Kein Trauerspiel

Seit jeher mag ich diese großen, herunterhängenden „Trauerbäume“. Schon im Garten unseres alten (nein – uralten) Hausarztes stand eine Trauerweide und als Kind habe ich diese immer sehr bewundert. Einen ähnlich schönen Baum fand ich gestern im Bethmannpark.

Trauerweide, Spiegelbild See,Bethmannpark

Es war ja so ein wunderschöner Tag gestern, der ohnehin schon lange Sommer hat uns noch einen kräftigen Nacchschlag serviert. Da war es fast eine Erleichterung, mal für ein Weilchen im Schatten Platz zu nehmen – das haben meine beiden Gäste und ich gerne gemacht. Schön war’s – danke, Oktober!

Trauerweide im Gegenlicht

Flohmarkt – Ausbeute und Objekte des Tages

Hach, heute war es schön! Mit meiner Freundin Maike war ich bei bestem Bummelwetter auf dem Antikmarkt auf der Konstablerwache. Im Gegensatz zu dem Samstagsmarkt am Main, auf dem man die Highlights immer arg suchen muss, gibt es hier die schöneren Sachen. Natürlich auch zu einem höheren Preis, aber irgendwas ist ja immer. Dieses Mal habe ich aber sogar etwas gekauft: Jeweils sechs Wein- und Sektgläser. Sowas habe ich gar nicht in zusammenpassend und die Modelle aus den 80er Jahren, die meinen Schrank verstopfen, erfüllen nicht mehr unbedingt meine ästhetischen Ansprüche.

Die Gläser waren erstaunlich schwer zu schleppen, denn sie haben einen recht dicken Boden. Aber ich war so froh, sie zu haben, da machte mir der lange Arm gar nichts aus.

Auf einige Dinge habe ich allerdings auch gerne verzichtet – hier sind die drei Objekte des Tages: Platz 3 geht an das Muschelservice. Ein komisches Stück. Es gibt so tolle Teekannen – diese gehört für mich nicht dazu.

Platz 2 geht an ein Objekt, das zu einem absurd hohen Preis verkauft werden sollte. Nun ja, er ist auch recht groß – der sitzende Drache. Der Verkäufer nannte das Ding sein Söhnchen – nu ja, das müssen merkwürdige Gene sein.

Und mein heutiger Favorit ist ein simpler Gebrauchsgegenstand. Mein Platz 1 bei diesem Flohmarktsbesuch war der Design-Klopapierhalter. Ich brauche leider gerade keinen, kam also nicht in Versuchung, das Ding zu kaufen. So ein Glück!

 

Zeitreise nach Tossens

Wieder einmal war ich mit meiner wunderbaren Schwester an der Küste unterwegs. Dieses Mal landeten wir in Tossens in der Gemeinde Butjadingen. Wie so oft wurde unser kleiner Ausflug eine Art Zeitreise mit Spurensuche – kennst du das noch? Kannst du dich daran noch erinnern? Ist der Spielplatz noch da?

Was es damals definitiv noch nicht da war, sind die vielen Windräder. Und ich bleibe ja dabei: Ich finde sie schön.

Ich war ja nur ab und zu mit meinen Eltern in Tossens, meine Schwester aber verbrachte dort den ersten „richtigen“ Urlaub ohne Familie, nur mit Freunden. Mit dem Rad sind sie damals hingestrampelt, ein Elternpaar kutschierte Gepäck und Zelte hinterher. Daher war es für meine Schwester auch noch spannender als für mich zu gucken, wie sich das Örtchen entwickelt hat. Inzwischen gibt es viel mehr Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten.

Nicht meine Spuren – aber sie könnten es sein, dort auf der Buhne.

Immer noch da sind natürlich die begehbaren Buhnen. Wir sind auf einer herumgelaufen, obwohl es dort eigentlich immer nichts Besonderes zu sehen gibt. Es gehört für mich irgendwie dazu, so wie die Seebrücken an der Ostsee, die ich auch immer ablaufen muss.

