Kunst kommt von Können

Immer mal wieder gehe ich gerne zu den Veranstaltungen von ARS (Autoren RheinMain Szene). Ich mag es, mich mit anderen zu treffen und zu hören, was sie so machen. Ob als Hobby oder manchmal auch im Beruf: Das Schreiben ist für mich eine der interessantesten Tätigkeiten überhaupt. Und richtig spannend wird diese manchmal etwas einsame Sache erst im Austausch mit anderen.

Ein echtes Highlight gab es für mich beim letzten ARS-Stammtisch: Denn der Graphiker und Designer Florian Hartman zeigte uns Ausschnitte seiner Kunst, die verschiedenste Dinge vom Plakat über Illustrationen bis hin zum Buchcover umfasst. Nun weiß ich allerhand über die Covererstellung – in der Theorie! Selber kann ich keinen Strich zeichnen, der einem Bild dienlich wäre, und auch meine Fähigkeiten in der Bildbearbeitung sind arg begrenzt. Ich bewundere Menschen, die sowas können.

Motiv auf Florian Hartmanns Visitenkarte. Über das Bild geht es zur Webseite

Das Besondere an Florians Kunst war für mich, dass sie zwar fast völlig von Hand gezeichnet wird, dabei aber komplett digital vor sich geht. Ein Zeichenpad – das ließ mich erst mal an die alten Zaubertafeln aus der Kindheit denken: aufmalen – wegwischen. Tatsächlich funktioniert das auf einem Zeichenpad ein ganz bisschen ähnlich, nur dass bei Florian deutlich mehr herauskommt als bei mir. Zu meinen Kinderbüchern passen seine Ideen nicht so recht, trotzdem fand ich seine Gestalten und Welten unglaublich inspirierend. Und diesen Prozess zu sehen mit den schnellen Zeichnungen und Ausarbeitungen, den dauernden Änderungen, dann wieder dem Verwerfen und an irgendeiner Stelle neu ansetzen, das war für mich etwas ganz Neues. Toll, was Leute alles so können.

Im unergründlichen Internet fand ich ein kleines Video aus einem Workshop mit dem großen Meister. Spannend sieht es aus, wenngleich es mir schmerzlich die eigene Unzulänglichkeit in Sachen Hand-Augen-Koordination vor Augen führt. Wie sagte der Mensch von der Berufsberatung vor rund 30 Jahren nochmal zu mir: „Machen Se wat Se wollen, aber nix Handwerkliches!“

Übrigens, in ein paar Tagen kommt nochmal Kunst. Dann aber ganz anders: von Klara und in bunt.

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