Fundstücke 26 – Buggy Banane

Manchmal ist es wirklich ärgerlich: Da wird eine Sache von der Natur überaus perfekt zur Verfügung gestellt und irgend jemand zerstört völlig ohne Not dieses wunderbare Gesamtbild. Sei es aus Unwissenheit oder purem Vandalismus, so ein Verhalten ist im Grunde unverzeihlich. So wie im Falle dieser Banane: Wohlschmeckend und dazu noch so praktisch verpackt, als hätte Daniel Düsentrieb selbst sie ersonnen, kam sie einmal prachtvoll daher. Doch dann fiel sie den Kollegen in unserer Kantine in die Hand und diese trennten mutwillig eines der Hauptfeatures der wehrlosen Südfrucht ab: die Aufreißlasche. Und dabei ist doch eine ausgeprägte Aufreißlasche der Stolz einer jeden Markenbanane,  also quasi das „Brust raus“ dieser selbstbewussten gelben Frucht. Eine abgetrennte Aufreißlasche kommt einer Kastration gleich, ohne Narkose, versteht sich.

Und so landete sie auf meinem Schreibtisch: verstümmelt, im Wert deutlich gesunken und seelisch gebrochen. Mir blieb nichts anderes übrig, als ihr den Gnadenstoß zu geben, sie mühsam aufzufummeln und wegzufuttern. Denn so ein Obst mit technischem Fehler – in meiner Branche nennt man das auch gerne einen Bug – lohnt das Aufheben einfach nicht.

Buggy Banane

4 Kommentare zu “Fundstücke 26 – Buggy Banane

    • Ja, das habe ich auch schon gesehen. Aaaber ich mag diesen schwarzen Nubbel unten in der Banane immer nicht. Den lasse ich gerne unten in der Schale und esse sie deshalb gerne von oben 🙂 Ob das nun auf meine im Vergleich zum Affen höhere Entwicklungsstufe hinweist oder einfach Pingeligkeit ist – wer will das entscheiden?

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