Wir machten ja nur einen ganz kurzen Kurztrip nach Tossens, aber mit Kaffee und Pflaumenkuchen gibg doch einiges an Zeit rum. Und so kam ich doch noch zu meinem Gegenlichtbild mit Wasser, als die Sonne es einmal gut mit uns meinte. Dieses ewige norddeutsche „heiter bis wolkig“ ist ja gar nicht so einfach – und wenn dann auch noch Ebbe ist, wird es schwierig mit den Wasserbildern. Aber eines gab es doch:

Zugegeben, auch hier haben wir mehr Matsch als Wasser, aber man sieht doch schon, was es wenige Stunden später wieder werden wollte.

Und zum Schluss noch eine Spurensuche der anderen Art – in meinem Fotoalbum. Das Kind in rot-grün bin ich, das muss um 1980 herum gewesen sein. Den Spielplatz an der Stelle gibt es noch, allerdings sind die Spielgeräte inzwischen deutlich moderner. Gut sieht er aus, der neue Spielplatz. Aber ich erinnere mich, dass ich auch auf dem Alten viel Spaß gehabt habe. Und ins Album geklebt hat meine Schwester das Bild, zumindest ist es ihre Schrift.

Tossens, Butjadingen, Küste

Sukkulenten

Bei unserem Wochenendtrip nach Braunschweig fiel mir eine hübsche Tischdekoration ins Auge: Auf den Tischen einer Hotelterrasse gab es Töpfe mit Sukkulenten. Die gefallen mir schon immer gut. Wenn man aber ganz genau hinschaut, offenbaren sie viele kleine Geheimnisse.

Mal gab es pelzige Ränder, andere hatten feste rote Spitzen. Und ich erinnerte mich, dass wir auch zuhause im Garten an einigen Stellen kleine Häuflein dieser urigen Pflanzen stehen hatten.

Da auf meiner Fensterbank derzeit ein relativ trauriges Bild herrscht – einige blütenlose Orchideen fristen ein Schattendasein – kam mir die Idee, einmal selber Sukkulenten anzupflanzen. In meiner grün-bewegten Jugend habe ich allerhand Pflanzen aus Samen gezogen, vielleicht sollte ich dieses Hobby mal wieder aufleben lassen. Ich recherchierte also bei Amazon. Hier gibt es massenhaft Samenangebote, zumeist für einen Appel und ein Ei. Die Versprechungen klingen verkockend:

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Dem konnte ich nicht widerstehen und legte so ein Tütchen mit 100 Samen in meinen Einkaufswagen. Noch ein paar andere Tütchen suchte ich mir aus. Nun warte ich gespannt auf die Lieferung meiner Samen und werde dieser Tage schon mal Erde besorgen.

Die Pflänzchen sollen rasch keimen, dann aber eher langsam wachsen. Bis ich also so kleine „Babys“ wie unten auf dem Bild haben werde, wird es etwas dauern. Aber ich habe ja Zeit …

 

Keine Feuerwalze …

… aber eine unglaublich beeindruckende Wolke nebst Sonnenuntergang. Nachdem ich mich gestern Abend davon überzeugt habe, dass nicht etwa der Stadtwald abbrennt, machte ich ein Foto dieser Gewitterwolke. Ich beobachtete das unheimliche Ding danach genau: Zum Glück zog es über uns hinweg, der Himmel wurde schnell wieder hell. Zwar brauchen wir dringend viel Regen, aber diese Wolke sah aus, als sei tonnenweise Hagel drin – den wollte ich nicht haben!

Himmel, Wolke, Gewitter, Sonnenuntergang, Gewitterstimmung

Himmel über Oberrad, 13.08.2018

Sommernacht im Braunschweiger Dom

Durch einen glücklichen Zufall wurde Kerstin auf ein kleines Konzert im Braunschweiger Dom aufmerksam. Dieses fand am Samstag um 22 Uhr statt und da wir nichts anderes vorhatten, ließen wir uns auf die Sache ein. Ich bin ja eigentlich kein Kirchgänger und gehöre auch keiner Kirche an, aber ein Konzert – warum nicht.

