Im Rosengarten

Jo, nu is Herbst. Ging ganz plötzlich. Und ich habe noch gar nicht genug Rosen gepostet 😦

Bei Planten und Blomen in Hamburg habe ich den Rosengarten ja sogar verpasst. Das heißt aber nicht, dass der Blog in diesem Jahr leer ausgeht, was diese schönen Blumen angeht – im Gegenteil!

Wir waren ja schon im Mai im Palmengarten und auch da blühte so allerhand an Rosen. Wie immer begeistert mich die Farbvielfalt dieser schönen Blumen und ich habe versucht, möglichst verschiedene zu erwischen.

Gelernt habe ich dazu kürzlich auch was: Es gibt gefüllte und ungefüllte Blüten. Gut, das war mir nicht neu. Ein gefülltes Exemplar in einer tollen Farbe haben wir hier:

Die ist wunderschön, doch wenn man neue Rosen pflanzt, sollte man doch über ungefüllte Sorten nachdenken, denn mit denen tun sich die Bienen leichter. Ergibt Sinn für mich – und wohl auch für dieses kleine Pelztierchen hier:

Die Lieblingsrosen meiner Eltern waren allerdings immer gelb. Immer, wenn es etwas zu feiern gab, brachte mein Vater gelbe Rosen mit. Gerne kombiniert mit etwas Lila …

Und diese letzte Rose ist in dieser Serie mein Liebling, obwohl sie eigentlich nicht perfekt ist und schon ein ganz bisschen „alt“ aussieht. Aber ich finde, sie hat Charakter.

Und dann hat meine Schwester noch so etwas Kleines im Garten. „Bodendeckerrosen“ nannten sich die vorwitzigen gelben Röschen, als sie noch im Laden standen und keine Ahnung vom nahrhaften Moorhausener Boden hatten. Denn dort vergaßen sie das Bodendecken ganz schnell und reckten sich mutig der Sonne entgegen!

Ende der Brutsaison

Wie im letzten Jahr habe ich ab dem Frühjahr einigen Vögeln beim Brüten zugeguckt. Natürlich gemütlich vom Sofa aus. Es gab auf der Seite http://www.looduskalender.de wieder Schwarzstörche zu sehen, außerdem diverse Adlerarten, lautstarke Reiher und noch so allerhand. Schon im letzten Jahr hatte ich ja ein Adlernest beobachtet, dieses wurde in diesem Jahhr jedoch nicht wieder besetzt.

Stattdessen hatte man einen großartigen Blick auf das Fischadlernest eines ganz jungen Paares – Marko und Miina. Die beiden brüteten anscheinend das erste Mal und wirkten anfangs etwas unsicher und hektisch. Doch aus ihren Eiern schlüpften zwei niedliche kleine Küken und ich hatte das Glück, an einem frühen Morgen Anfang Juni zusehen zu können, wie die beiden erwachsenen Vögel sich ihrem gerade geschlüpften Küken ganz vorsichtig und wie staunend näherten. Küken zwei schlüpfte am gleichen Tag aus seinem Ei und beide wuchsen gut heran.

Leider schaffte es jedoch nur eines der beiden Küken. Das andere fiel bei einer Habichtsattacke aus dem Nest – unglücklicherweise wenige Tage, bevor es richtig fliegen konnte. Zuerst bestand noch die Hoffnung, dass es sich flatternd oder gleitend irgendwie retten konnte und auch die Altvögel schienen es eine Weile zu suchen, es tauchte aber nicht wieder auf.

Nun ja. So ist die Natur. Das zweite Küken, ein Adlermädchen, dass den Namen Juuli bekam, brach wenige Tage später zu kurzen Rundflügen auf, wurde dann immer seltener am Nest gesehen und verabschiedete sich schließlich gänzlich in die Selbständigkeit. Ich wünsche ihm viel Glück!

Und weil ich ja immer gerne herumspiele und bastle, habe ich mich wieder an einem Film versucht. Die „Aufnahmen“ sind sogenannte „Screen-Recordings“ und die gemafreie Musik bekam ich von der Seite http://www.framtraxx.de – danke dafür.

Komische Gewohnheiten – Bäume einkleiden

Noch nie hat sich mir der Sinne des Anziehens von Bäumen erschlossen. Eine Zeitlang war es groß in Mode, alles, was einem unter die Nadel kam, einzuhäkeln oder -stricken. Schon früh sah man das vor Handarbeitsläden, dort stand gerne mal ein in Wolle gehülltes Fahrrad, oder die Blumentöpfe auf der Fensterbank trugen so eine Art Strumpf. Nun gut, von mir aus, damit kann man ja zeigen, was dieser Laden so bietet. Oft war das sogar sehr schön gemacht.

