Analog-Kaffee 2

KaffeemühleHeute muss ich ein „Follow-Up“ zu meinem Kaffee-Beitrag aus dem Februar schreiben: Ich war nämlich heute mal wieder auf dem Flohmarkt in Sachensenhausen und habe dort eine wunderhübsche Kaffeemühle gesehen. Ich habe zwar schon eine tolle Elektrische, die meine Schwester mir mal geschenkt hat, aber so ein handbetriebenes Gerät wollte ich schon immer mal haben.

Der Standbetreiber hatte etliche Mühlen dabei und wollte die offensichtlich auch loswerden – die Preise waren moderat. Allerdings nicht so billig, wie es der junge Mann vor mir es gerne gehabt hätte, der genau diese Mühle auch in der Hand hatte, sich aber preislich nicht mit dem Anbieter einigen konnte. Er stellte die Mühle weg, ich schnappte sie mir, angefeuert von meiner Freundin Maike.

Natürlich ist man sich bei Flohmarktdingen oft ein bisschen unsicher, ob die denn überhaupt wie gewünscht funktionieren. Bei diesem Stand konnte ich es jedoch ausprobieren: Es gab ein paar Böhnchen, die ich hineingeben und mahlen konnte. Das Ergebnis war etwas grob, aber da das Mahlwerk verstellbar ist, ging ich das Risiko ein, entrichtete neun Euro und trug meine Mühle stolz nach Hause.

Zuhause begann ich sofort zu fummeln: Zuerst die Mühle sauber machen. Die war zwar eigentlich sauber, aber es war wohl Pfeffer darin gemahlen worden – und den will ich morgen früh nicht in meinem Kaffee haben. Dann Bohnen einfüllen, mahlen, nachgucken – nein, zu grob. Oben herumschrauben, nochmal mahlen – noch gröber. Ganze Früchte, sozusagen. Nanu? Ich untersuchte das Gerät. Leider vergaß ich dabei die eingefüllten Bohnen, die dann in der Küche lagen, zusammen mit grob geschreddertem Kaffee. Ich zog um ins Wohnzimmer, da ist mehr Licht und mehr Tisch. Nahm das Drehding oben ganz auseinander, um mal ordentlich gucken zu können. Aha – erst hochziehen, dann schrauben. Schon wieder lagen überall Krümel – sapperlot, wie viel ging denn da rein? Und wie viel kam da raus? Das korrelierte irgendwie nicht. Ich schraubte und krümelte unverdrossen weiter, bis das Mahlwerk scheinbar fest eingestellt war. Neue Bohnen rein, kurbeln, kurbeln, kurbeln – doch, das dauerte deutlich länger als zuvor. Und der neugierige Blick ins Pulverfach belohnte mich für meine Mühen: Ja, so fein habe ich mir das vorgestellt, daraus kann man Kaffee kochen. Und wie gut das riecht!

Kaffeemühle mit Kaffeemehl

6 Kommentare zu “Analog-Kaffee 2

  1. Hach – das erinnert mich an meine Oma. Wenn ich als Kind dort zu Besuch war, durfte ich immer Kaffee mahlen. Es ging verdammt schwer für kleine Kinderhände, zum Ende hin wurde es immer leichter und wie das duftete – himmlisch!
    Dieser Beitrag animiert mich glatt dazu, meine Kaffeemühlen auch mal genauer unter die Lupe zu nehmen, davon gibts nämlich gleich 4 Stück – eigentlich Deko und mittlerweile im ganzen Haus verteilt, weil kein richtiger Platz dafür gefunden wurde. In der Küche gibts noch eine kleine Ecke, da könnte ich kein klitzekleines Regalchen hinbauen ………… Meeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiike – Du bist schuld – jetzt werden meine sonntagsmüden Gehirnzellen auf Trab gebracht! Gleich mal einen Zollstock herkramen und messen gehen …………. – danach die Mühlen untersuchen 🙂

    Ach ja – mein Opa rauchte früher Pfeife – das mochte ich auch so gern riechen 😉

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