Flusskreuzfahrt 2015 – wie alles begann

Pool, Cocktail am Pool

Genau so habe ich mir das vorgestellt: mit einem Cocktail im Sonnenschein am Pool. Das Badebecken war zwar niedlich klein, aber Bettina und Thorsten passten hinein – nacheinander.

Wie Meikes-bunte-Welt bereits berichtete, war die Entscheidung, wohin der diesjährige Urlaub gehen sollte, eine etwas schwerere Geburt. Im Endeffekt überzeugte die nette Reisebüro-Beraterin meine Freundin Antje und mich, dass eine Flusskreuzfahrt von Köln über Amsterdam nach Antwerpen und zurück genau das Richtige für uns sei. Wir buchten todesmutig die einwöchige Fahrt und begannen uns zu freuen.

Dann, an einem Tag Ende Juni, die Ernüchterung: Es war der typische doofe Montag gewesen, alles ging seinen gewohnten schiefen Gang, und als ich gerade dachte, dümmer könne es nicht laufen, klingelte mein Handy. Das ist per se schon mal bedrohlich, das klingelt nämlich eigentlich nie. Verzagt nahm ich ab: Dran war ein Herr Müller. Unsere Reise falle aus, teilte er mir behutsam mit, der Veranstalter habe Insolvenz angemeldet. Die angebotene Ersatzreise führte unter anderem nach Rüdesheim, was praktisch ist, wenn man sich schnell mal saubere Socken holen möchte, uns aber ansonsten doch zu nah am Heimatort war. Es half nichts, wir mussten noch mal ins Reisebüro.

Dort nahm sich besagter Herr Müller mit großem Kampfgeist unseres Problems an, sorgte für die Rückerstattung der geleisteten Anzahlung beim insolventen Veranstalter (was problemlos abgewickelt wurde) und suchte für uns eine Alternativreise. Und tatsächlich – er suchte nicht nur, er fand auch: neun Tage, fast der gleiche Reisezeitraum, fast die gleiche Route, aber mit einem anderen Veranstalter. Ein bisschen teurer zwar, aber dafür ja auch zwei Tage länger. Und ohne Frei-Trinken-Paket, denn all-inclusive hätte noch allerlei Gedöns enthalten und wäre so unglaublich teuer geworden, dass wir uns das geschenkt haben. Wir buchten also diesen Ersatz und begannen wieder, uns zu freuen.

Sonnendeck Arosa Flora

Es gab reichlich Sonnenliegen – nur leider nicht ganz ausreichend Sonne. Aber dafür Wind, Wind, Wind …

Und wir fürchteten uns auch ein bisschen: Denn wie würde es wohl sein, mit 200 Personen (inc. Crew) auf so einem Schiffchen von 135 Metern Länge und 11,4 Metern Breite? Würde man sich da nicht früher oder später auf die Nerven gehen? Und wie würden unsere Mitreisenden sein? Jemand vermutete den „Silberrückenalarm“, auch fielen die Worte „50 shades of grey“ bezogen auf die vermuteten Frisuren der Passagiere. Würden wir die Jüngsten sein, die Einzigen ohne Rollator? Wir waren ein wenig besorgt, das gebe ich zu. Doch alles in allem überwog die Vorfreude.

Begleitet sowohl von allerhand guten Wünschen von Freunden und Kollegen wie auch von zweifelhaften Unterstellungen wie: „Wenn ich in den Medien höre, dass so ein Kahn umgekippt ist, weiß ich, wer dafür verantwortlich ist …“ (Jaaa, das habe ich mir gemerkt!), juckelten wir also am 22. Juli los. Die Anreise war denkbar kurz, wir mussten nur nach Köln. Auch mal angenehm. Und die Reise war eine wirklich schöne, interessante Erfahrung. Eine Weile dachte ich darüber nach, wie ich meinen Reisebericht verfassen soll – chronologisch oder nach Themen? Soll ich die Städte beschreiben, oder mehr so das „Drumherum“ in den Mittelpunkt stellen? Nach einigem Nachdenken habe ich mich für Letzteres entschieden – und dafür, meinen ersten Mehrteiler zu bloggen. Denn eine Flusskreuzfahrt, für die braucht man etwas Zeit. Das geht nicht in ein paar Zeilen. Morgen also mehr.

Rheinbrücke mit Frachter

Rheinbrücke mit Frachter

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