es gewagt, wenig frequentierte Züge ausgesucht und mal wieder meine wunderbare Schwester nebst Familie besucht. Aus einer plötzlichen Idee heraus beschlossen wir, wieder einmal den Vogelpark in Walsrode zu besuchen. Da waren wir zuletzt 1982 – da war ich süße 12. Ich hatte gute Erinnerungen an den Park, und gut war es auch dieses Mal. Da es sehr leer war – man musste die Karten vorbestellen und es sind auch keine Ferien mehr – konnte ich viele schöne Fotos machen, die ich in GIFs verpackt habe, um ein paar mehr zeigen zu können.

Vögel: Störche, nchuhschnabel, Pelikan, Eule

Charakterköpfe: Störche, Schuhschnabel, Pelikan, Eule

Wir kamen vormittags am Park an und genossen zunächst einmal die frische, feuchte Luft. Die Anlage ist eingebettet in einen Wald und wirklich schön gelegen. Um sie zu erreichen, muss man vom Parkplatz aus über eine Brücle laufen – das hatte ich gar nicht mehr gewusst. Am Eingang bekamen wir einen Parkplan, der wirklich sehr übersichtlich war, was ja leider nicht überall der Fall ist. Wir hielten uns brav an den Rundgang und wackelten los. Relativ weit vorne gibt es eine kleine Pinguinanlage.

Pinguine

Überall im Park verteilt traf man auf verschiedene Arten von Pelikanen. Ich mag ja diese großen, würdevollen Vögel, und einige von ihnen schienen tatsächlich die Parkbewohner zu mögen: Sie drehten sich geradezu in Position, um fotografiert zu werden. Schnabel auf, Schnabel zu, rechts, links, Bein strecken, mit den Flügeln schlagen, bisschen schwimmen. Ich tat ihnen den Gefallen und knipste viel.

Pelikane

Ebenfalls verteilt auf mehrere großzügige Anlagen fanden sich diverse Flamingos. Ihr Federkleid war unterschiedlich gefärbt, von zartrosé oder fast weiß bis hin zu einem kräftigen Orange. Das ist wohl auch stark davon abhängig, was die Vögel hauptsächlich fressen – zumindest wurde es auf einer der Tafeln so erklärt. Wahrscheinlich vertragen sie keine Rote Beete, ansonsten könnte das ein interessantes Bild geben.

Flamingos

Wir schlenderten gemächlich durch den Park. Es gibt überall genügend Bänke, Kioske, Sanitäranlagen und was auch immer man sich wünscht. Auffällig ist, dass die Gebäude alle sehr liebevoll gestaltet sind und sich schön ins Gesamtbild einfügen. Freianlagen für große Vögel wechseln sich mit kleineren Käfigen für teilweise winzige Vögelchen ab, es gibt große Freiflughallen und verschiedene Häuser für Exoten. In einer der Hallen machte ich die Bekanntschaft einer Henne – nach Google-Recherche wohl eine Straußwachtel. Diese suchte eindeutig Kontakt, und das auch noch, nachdem sie begriffen hatte, dass von mir außer guten Worten nichts zu erwarten war. Kein Futter, kein nix. Sie latschte gemütlich mit mir mit, wartete, wenn ich stehen blieb und zeigte mir ihr Reich. Wir mochten einander.

Hühnervögel, Straußwachtel, roter Sichler, rosa Löffler

verschiedene Hühnervögel, Straußwachtel, roter Sichler, rosa Löffler

Auch allerhand Exoten gab es natürlich zu bestaunen. Die flinken, winzigen Kolibris haben ein eigenes Haus, ließen sich aber nicht von mir knipsen. Die Aras und Papageien machten ein Mordsgetöse, die Keas hüpften neugierig ans Gitter und wollten Freundschaft schließen. Allerdings wurde an einigen Gehegen ausdrücklich davor gewarnt, zu nah ranzugehen, weil einige der freundlich wirkenden Gesellen wohl auf das Brechen von Fingerknochen und das Anhacken von neugierigen Nasen spezialisiert sind. Auch hier hielten wir also brav Abstand. Trotzdem knipste ich eine bunte Mischung von bunten Südländern, habe mir aber nicht genau notiert, wie die jeweils hießen.