Bild „Yarn Bomb“ von Pixabay

Doch diese seltsame Mode setzte sich fort, plötzlich fanden es viele Leute toll, ihre Umwelt zu behäkeln oder einzustricken. Ganze Gruppen trafen sich, manchmal sogar unter dem Motto „Unsere Stadt soll schöner werden“. Das fand ich noch ganz witzig, wenn einem Reiterstandbild ein Schal umgelegt wurde oder wenn die nackerte Brunnenschönheit plötzlich einen Pullover trug. Wurden Brückengeländer oder Laternenpfähle ummantelt, gefiel mir das schon weniger. Ich dachte mir aber, dass es für die werkelnden Leute vielleicht ein schönes Gemeinschaftserlebnis gewesen sein könnte. Man muss ja auch gönnen können.

Doch wenn aus mir völlig unerfindlichen Gründen Bäume eingekleidet werden, befremdet mich das total. Zum einen finde ich das überhaupt nicht schön und zum anderen glaube ich nicht, dass den Bäumen das gut tut. Hinzu kommt, dass das Material sicher auch irgendwie anders verwendet werden könnte. Ich weiß natürlich, dass es immer schwierig ist, etwas Vernünftiges aus Wollresten zu machen, aber was Schöneres als Socken für Bäume sollte einem doch einfallen.

Zuletzt begegnete mir diese unselige Baumeinstrickerei in einem Biergarten – ich habe vor lauter Schreck aber vergessen, wo der war. Man konnte dort sogar Wolle und Nadeln ausleihen. Überall rund um die Tische hingen diese ausgeblichenen, feuchten, zerschlissenen Lappen im Geäst – Schreck und Graus! Ich stricke wirklich gerne, aber dort habe ich es mir verkniffen. Nenene, so‘n Schiet, damit fange ich gar nicht erst an.

Von Blumen und Bienen

Zum Glück gibt es sie immer noch, diese kleinen pelzigen Flieger: Honig ist zwar nichts für mich, aber für die Arbeitsleistung, die die Bienen beim Bestäuben verrichten, bin ich ihnen doch sehr dankbar. Hier also vier kleine Krabbler auf bunten Blüten:

Die Biene oben ist übrigens eine echte Hamburger Deern, genau wie die nächste, die sich schon derartig mit Pollen bepudert hat, dass ich nicht mehr sicher war, ob ich eine Biene oder Hummel vor mir hatte.

Dazu gesellt sich eine Frankfurterin, die sich auf etwas Fliederartigem sonnt. Wenn ich mich richtig erinnere, ist das ein Bild, das mich einfach mal beim Spazierengehen in der Stadt ansprang.

Und zum Schluss noch eine Biene auf Sonnenhut – das Bild habe ich tatsächlich schon mal verwendet, nur etwas andere zugeschnitten (mit mehr „Gegend“ drumherum“).

Sonnenhüte

Mit meiner lieben Freundin Kerstin war ich in Hamburg unterwegs. Zum ersten Mal besuchte ich dort „Planten und Blomen“. Das Wetter war prima, zumindest am Anfang. Irgenwann wurde es arg schwül, und am Abend regnete es wie aus Kübeln. Aber da hatten wir die S-Bahn nach Bergedorf gerade wieder erreicht.

Sonnenhut mit braunem Inneren, evtl. Rudbeckia Hirta Fulgida Laciniata. Oder was anderes …

Eines sei gleich gesagt: Wir haben nicht alles geschafft. Der Park ist unheimlich groß und, wie wir feststellen mussten, mit einem Rollstuhl manchmal etwas kompliziert zu befahren: Wir mussten so manchen Extrameter machen, weil wir das, wo wir hin wollten, wohl sehen, aber nur mit Umwegen um den nächsten Teich erreichen konnten. Nicht optimal, aber Bewegung schadet auch nicht.

Oranger Sonnenhut, evtl. Rudbeckia Hirta Irish Spring oder eine ähnlich hübsche Sorte

Bei jedem Besuch in einem botanischen Garten oder Park habe ich irgendwelche Lieblingsblumen. Mal war es Allium im Rostruper Park der Gärten, dann wieder Pfingsrosen im Frankfurter Palmengarten. Und dieses Mal verliebte ich mich in Sonnenhüte. Es gab unheimlich viele Sorten bei Planten und Blomen, oder zumindest viele Blumen, die ich für Sonnenhüte gehalten habe. Ich habe versucht, die Sorten zu googeln und sie richtig zu beschriften, war damit aber nur bedingt erfolgreich.