Sommernacht im Braunschweiger Dom, Lichtspiele, Konzert

Wir gingen sehr pünktlich los, da wir gerne einen Randplatz haben wollten – dann können Rollifahrer und Läufer bequem nebeneinander sitzen. Es war mehr als schummrig, als wir den Dom enterten – man kann auch sagen, es war düster. Trotzdem ging das Einnehmen der Plätze trotz großem Andrangs sehr gesittet vor sich, was mir positiv auffiel. Kein Geschubse, kein übertriebenes Geschepper, als zusätzliche Klappstühle aufgestellt werden mussten. Die Dunkelheit erklärten wir uns mit den angekündigten Lichtspielen.

Sommernacht im Braunschweiger Dom, Lichtspiele, Konzert

Trotz froher Erwartung hatte ich Mühe, nicht vor Beginn des Konzertes schon einzuschlafen. Es war sehr warm im Dom – sonst ist mir in Kirchen immer eiskalt. Zum Glück ging es pünktlich los und es gab auch gleich was zu sehen. Die Beleuchter leisteten tatsächlich ganze Arbeit.

Sommernacht im Braunschweiger Dom, Lichtspiele, Konzert

Thematisch ging es in diesem letzten von drei Sommernachtskonzerten um die Dankbarkeit. Die Pfarrerin erzählte etwas dazu und einige Kinder verkündeten ebenfalls, wofür sie dankbar seien. Das war irgendwie niedlich, denn neben den politisch korrekten Dingen wie die tolle Familie, gute Freunde oder der christliche Glaube kamen da auch ganz normale Sachen aus der kleinen Welt der Kinder: Ein Mädchen war dankbar, dass bald die Zahnspange rauskäme und sie dann vom Papa so viel Kaugummi bekäme, wie sie möchte. Ein anderes Kind war dankbar, dass es schon mal mit dem Traktor auf der Wiese herumfahren durfte. Viele dieser kindlichen Dankbarkeitsbekundungen ließen mich etwas schmunzeln, wahrscheinlich guckte ich auch ein bisschen gerührt.

Die Musikstücke wurden von einem Quartett gesungen und vom Klavier oder der Orgel begleitet. Ich bin kein Musikprofi, habe aber ganz gute Ohren und fand den Geang unheimlich professionell. Man konnte sich ganz entspannt sacken lassen, das Licht beobachten und zuhören. Allerdings kannte ich gar kein Lied bis auf das Letzte: „Der Mond ist aufgegangen“. Mir war nur nicht bewusst, dass es so viele Strophen hat.

Es war schön, wie dieses letzte Lied vorgetragen wurde: Die Gruppe lief einmal um das Publikum herum und dann raus aus der Kirche, so dass sich der Gesang immer weiter entfernte. Jedem war danach klar: Das war’s. Das abschließende Gebet hätte es für mich nicht gebraucht, aber geschadet hat es mir auch nicht.

Die Fotos entstanden übrigens alle nach Abschluss des Konzertes. Es war zu Beginn darum gebeten worden, nicht die ganze Zeit mit den Handys herumzufuchteln, und es war angekündigt worden, dass die Lichter zum Schluss noch einmal erscheinen würden. Soweit ich das gesehen haben, sind tatsächlich alle Gäste dieser Bitte nachgekommen. Ich fand es auch ganz entspannend, während des Konzertes nicht mal über das Knipsen nachdenken zu müssen.

Mir hat das Konzert gut gefallen und die vielen Lichter fand ich schön. Allerdings mussten wir am nächsten Morgen gleich feststellen, dass andere Leute das anders sehen: „Kitsch“ verkündete Kerstins Vater Karl, dem sie ein paar Bilder geschickt hatte. Nun, wo er Recht hat, hat er Recht 🙂

Der Traum von der Hotelbar

Es war eine lange, harte Woche gewesen, mit einem Großkampftag am Donnerstag. Aufrecht hielt mich die Aussicht auf das Wochenende, wollte ich mich doch schon am Donnerstagabend mit meiner Freundin Kerstin in Braunschweig treffen. Unser Plan war so einfach wie genial: Treffen gegen 19 Uhr im Hotel, irgendwo was essen gehen und dann plaudernd die Hotelbar leertrinken. Ich freute mich darauf.

