Unterwegs im Niddapark

Am letzten Sonntag war das Wetter prächtig. Das nutzten meine Schwester und ich für einen kleinen Ausflug ins „wilde Frankfurt“: Wir fuhren von Oberrad aus mit der Linie 16 bis zur Endhaltestelle nach Ginnheim. Von dort gingen wir in Richtung der Nidda.

Niddapark Frankfurt

Im „Ginnheimer Wirtshaus“ machten wir einen kleinen Einkehrschwung – es war tatsächlich schon Biergartenwetter. 🙂

Dann schlenderten wir zum Fluss und hatten hier die Wahl, ob wir Richtung Heddernheim oder Hausen laufen wollten. Da wir in Heddernheim schon einmal herumgelaufen waren und es dort – so ganz unter uns – nicht wirklich schön fanden, entschieden wir uns für Hausen. Unterwegs erfreuten wir uns an den ersten Knospen, die an den Sträuchern auftauchten.

Angenehm war, dass es noch nicht ganz so voll war – wir waren nämlich recht früh unterwegs. Später gab es doch recht viele Radfahrer, die sich auf leisen Reifen von hinten anschlichen und so manches Mal fast eine von uns beiden erlegt haben – was natürlich auch an unseren eifrigen Gesprächen gelegen haben kann.

Im und am Fluss war allerhand Getier unterwegs. Damit meine ich nicht die zahlreichen Hunde – über einen eifrig badenden Jack Russel mit perfektem Startsprung mussten wir sehr lachen – sondern die verschiedenen Wasservögel. Es gab schöne große Gänse, deren Namen mir unbekannt ist.

Gänse im Niddapark

Mal reckten sie sich der Frühlingssonne entgegen, dann wieder gingen sie recht elegant zu Fuß auf der Wiese spazieren. Scheu waren sie nicht, anscheinend sind sie an viele Menschen in ihrem Revier gewöhnt.

Gans im Niddapark

Und dann hörten wir ein kleines Mädchen, dass sich aufgeregt mit seinem Vater unterhielt: „Papa, heute haben wir drei Bibers gesehen!“ Wir mussten lächeln, natürlich, denn so viele Bibers hatten wir noch nie gesehen. Und wir sahen auch am Sonntag keine. Dafür allerdings jede Menge dieser kleinen Kumpel hier, die sich bei näherem Hinsehen wohl als Nutria und nicht als Biber entpuppten. Und auch nicht als Bisamratte. Klingt ja auch viel schöner – Nutria.

Nutria

Die kleinen Nager waren überaus zutraulich, kamen auf uns zugewackelt und freuten sich darüber, von einigen Kindern mit Mandarinenstückchen gefüttert zu werden. Ich weiß zwar nicht, ob ein handelsüblicher Nutriamagen auf Zitrusfrüchte ausgerichtet ist, aber es scheint ihnen zumindest geschmeckt zu haben.

Nutria und Ente

Nicht nur gegenüber uns Menschen erwiesen die putzigen Viecher sich als gesellig, sie schienen sich auch gut mit den Enten zu verstehen: Sie schwammen umeinander herum und wirkten irgendwie vertraut miteinander.

Wir haben unseren Spaziergang im Niddapark genossen. Natürlich steht und fällt so ein Ausflug mit dem Wetter, und das hat mitgespielt. Wieder einmal habe ich einen Teil von Frankfurt kennen gelernt, der mir bislang unbekannt war – das hat sich gelohnt.

Krokus

2 Kommentare zu “Unterwegs im Niddapark

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