Schön ausgedrückt – die Flatulenz

Das heutige Thema ist vielen Menschen im wahren Leben ein wenig peinlich, obwohl es völlig normal ist. Folglich ist es schwer in Worte zu fassen. „Blähungen“ ist wahrscheinlich üblich, der Ausdruck „Flatulenz“ klingt aber wissenschaftlicher und somit wichtiger.

Kochtopf über offenem Feuer

Flatulenzbringer: Chili à la Michi aus Thun

Der Duden beschreibt das Wort Flatulenz schlicht als Gasbildung im Magen oder Darm, Blähsucht oder auch als Abgang von Blähungen – so einfach kann es sein. Es gibt sogar ein Verb dazu: flatulieren. Allerdings habe ich noch nie jemanden sagen hören, dass er oder sie gerade flatuliert. Natürlich redet man im täglichen Gespräch auch weniger darüber –im Gegenteil, man versucht eher davon abzulenken, wenn einen dieses Problem gerade drückt. Deshalb bewunderte ich kürzlich eine Bekannte für ihre Ausdrucksfähigkeit, die mit einem leicht verschämten Grinsen verkündete: „Ich verliere Luft.“ Das klingt zwar ein bisschen nach einem undichten Fahrradreifen, beschreibt das Phänomen aber sehr genau und sorgte auch für viel Heiterkeit.

Ich habe mich allerdings beruflich schon viel mit dem Luftverlust, oder besser, dem fehlenden Luftverlust, beschäftigen müssen – gerade bei Babys sind Blähungen ein wichtiges Thema, das vielen Eltern den Nachtschlaf raubt. In diesem Zusammenhang habe ich allerdings das doch eher ungewöhnliche Wort „Flatulenz“ vermieden, denn ich wollte, dass jeder die Texte, die ich dazu schrieb, auch versteht. Und so erinnere ich mich an einen denkwürdigen Termin mit unserem damaligen Hausjuristen, der das Wort „Pupse“ als zu ordinär empfand und es gerne durch „Furze“ ersetzt haben wollte. Davon war ich nun wieder nicht begeistert, denn das fand ich zu derb. Man sieht, das leidige Bauchsuseln ist gar nicht so leicht zu behandeln und kann sogar juristische Debatten auslösen.

Auch ins deutsche Bildungsfernsehen fand die Flatulenz übrigens Eingang – wer einmal richtig schmunzeln möchte, begleitet den Hasen und den Elefanten hier beim Abenteuer Erbsensuppe (aus der Sendung mit dem Elefanten).

5 Kommentare zu “Schön ausgedrückt – die Flatulenz

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