Der erste Weihnachtsmarkt

Ich bin kein großer Fan des riesigen Frankfurter Weihnachtsmarktes auf dem Römer. Zu voll, zu gedrängelt, zu unübersichtlich. Ich mag aber diese kleinen versteckten Märkte in den Stadtteilen oder die, die nur an einem Wochenende von irgendwelchen Vereinen betrieben werden. Und ich probiere gerne etwas Neues aus. Gestern war das der Weihnachtsmarkt in Oberursel, der auch einen Mittelaltermarkt dabei hat, aber nur an diesem ersten Adventswochenende stattfindet.

Das Angebot auf diesem insgesamt erstaunlich großen Markt (die Stände waren quer durch die kleine Innenstadt verteilt und auch einige öffentliche Einrichtungen machen mit) gefiel mir gut.

SchlehenweinNoch bevor wir ganz auf dem Markt waren, mussten wir an einem kleinen Stand Käse probieren – und kaufen. Schinken, Wurst, Marmelade oder Honig – es gab allerhand handgemachte Lebensmittel, und das zu größtenteils eher günstigen Preisen. So wanderte auch noch ein Stückchen Schinken in unsere Taschen, und die ewige Antje kaufte irgendwo Kekse und ein Fläschchen Likör für einen guten Zweck. Auch interessante Weine gab es, und der ausgeschänkte Glühwein war an vielen Ständen ein guter Winzerwein, der deutlich weniger süß schmeckt als der handelsübliche fertige Glühwein. Lauwarm-Süßes gab es allerdings auch zu trinken – da aber dieser Glühwein vom Stand des Gymnasiums kam, in dem eifrige Schüler sehr günstig verkauften, sahen wir dem diese Mängel nach.

Auf dem mittelalterlich gestalteten Teil des Marktes herrschte ein deutlich größeres Gedränge als anderswo. Trotzdem war es recht gemütlich und durch die überall aufgehängten Laternen und die Feuerschalen auch sehr heimelig. Allerdings riecht meine Jacke heute so, als hätte ich die Nacht in einem Räucherhaus verbracht. Noch versuche ich es mit Lüften, fürchte aber, dass ich nicht ums Waschen herumkomme.

Alles in allem verbuche ich meinen allerersten Besuch in Oberursel also als vollen Erfolg – es war ein sehr schöner Abend. Es lohnt sich wirklich, kleine Märkte abseits des Mainstreams zu besuchen. Sogar die ersten Weihnachtsgeschenke fielen gestern in meine Tasche – und das ist ein Segen.

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