Tukan, Hornvogel, Kuckuck

Exoten: Auf jeden Fall dabei ein Tukan, Hornvogel und Kuckuck

Es war ein wunderschöner, entspannter Tag im Vogelpark. Ein bisschen habe ich bedauert, dass ich kein Kind mehr bin, denn genauso liebevoll wie die ganze Anlage sind auch die Spielplätze gestaltet. Es gibt unter anderem einen Wasserspielplatz, eine „Baumhauswelt“ und einen wirklich tollen Abenteuerspielplatz mit Türmen, Rutschen und Seilbahnen – toll. Da hätte ich früher bestimmt gerne gespielt.

Auch noch wichtig: Der Park scheint weitestgehend barrierefrei zu sein. Zwar hatten wir dieses Mal niemanden im Rollstuhl dabei, sodass man es nicht Schritt für Schritt selber nachvollziehen konnte, aber es waren allerhand Rollifahrer selbständig unterwegs. Bei einigen Brücken – unter anderem der zum Eingang – ist es sicher gut, wenn jemand anschiebt, aber mir fielen keine Stellen auf, an denen der Zugang nicht möglich erschien.

Ach ja, eines noch: Mit 24 Euro ist der Eintritt nicht unbedingt ein Schnäppchen. Ich finde aber, dass es sich lohnt, diesen Eintritt für den weltgrößten Vogelpark zu bezahlen.

Heute vor 90 Jahren …

… wurde mein Papa geboren. Er war der Sohn von Hedwig Margarethe und Carl Anton.

Er war der große Bruder der Zwillinge Magda Anna und Hans Dietrich.

Er lernte Schmied, war mit Leib und Seele Lokführer und betrieb im Nebenberuf einen Feuerlöscher-Kundendienst. Wenn er bastelte, wurde es sehr, sehr laut.

Er heiratete, wurde einige Jahre später Witwer, fand die Frau im roten Kleid und wagte es noch einmal.

Er wurde Vater zweier Töchter (links meine wunderbare Schwester).

Er hat für sein Leben gerne Quatsch gemacht und viel gelacht …

…sogar, wenn es gar nicht so viel zu lachen gab. Doch als Großvater gab er nochmal alles.

Und das war seine Lebenseinstellung:

Vor 18 Jahren war sein Weg zuende. Doch er hat uns viel mitgegeben. Unter anderem wunderbare Erinnerungen.

Ausgeflogen!

Corona sei Dank haben sich die Meisen auf meinem Balkon nicht nur an meine Anwesenheit gewöhnt. Ich hatte auch das Glück, dass ich den Ausflug der Meisenküken beobachten konnte. Eines am Donnerstag Abend, zwei am Freitag. Ob es noch mehr waren, weiß ich leider nicht. Eventuell habe ich welche verpasst.

Das Donnerstags-Vögelchen fiel mir auf, weil es sich eine ganze Weile an meinem Insektenschutz festklammerte, bevor es sich todesmutig vom Balkon stürzte. Immerhin vom sechsten Stock aus – hoffentlich hat es sich nicht weh getan.

Vöglein Nummer zwei purzelte aus dem Kasten, segelte besoffen direkt an meinem Fenster vorbei, flatterte auf meine Fensterbank und guckte mich durch die Scheibe hindurch neugierig an. Ich glotzte natürlich zurück. Die Fotos sind leider unscharf, ich mochte nicht so nah rangehen. Außerdem sind die Scheiben dreckig.

Gerade, als ich mich von meiner Verblüffung erholt und die Handykamera vernünftig im Anschlag hatte, drehte es sich um und guckte woanders hin – so wird das nichts mit der Topmodelkarriere. Dann flatterte es davon, ditschte ein, zwei Mal an die Balkonbrüstung, überwand diese schließlich und verschwand.

