Fundstücke 15 – das Raucher-Relikt

So etwas habe ich schon ewig nicht mehr gesehen: In den Toilettenkabäuschen in einer Gaststätte im Saarland gibt es tatsächlich noch einen kleinen Aschenbecher. So eine offizielle Aufforderung zum Rauchen gab es früher öfters: Als ich Kind war, habe ich mich über diese kleinen Aschenbecher nicht gewundert. Sie sollten verhindern, dass die Klo-Zigaretten auf dem Spülkasten abgelegt wurden und dort Brandflecken machten, hatten also ihren Nutzen.

Inzwischen ist das Rauchen ja sogar auf Bahnsteigen unter freiem Himmel verboten (war ich merkwürdig finde und als Raucherin mit Sicherheit ignorieren würde). In Gaststättenklos brauche ich die Raucherei zwar nicht, aber draußen sollte man jeden, der seine Kippen vernünftig entsorgt, einfach rauchen lassen. Toleranz ist keine Einbahnstraße.

8 Kommentare zu “Fundstücke 15 – das Raucher-Relikt

  1. Was es alles noch so gibt. Ich hatte allerdings – als ich den Titel des Posts las – mir vorgestellt, Du hättest auf dem Flohmarkt einen Rauchverzehrer, genauer: Rauchverzehrer-Eule gefunden. Ich kann mich noch daran erinnern, dass in unserer guten Stube so ein Gerät stand. Nach einem Umzug 1960 tauchte die Eule allerdings nicht mehr auf. Ich weiß nicht, was meine Eltern mit ihr gemacht haben.

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  2. Das ist interessant, Philipp: Von diesen Rauchverzehrern habe ich noch nie zuvor gehört. Folglich habe ich gleich mal Wikipedia danach befragt: http://de.wikipedia.org/wiki/Rauchverzehrer Sowas habe ich tatsächlich bewusst noch nie gesehen und hätte es wohl auf dem Flohmarkt gar nicht erkannt. Wieder was gelernt …

    Es gibt übrigens auf Ebay jede Menge dieser Geräte zu kaufen. Hätten deine Eltern die Eule aufgehoben, hättest du jetzt vielleicht reich werden können. 🙂

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  3. Bei rauchen in meiner unmittelbaren Nähe ist Toleranz nicht nur eine Einbahnstraße sondern ein Weg ohne Wiederkehr… Ich habe gerade wieder einen eigentlich schönen Abend auf einer Restaurantterasse verbracht und saß die Hälfte der Zeit mit brennenden Augen in der Dunstabzugswolke.

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  4. Ich finde es ehrlich gesagt gut, dass Rauchen immer weiter eingeschränkt wird, so auch auf Bahnsteigen. Wenn ich auf meine S-Bahn warte und da sitze, brauche ich keine Leute neben mir, die mir den Zigarettenrauch ins Gesicht pusten – ob sich andere Leute schaden, ist mir recht egal, aber ich habe keine Lust, passiv mitzurauchen und dadurch also ebenfalls Schaden an deren Rauchen zu tragen. Toleranz ist keine Einbahnstraße, ja, aber Rauchen ist wohl etwas, das ich nie verstehen werde und dementsprechend toleriere ich es nun einmal nicht, wenn mir andere Leute ins Gesicht pusten. Da hat wohl auch jeder seine eigene Meinung und Einstellung 🙂

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