Dies ist wohl eher eine Sonnenbraut – auch ein Korbblütler

Gelernt habe ich durch die Googelei natürlich auch etwas – man sollte also nicht behauten, dass das Internet grundsätzlich dumm macht: Ich merkte mir, dass das, was für mich bislang immer der typische Sonnenhut gewesen ist, nämlich die pinke Variante, die ich auch als Echinacea kenne, nur ein „Scheinsonnenhut“ ist. Zumindest behaupten das mehrere einschlägige Gartenseiten und auch die allwissende Wikipedia.  Meine Tante behauptete früher auch etwas, nämlich dass Echinacea gegen eine beginnende Erkältung helfe. Das habe ich auch ein paar Mal erfolgreich ausprobiert – aber nicht immer. Hier ist ein solches Exemplar:

Purpur-Sonnenhut, Echinazea

Die „echten“ Sonnenhüte hingegen tragen den Namen Rudbeckia und es gibt sie in vielen verschiedenen Sorten. Mir war diese Vielfalt bislang nicht bewusst, ich wusste eben von diesen rosafarbenen und schlichten gelben Arten. Und diese Gelbe hier gefiel mir besonders gut:

gelber Sonnenhut

Schön war’s bei Planten und Blomen. Und das sage ich, obwohl wir den Rosengarten glatt verpasst haben. Den fanden wir nämlich erst, als ich schon runde Füße hatte und das Gewitter immer näher kam. Nun, den lassen wir uns für’s nächste Mal.

Fundstücke 68: Gift und Drachen

Ich mag ja interessante Schilder und gucke deshalb immer neugierig in der Gegend herum, wenn ich auf irgendwelchen Einkaufsmeilen herumlaufe. Diese Perle kam mir in Travemünde vor die Kamera:

Nach meinem Verständnis hätte das entweder Geschenkeshop oder Dragonpoint heißen müssen. Oder Geschenkeladen und Drachenpunkt. Oder Giftbude und Drachenhöhle.

Oder einfach Tinas Lädchen …

 

Nachtrag: Kollege Steffelowski erwähnte unten den Kite. Das ist natürlich die bessere Übersetzung für die Ware, die Tina wahrscheinlich feilbietet. Klingt aber nicht so schön 🙂

Komische Gewohnheiten: Manchmal bin ich meine Mutter – Teil 1

Kürzlich ertappte ich mich mal wieder dabei, dass ich wie meine Mutter dachte – obwohl ich genau diese Gedanken früher immer besonders merkwürdig fand. Es ging um sowas wie „Das taugt auch alles nichts mehr“.

Meine Mutter sagte sowas manchmal, wenn eine Bratpfanne nach 3000-fachem Einsatz die Beschichtung verlor, und überlegte dazu gerne, dass es vielleicht daran liegen könne, dass ich (!) immer zu sehr in der Pfanne herumgekratzt haben könnte. Oder wenn ein Geschirrhandtuch nach jahrzehntelangem Gebrauch löchrig wurde – dann war der Stoff von Anfang an dünn gewesen. Früher habe ich sowas immer belächelt.

Doch kürzlich erwischte ich mich dabei, wie ich meinen armen, alten Gurkenschäler mit ebensolchen Gedanken bedachte: Stumpf war er nämlich, und rostig noch dazu. Taugt nichts, dachte ich, billiges Gelumpe. Und ja, billig war der wirklich gewesen. Damals, als ich den gekauft habe, musste alles billig sein, denn ich hatte kein Geld für teure Haushaltswaren. Die Domäne in Eching war mein bevorzugter Ausstatter, dazu noch Ikea und diverse 1-Euro-Läden. Und tatsächlich – einige dieser Sachen werden allmählich alt. Unfassbar, nach nur gut 20 Jahren.

Der brave Gurkenschäler war ein Multitalent: Denn er schälte nicht nur Gurken, sondern auch harte Möhren, Spargel und Kartoffeln. Er war viel im Einsatz, aber irgendwann war er so stumpf, dass er das Gemüse eher entsaftet hat, statt es zu schälen. Nun gut … es sei ihm gestattet. Nachdem ich kurzfristig über einen Ersatz der Klinge durch ein Gummiband und eine Weiterverwendung des Griffs als Kirschkernflitsche nachgedacht hatte, warf ich ihn in den Müll und kaufte einen neuen. Wenn der wieder so lange hält, bin ich über 70, bis ich wieder einen brauche. Das wird die Rente dann hoffentlich hergeben.

Und ich werde mich jetzt innerlich darauf vorbereiten, dass in meinem Haushalt mal was kaputt gehen kann. Keine Klage darüber, das nehme ich mir fest vor. Und kein Aufheben für zweifelhafte spätere Zwecke!