Dementsprechend war ich pünktlich am Südbahnhof, wo ich um 16:20 losfahren wollte. Leider regnete es irgendwo. Und die Bahn stellte mal wieder den Zugverkehr ein. Das sagte man uns zwar nicht, aber da kein Zug kam, guckte ich mal in meine App und las etwas von Unwettern. Außerdem teilte man mir die aktuelle Uhrzeit mit – wie schön.

Anderthalb Stunden lang wurde die geplante Abfahrt meines Zuges immer wieder verschoben, dann fiel er aus. Zeitgleich erzählte mir eine verhinderte Mitreisende, mit der ich ein wenig auf Englisch geschwätzt hatte, mit brüchiger Stimme das Unglaubliche: „All the beer is sold out in the little shop!“ Ich beschloss, den Bahnhof zu wechseln und den Zug um 19:13 ab Hauptbahnhof zu nehmen.

Tatsächlich bekam ich noch einen Sitzplatz in diesem Zug, der mit einer knapp halbstündigen Verspätung in Frankfurt losrollte. Ich informierte Kerstin, dass es deutlich später werden würde. Sie ging also schon mal essen, ich nagte an einem Brötchen herum und trank dazu Wasser aus meiner Flasche. Immerhin saß ich gut.

Wir tuckerten durch das Land. Es schleppte sich. Oftmals stand der Zug einfach herum – man soll ja auch nicht immer so hasten. In Fulda teilte man uns mit, dass die Bahnhöfe Göttingen, Braunschweig, Wolfsburg und Hildesheim nicht angefahren werden würden. Ich war mäßig begeistert. Eine Alternative wurde nicht durchgesagt und ein Schaffner traute sich nicht aus der Deckung, sodass ich mich schon auf einer Parkbank übernachten sah. Ich machte mich hektisch auf die Suche nach einem Hotelzimmer. Die Idee hatten viele – ganz Kassel schien ausgebucht zu sein. Dann endlich: Das Adesso Hotel Astoria hatte noch ein Kämmerchen für mich. Wieder einmal war ich dankbar für meine finanzielle Situation, die es mir erlaubt, etwas zu buchen, anstatt in einer Bahnhofshalle zu schlafen.

Kurz vor Kassel packte ich meine Sachen zusammen. Als ich damit fertig war, kam die Ansage, dass wir nun doch nach Braunschweig weiterfahren würden. Schön eigentlich, aber was nun machen mit dem Hotelzimmer? Gebucht ist gebucht. Ich rief dort an – anscheinend war ich nicht die Erste. Eine freundliche Empfangsmitarbeiterin teilte mir mit, dass das Hotel in dieser Situation auf jegliche Gebühren verzichten würde und ich war dankbar für diese Kulanz.

Dann schrieb ich Kerstin, dass ich doch kommen würde – irgendwann – und dass sie nicht auf mich warten solle. Sie schickte ein Foto von ihrem dritten Bier.

Ja, überhaupt – ein Bier. Das mit der Hotelbar würde nichts mehr werden, das war mir klar. Ich hätte mich durch den überfüllten Zug quetschen können, um etwas zu trinken zu besorgen. Aber war es mir das wert? Ich trank noch etwas von meinem Wasser und entschloss mich dagegen. Ich würde stattdessen, ganz gegen meine Gewohnheit, die Minibar plündern. Das hätte ich nach so einem Tag gewiss verdient, fand ich.

Irgendwann kurz vor Mitternacht fuhren wir in Braunschweig ein. Erschöpft schlappte ich über den Bahnhof und suchte den Taxistand, wo ich mich brav als Dritte anstellte. Hier spielten sich kurz darauf seltsame Szenen ab: Ein energischer Mann, der mit seiner jugendlichen Tochter unterwegs war, versuchte einen anderen, der korrekt am Taxistand wartete, wegzustoßen und dessen Gepäck wieder aus dem Kofferraum zu zerren. Da der andere Fahrgast nicht nachgab und deutlich kräftiger gebaut war als der Angreifer, musste er sich wegen seines Leibesumfangs beschimpfen lassen. Der Unterlegen kam zu mir, um sich wehleidig Bestätigung zu holen. Ich bestätigte, dass sein Verhalten pöbelhaft gewesen sei. Zum Glück haute er mir keine rein, sondern stürzte sich laut plärrend auf das nächste Taxi, um es den beiden Damen, die dort einsteigen wollten, streitig zu machen. Dieses Mal griff der Taxifahrer ein und die Tochter des Pöblers sah aus, als wolle sie im Boden versinken. Ich bot den beiden das folgende Taxi an, denn auf eine Keilerei hatte ich keine Lust, die Tochter tat mir leid und auf diese zwei Minuten kam es mir nun auch nicht mehr an. Wildwest-Gehabe in Braunschweig, wer hätte das gedacht?!

