Lübecker Skyline

Auch unser Trip von Timmendorf nach Lübeck war schön: Wieder brachte uns der Ostsee-Bus günstig ans Ziel. Wir stiegen direkt am Holsten-Tor aus. Ich muss ja gestehen, dass ich mir das Tor viel größer vorgestellt hatte.

In der Nähe des Holstentores gab es eine Touristeninformation, wo wir uns nach einer Stadtrundfahrt erkundigt haben. Leider ohne Erfolg, so früh im Jahr finden nicht an jedem Tag Rundfahrten statt. Und so plietsch, uns auf die Rundfahrten per Boot hinzuweisen, war die junge Dame an der Info leider nicht. Daher war es gut, dass meine Schwester aufgepasst hatte: Ihr war aus dem Busfenster eine kleine Anlegestelle aufgefallen, an der man eine einstündige Bootstour rund um die Lübecker Altstadt herum buchen konnte.

Dass diese Altstadt eine Insel ist, war mir bislang nicht bekannt, ich fand diese Tatsache aber interessant und habe die kleine Tour mit dem Ausflugsdampfer sehr genossen. Mit Jacke und Mütze konnte man es recht gut draußen aushalten und sich die Finger an einer Tasse heißen Milchkaffee wärmen.

Altstadt LübeckNach der Bootstour gingen wir zu Fuß weiter, meine Schwester hatte irgendwo einen kleinen Innenstadtplan organisiert. Beide sind wir nicht so gestrickt, dass wir von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit laufen, wir ließen uns einfach treiben und fanden reichlich altes Gemäuer. Museen und ähnliche „Innenaktivitäten“ ließen wir größtenteils links liegen, denn das Wetter war gut genug zum entspannten Bummeln draußen. Allerdings besuchten wir das Marzipankontor (inclusive Kaffee und Torte) sowie einen großen Marzipan-Laden, in dem wir allerdings nur guckten und nichts kauften.

Außerdem fanden und besichtigten wir den Dom, in dem wir ganz umsonst in den Genuss eines Orgelkonzertes kamen: Ein wirklich guter Organist übte, obwohl er das offensichtlich nicht nötig hatte, und wir nahmen uns die Zeit, ein wenig zuzuhören. Der Dom wollte sich von mir allerdings nicht so recht fotografieren lassen – Baustellen und Autos verstellten mir die Frontalansicht, so dass es nur ein seitliches Foto gab.

Weitaus freundlicher zeigte sich da gleich in der Nähe des Doms das „Schloss Rantzau“, ein inzwischen als Verwaltungsgebäude genutzter Bau, der durch die schöne Restaurierung auffällt. Die Fassade des alten Hauses wirkt fast wie neu.

Beeindruckend fand ich auch das schwarze Rathaus am alten Markt. Auf dem Marktplatz fand tatsächlich gerade ein kleiner Wochenmarkt statt und es roch überall gut – nach frischem Obst, frischem Fisch und der leckeren Kalorienbombe Langosch, die wir trotz des Geruchs links liegen ließen – unsere Mägen kämpften noch mit der Marzipatorte.

Unser Abendessen besorgten wir uns in Lübeck in der „Schiffergesellschaft“. Diese historische Lokalität ist beeindruckend, man speist in uralter Kulisse unter Schiffsmodellen und echten Kerzenleuchtern. Inwieweit dieses Ambiente „echt“ ist, kann ich nicht sagen, aber der ganze maritime Klimbim passt gut in das alte Gebäude, und wenn ich dem Bericht auf Wikipedia trauen kann, sah das Innere der Schiffergesellschaft um 1900 schon fast genau so aus. Auf jeden Fall aßen wir sehr gut, so dass wir frisch gestärkt in unseren Bus steigen und nach Timmendorf zurückbummeln konnten.

5 Kommentare zu “Lübecker Skyline

  1. Mein Vater hat im Schloss Rantzau gearbeitet, mein Schwager in der Schiffersgesellschaft gekocht … Ich werde mit Sehnsucht nach Lübeck im Herzen sterben … irgendwann. Die wirklich schönste Stadt der Welt.

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