Vögelchen dreht sich um

Nummer drei schließlich schielte nur kurz aus dem Kasten, schwang sich über die Balkonbrüstung und taumelte dem Leben entgegen – hoffentlich. Nachbars Katze schlich ebenfalls umher, ich hoffe, sie war ordentlich satt.

Seitdem die Fütterungszeit vorbei ist, ist es deutlich ruhiger auf dem Balkon. Meisen und Spatzen leben wieder in freidlicher Ko-Existenz, nachdem der Meiserich in den zwei Tagen vor dem Ausflug wie ein Berserker auf jeden Spatz losging, der sich an den Futterständer wagte. So entschlossen, wie Papa Meise zu Werke ging, hätte er es wohl auch mit einer Krähe aufgenommen.

Jetzt wird wieder friedlich gepickt und emsig gebalzt, so dass ich auf eine zweite Brut hoffe. Und das letzte Foto, unscharf und durch die fleckige Scheibe geknipst wie die anderen auch, zeigt einmal, wie groß so ein ausgeklappter Meisenflügel werden kann. Das war ein Zufallstreffer.

Startende Meise

Ein Wochenende in Fulda

„Fulda? Was wollt ihr denn in Fulda?“ So verständnislos klang der Kollege, der, aufgewachsen in der Nähe dieser kleinen Stadt, erst einmal keinen Sinn in dem von Kerstin und mir gewählten Wochenendziel sah. Das hielt ihn aber nicht davon ab, uns emsig Vorschläge zu machen für Hotels, Restaurants und Ziele in der Stadt. Dermaßen sehr gut mit Insights versorgt, starteten Kerstin und ich als am späten Donnerstag Nachmittag in unser Abenteuer Fulda. Kerstin reiste per ICE an, ich fuhr gemütlich mit dem Bummelzug. Kaffeesieren stand natürlich auch auf dem Plan.

Wir hatten uns für das große Esperanto-Hotel direkt am Bahnhof entschieden. Zum einen sollte es dort gute Restaurants geben, außerdem war alles Wichtige zu Fuß erreichbar. Und, für uns auch nicht unwichtig, große Hotels sind oft barrierefreier als kleine Pensionen. Kerstin bekam also ein rolligerechtes Zimmer und ich ein Einzelzimmer direkt daneben.

Am Ende des Wochenendes wusste ich wieder, warum ich nur mit grundsätzlich optimistischen Leuten in den Urlaub fahre. Denn die ewig positive Kerstin erläuterte mir, dass das Wetter „So mittel“ gewesen sei. Schließlich hätte es NOCH mehr regnen können. Und sie hatte Recht: Es war zwar das ganze Wochenende über grau und regnerisch, richtig nass wurden wir aber nicht – mal abgesehen vom hoteleigenen Solebad.

Nachdem wir die ganz dicken Regenschauer am Freitag abgewartt hatten, machten wir uns auf zum Schloss. Dort wurde gerade umgebaut, die Außenanlagen samt Innenhof waren ziemlich umgewühlt. Man war sehr bemüht um uns, erläuterte uns ausführlich, wo der Lift sei, welche Ebenen wir problemlos angucken könnten und was uns dort alles erwartete. Das Schöne am Fuldaer Schloss ist, dass es tatsächlich genutzt wird: Es dient nicht nur als Rathaus, sondern auch als Veranstaltungsort. Dementsprechend war dort alles gut in Schuss und es liefen nicht nur Touristen darin herum, sondern auch Menschen, die ganz normalen Verrichtungen nachgingen.