Um 00:08 enterte ich mein Hotelzimmer, legte mein Gepäck ab, stieg schwer seufzend aus den Schuhen und suchte die Minibar. Als ich schon aufgeben wollte, fand ich sie doch noch: gut versteckt im Kleiderschrank. Das Angebot war wirklich umwerfend …

 

Für alles zu warm

Ich gebe es zu, das derzeitige Wetter schafft mich. Ich bin kein Mensch für die Hitze, ich mag es kalt und windig. Es hat ja schon einen Grund, warum ich meine Urlaube stets in kühlen Gefilden verbringe und mich äußerst selten in den Süden wage.

Daher ist hier im Blog derzeit auch Flaute. Meine Wochenenden, sonst meine liebste Schreibzeit, verbringe ich derzeit im Schwimmbad in Hausen. Heute konnte man da leider nur noch den Stehgeiger geben, es haben halt auch noch andere Frankfurter das Bedürfnis nach Abkühlung.

Deshalb gibt es heute auch nur ein paar Blümelein: sogenannte Studentenblumen oder auch Tageetes. Die hat meine Mutter früher sorgfältig und mit viel Fleiß gezüchtet und liebevoll in den Garten gesetzt, wo sie jedes zweite Jahr den Schnecken zur Speise dienten. Dieses hier fand ich in einem schneckensicheren Kübel direkt am Main.

Brot

Gerade habe ich mein Abendbrot verputzt – oder besser: meine Abendbrötchen. Ich bin abends die typische Stullenesserin, wie es so viele in Deutschland gibt. Schon zuhause war es so: Abends gab es fast immer Butterbrote, dazu außerdem Tomate, Gurke oder Radieschen. Und Tee natürlich, was sonst. Allerdings war mir das Brot zuhause leicht etwas langweilig, denn bei uns gab es oft – sehr oft – Graubrot. Das fand und finde ich eher fad und bin froh, dass ich inzwischen mein Brot selber kaufen kann. Heute nahm ich gleich zwei, denn der Tiefkühler, der mich in einkaufsfaulen Zeit vor der Hungersnot bewahrt, ist leer, was Brot angeht.

Brot

Ein Fünfkornbrot und ein Kraft-Ballast-Brot – ich denke, es wirkt schon!

Warum aber erzähle ich das hier so langatmig? Ganz einfach, weil ich kürzlich gelernt habe, dass „Die deutsche Brotkultur“ zum sogenannten „nationalen immateriellen Kulturerbe“ der Unesco gehört. Mir war diese Kategorie bislang unbekannt, ich kannte nur das Weltkulturerbe und das Weltnaturerbe. Das Verzeichnis der deutschen immateriellen Kulturerbe liest sich vielfältig und auch ganz lustig – was es alles gibt!

Das Brot ist meines Erachtens völlig zurecht in diese Liste aufgenommen worden. Es schmeckt gut, riecht gut, sieht wunderschön aus. Gut, man kann auch knochenharte Brocken kaufen, aber wenn man sein Geld bei guten Bäckern lässt, kommt das eher selten vor. Ich kann gar nicht damit aufhören, herumzuprobieren und immer neue Brotsorten zu kaufen. Ich habe noch lange nicht alle durch, denn – auch das habe ich gelernt – es gibt in Deutschland über 3.200 Brotsorten. Festgehalten werden die im Brotregister des Deutschen Brotinstituts. Über diese Einrichtung musste ich etwas schmunzeln und dachte nocheinmal: Was es alles gibt! 🙂