Gastronomische Zeitreise

Wie schon erwähnt, war ich mit meiner lieben Freundin Antje am vorletzten Wochenende unterwegs: Unser Kurztrip führte uns zunächst an die Saar, denn Antje wohnt derzeit gerade im Saarland. Danach ging es weiter an die Mosel. Es war schön, auch wenn ich früher immer angenommen habe, dass ich meinen ersten Moselurlaub erst weit jenseits der 60 unternehmen würde.

Saarschleife bei Mettlach, fotografiert vom Aussichtspunkt Cloef

Abgesehen von den vielen Eindrücken von teilweise wild wuchernder Natur und sehr altem Gemäuer machten wir eine Beobachtung, die die Gastronomie betraf: Denn die schien hier weit weniger „fancy“ zu sein als bei uns in der Großstadt. Natürlich lag das auch ein wenig an unserer Restaurantauswahl, aber alles in allem gab es weit bodenständigere Lokalitäten als bei uns in Frankfurt. Das betraf sowohl die Ausstattung – in vielen Cafés hingen vor den Fenstern wohl noch die Ado-Gardinen mit der Goldkante – als auch die Dekoration …

Dekoration des Grauens

… und die Speisekarten: Hier gab es zwar auch meinen geliebten Milchkaffee, aber auch Cappuccino mit Sahne sowie das Kännchen Idee-Kaffee mit Dosenmilch im kleinen Gießer Modell „Oma Erna“. Und statt Hirse-Risotto mit veganem Joghurt-Topping an Rucola gab es Schweinemedaillon mit Gemüse und Kroketten oder Vesperteller, reduziert auf das Wesentliche – jawoll! Ich gebe zu, dass ich solche einfachen, leckeren Sachen total gerne mag – oft sogar lieber als irgendwelche ausgeklügelten Menüs oder fummelig angerichtete Modegerichte.

Vesperteller, in der Karte zu finden unter „Kleine Gerichte“.

Auch gab es so lange vergessene Dinge wie „Eissplittertorte“ (hier mal ein Rezept – klingt toll! Über den Kaloriengehalt bitte einfach nicht nachdenken!): Die habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gehabt, doch schon beim ersten Reinpieken in die gefrorene Sahne-Schokolade-Baiser-Masse kamen die Erinnerungen zurück. Piek, knirsch, brösel, schmelz … Mir war nicht klar, dass ich das vermisst hatte, doch ich feierte ein freudiges Wiedersehen. Kombiniert mit einem Kännchen Kaffee war diese Torte an diesem Sommernachmittag genau das, was ich wollte.

Wasserfall Saarburg, Marktplatz Saarburg

Wasserfall in Saarburg

Natürlich haben wir auf unserem Ausflug nicht nur gegessen und getrunken, sondern auch viel angesehen – ganz entspannt natürlich, mit ausreichend Gelegenheiten zum Shoppen, Fotografieren und Gucken. Gut gefallen hat es uns in Saarburg, wo es einen richtigen Wasserfall direkt am Marktplatz gibt. Die gleichnamige Burg war zu Fuß zu erreichen und an unserem ersten Reisetag eine gute Einstimmung auf die vielen alten Gebäude, die in den nächsten Tagen noch folgen würden. Den im Reiseführer ausgelobten „atemberaubenden Blick“ ins Saartal konnten wir allerdings nicht so recht nachvollziehen – da habe ich anderswo schon schöner auf Plattenbauten geguckt.

Saarburg

Am zweiten Reisetag kamen wir dann tatsächlich an der Mosel an – Fotos und Gedanken dazu gibt es beim nächsten Mal.

2 Kommentare zu “Gastronomische Zeitreise

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