Man hatte Kerstin und mich telefonisch angekündigt, was bedeutete, dass eine nette Dame uns im ersten Stock in Empfang nahm und uns beinahe eine Führung angedeihen ließ. Besonderes Augenmerk sollten wir auf die Porzellansammlung legen. In meinen Augen war das eine ziemliche Ansammlung von Scheußlichkeiten, aber das mochte ich nicht so offen sagen. Schöner fand ich die großen Säle und Hochzeitszimmer. Einen netten Hausmeister lernten wir auch noch kennen, denn als wir die ehrwürdigen Hallen verlassen wollten, hatte der Lift seinen Dienst quittiert.

Am nächsten Tag stand der Dom auf unserem Kulturprogramm. Ich hatte nämlich gelesen, dass es dort an jedem Samstag eine Orgelmatinee geben sollte. Wir zuckelten also zeitig los, denn wir wollten den Dom ausgiebig angucken, bevor das Georgel losging.

Zu unserer Verblüffung stolperten wir direkt in einen Gottestdienst, mit Chor, Bischof und großem Personalaufgebot. Das war so nicht geplant und für uns auch nicht ersichtlich, weil wir uns ja mal wieder unseren Weg ins Gebäude suchen mussten, um die Stufen zu vermeiden. Wir schlüpften also seitlich in den sehr schönen Dom und merkten erst, dass dort mehr los war als nur eine Chorprobe, als wir schon mitten drin waren. Wir dückten uns also leise in die Ecke und warteten ab. Später erfuhren wir, dass das ein sogenannter Aussendungsgottestdienst gewesen war – aha. Wir lernten, dass man dafür sehr viel Weihrauch benötigt.

Die Orgel kann wirklich was. Der Link führt zu einem Stück von Bach, gespielt auf diesem Instrument.

Die anschließende Orgelmatinee fand ich recht beeindruckend. Die Orgel, gespielt vom Gastorganisten Fabien Chabrot, hat einen enormen Klang und durfte auch mal so richtig zeigen, was sie kann. Man spürte die Schwingungen durch den Boden und das Gestühl – toll.

Die späteren Nachmittage und den Abend verbrachten wir jeweils im Hotel. Auch in der Wellness-Anlage lernten wir einen netten Hausmeister kennen, denn auch hier bockte der Lift. Dann aber badeten wir uns schön und gingen anschließend in jedem der drei Hotelrestaurants einmal essen, um diese Pracht zu erhalten. Dass es auch noch eine Cocktailbar gab, verbuchten wir ebenfalls als Plus.

Alles in allem war es ein tolles, entspanntes Wochenende, wenngleich Fulda es einem nicht immer leicht macht, was die Barrierefreiheit angeht. Das ist leider oft so in alten Städten: Viele Lokale haben Stufen vor der Tür, die mit einem Elektrorollstuhl einfach nicht zu bewältigen sind. Zum Glück gab es immer Alternativen, als Wohnsitz wählen wird Kerstin dieses Städtchen aber sicherlich nicht.

Im Rosengarten

Jo, nu is Herbst. Ging ganz plötzlich. Und ich habe noch gar nicht genug Rosen gepostet 😦

Bei Planten und Blomen in Hamburg habe ich den Rosengarten ja sogar verpasst. Das heißt aber nicht, dass der Blog in diesem Jahr leer ausgeht, was diese schönen Blumen angeht – im Gegenteil!

Wir waren ja schon im Mai im Palmengarten und auch da blühte so allerhand an Rosen. Wie immer begeistert mich die Farbvielfalt dieser schönen Blumen und ich habe versucht, möglichst verschiedene zu erwischen.

Gelernt habe ich dazu kürzlich auch was: Es gibt gefüllte und ungefüllte Blüten. Gut, das war mir nicht neu. Ein gefülltes Exemplar in einer tollen Farbe haben wir hier:

Die ist wunderschön, doch wenn man neue Rosen pflanzt, sollte man doch über ungefüllte Sorten nachdenken, denn mit denen tun sich die Bienen leichter. Ergibt Sinn für mich – und wohl auch für dieses kleine Pelztierchen hier:

Die Lieblingsrosen meiner Eltern waren allerdings immer gelb. Immer, wenn es etwas zu feiern gab, brachte mein Vater gelbe Rosen mit. Gerne kombiniert mit etwas Lila …

Und diese letzte Rose ist in dieser Serie mein Liebling, obwohl sie eigentlich nicht perfekt ist und schon ein ganz bisschen „alt“ aussieht. Aber ich finde, sie hat Charakter.