An meine gelbe Plastikdose

Wenn ich dich ansehe, bin ich gerührt. Einst warst du ein Werbegeschenk, trugst kleine Schachteln mit Cornflakes in dir. Alt bist du nun geworden, und müde. Deine Schrift ist schon lange abgeschabt und viele hundert Waschgänge in der Spülmaschine haben deinen früheren Glanz ermatten lassen. Und doch warst du immer loyal, pflichtbewusst und beinahe unermüdlich.

Du hast meinen Käse gehütet und den Aufschnitt. Obst war in dir sicher, egal ob Erdbeeren, Kirschen oder geviertelte Pfirsiche. Und wenn in dir mein Frühstücksbrot lag, hatten noch mindestens acht kleine Tomaten daneben Platz. Ich konnte dir immer vertrauen.

Viele Rollen Plastiktüten hast du eingespart. Hast Lebensmittel frisch und appetitlich gehalten. Und doch gibt es Stimmen, die Dosen wie dich schmähen, wegen deines Materials. Die alles, was aus Plastik ist, verdammen und verteufeln. Die völlig intakte Plastikdosen aus der Küche verbannen und stattdessen Behälter aus Glas kaufen, mit denen sie dann bei Instagram posieren. Und auf Twitter, das gibt es auch. Es ist nicht jeder so rational wie du. Du hast diese Häme nicht verdient.

Ich sehe dich an und werde traurig. Über zwanzig Jahre warst du mir treu. Und jetzt bist du kaputt. Nach vielen tausend Malen, die du auf und zugeklappt wurdest, ging dein Deckel ab. Eigentlich müsste ich dich wegschmeißen, denn was soll man mit einer Dose ohne Deckel? Wer kann denn sowas noch gebrauchen?

Die Spatzen können es! Und die Meisen! Als Vogeltränke ist so eine Dose ohne Deckel noch wunderbar zu gebrauchen, wenn es wieder so heiß wird. Warum ist mir das nur nicht gleich eingefallen?

Fundstücke 67 – Die dünnen Damen

Kürzlich war ich mal wieder im Urlaub an der Ostsee. Wie so oft wurde es beim Kofferpacken etwas hektisch und es kam, wie es kommen musste: Ich habe meine Begleiterin vergessen. Die dicke Dame stand tatsächlich bei mir im Regal – dachte ich zumindest.

Die dicke Dame bei einem früheren Aufenthalt an der Ostsee

Zu meiner großen Überraschung traf ich sie dann jedoch in Travemünde. Sie war mit einer Freundin unterwegs, die sie in der Gruppe „Radikale Clubdiät“ kennengelernt hatte und – was soll ich sagen: Beide Damen hatten es dort übertrieben.

Ist das Kunst, oder kann das weg?

Ich hatte nach unserer Heimkehr ein ernstes Gespräch mit meiner langjährigen Gefährtin und sie hat mir versprochen, mit diesem Unsinn aufzuhören. Auch wird sie sich künftig nicht mehr derartig zur Schau stellen – auch nicht für 550 Euro.

Gegen die Wärme: Wasserschönheiten

Es ist unglaublich heiß in Frankfurt. Viel zu heiß. Gut, heute nicht mehr ganz so schlimm. Aber doch so, dass ich was wrfrischendes posten möchte. Eis habe ich nicht, also gibt es mal wieder Blumen:

Im Palmengarten gibt es nicht nur Rosen oder Kakteen zu bewundern, auch die wasserliebenden Pflanzen haben ihren Platz. Da es auch schon sehr warm war, als wir den Garten besuchten, freuten Kerstin und ich uns über ein Schattenplätzchen an einem Wasserlauf. Hier gab es Wasser- oder Sumpflilien:

Der dazugehörige Graben ließ mich lächelnd daran zurückdenken, wie gerne ich als Kind an solchen Gewässern gespielt habe. Das kam im Palmengarten natürlich nicht in Frage – ich hatte ja auch keine Gummistiefel dabei.

Später fanden wir in einem großen Wasserbecken auch Seerosen – die mag ich besonders gerne. Sie zeigtne sich auch mal freundlich und ließen sich fotografieren: Sonst haben sie sich oft schon in uneinsehbare Ecken verkrochen, wenn ich um die Kurve kam, gerade so als hätten sie keine Wurzeln, sondern Paddelfüße.

Interessant finde ich auch, wie diese Pflanzen Wasser auf ihre Blätter laden und mit sich herumtragen. Es sieht schön aus, wenn sich das Wasser in glitzernden Pfützen sammelt.

Ich war übrigens auch dieses Jahr im Palmengarten fast nur im Außenbereich unterwegs. Die Palmen- und Kakteenhäuser, die Wüsten und all die anderen spannenden Sachen habe ich wieder einmal links liegen gelassen. Das Wetter war einfach zu schön.