Und dann hat meine Schwester noch so etwas Kleines im Garten. „Bodendeckerrosen“ nannten sich die vorwitzigen gelben Röschen, als sie noch im Laden standen und keine Ahnung vom nahrhaften Moorhausener Boden hatten. Denn dort vergaßen sie das Bodendecken ganz schnell und reckten sich mutig der Sonne entgegen!

Ende der Brutsaison

Wie im letzten Jahr habe ich ab dem Frühjahr einigen Vögeln beim Brüten zugeguckt. Natürlich gemütlich vom Sofa aus. Es gab auf der Seite http://www.looduskalender.de wieder Schwarzstörche zu sehen, außerdem diverse Adlerarten, lautstarke Reiher und noch so allerhand. Schon im letzten Jahr hatte ich ja ein Adlernest beobachtet, dieses wurde in diesem Jahhr jedoch nicht wieder besetzt.

Stattdessen hatte man einen großartigen Blick auf das Fischadlernest eines ganz jungen Paares – Marko und Miina. Die beiden brüteten anscheinend das erste Mal und wirkten anfangs etwas unsicher und hektisch. Doch aus ihren Eiern schlüpften zwei niedliche kleine Küken und ich hatte das Glück, an einem frühen Morgen Anfang Juni zusehen zu können, wie die beiden erwachsenen Vögel sich ihrem gerade geschlüpften Küken ganz vorsichtig und wie staunend näherten. Küken zwei schlüpfte am gleichen Tag aus seinem Ei und beide wuchsen gut heran.

Leider schaffte es jedoch nur eines der beiden Küken. Das andere fiel bei einer Habichtsattacke aus dem Nest – unglücklicherweise wenige Tage, bevor es richtig fliegen konnte. Zuerst bestand noch die Hoffnung, dass es sich flatternd oder gleitend irgendwie retten konnte und auch die Altvögel schienen es eine Weile zu suchen, es tauchte aber nicht wieder auf.

Nun ja. So ist die Natur. Das zweite Küken, ein Adlermädchen, dass den Namen Juuli bekam, brach wenige Tage später zu kurzen Rundflügen auf, wurde dann immer seltener am Nest gesehen und verabschiedete sich schließlich gänzlich in die Selbständigkeit. Ich wünsche ihm viel Glück!

Und weil ich ja immer gerne herumspiele und bastle, habe ich mich wieder an einem Film versucht. Die „Aufnahmen“ sind sogenannte „Screen-Recordings“ und die gemafreie Musik bekam ich von der Seite http://www.framtraxx.de – danke dafür.

Von Blumen und Bienen

Zum Glück gibt es sie immer noch, diese kleinen pelzigen Flieger: Honig ist zwar nichts für mich, aber für die Arbeitsleistung, die die Bienen beim Bestäuben verrichten, bin ich ihnen doch sehr dankbar. Hier also vier kleine Krabbler auf bunten Blüten:

Die Biene oben ist übrigens eine echte Hamburger Deern, genau wie die nächste, die sich schon derartig mit Pollen bepudert hat, dass ich nicht mehr sicher war, ob ich eine Biene oder Hummel vor mir hatte.

Dazu gesellt sich eine Frankfurterin, die sich auf etwas Fliederartigem sonnt. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das ein Bild, das mich einfach mal beim Spazierengehen in der Stadt ansprang.

Und zum Schluss noch eine Biene auf Sonnenhut – das Bild habe ich tatsächlich schon mal verwendet, nur etwas andere zugeschnitten (mit mehr „Gegend“ drumherum“).