Analog-Kaffee

Grundsätzlich mag ich Technik. Gerne fummle ich auch in meiner Freizeit am Computer herum. Für’s Camping bin ich nicht geeignet, weder mag ich im Dunklen am Boden hocken noch finde ich es toll, auf einem gageligen Campingkocher eine Dose Ravioli aufzuwärmen. Ich liebe einen gewissen Komfort wie zum Beispiel meine moderne Kaffeemaschine mit den bunten Nespresso-Kapseln und dem Milchaufschäumer.

Und doch muss es manchmal so ein richtig altmodischer Analog-Kaffee sein: Frisch gemahlene Bohnen, aufgegossen in dem Porzellanfilter und mit einer sorgfältig gefalteten Filtertüte, in die das Kaffeemehl von Hand eingeschippt wurde. Wasser draufgießen, schön darauf achten, dass das Kaffeepulver am Rand immer wieder mit reingeschwemmt wird, und regelmäßig wieder hinlaufen und gucken, ob schon ein bisschen Wasser nachgekippt werden kann. Das riecht so gut, nach Wochenende und Freizeit, und es weckt alte Erinnerungen: an Familienfeste, auf denen gleich in mehreren großen Kannen auf diese Weise Kaffee gekocht wurde. Damals war ich klein und fand Familienfeste oft langweilig. Aber zu der Zeit durfte ich ja auch noch keinen Kaffee trinken.

Kaffeekanne mit Kaffeefilter

Sonntagskaffee in der geblümten Kanne – könnt ihr ihn riechen?

7 Kommentare zu “Analog-Kaffee

  1. Ich bin auch ein Verfechter des handaufgegossenen Kaffees! Lange Zeit hatten wir eine wirklich gute Kaffeemaschine – aber als sie, übrigens schon die zweite dieser Marke, nachdem die erste wegen Altersschwäche den Weg der Vergänglichkeit gegangen war, in einer Rückrufaktion der Firma außer Haus war für zwei Wochen und wir gezwungenermaßen zum gefilterten Kaffee greifen mussten, merkten wir, dass dieser doch viel besser ist und außerdem hatten wir mehr Platz in der kleinen Küche.
    Seit dem steht die reparierte Maschine im Keller. So kann’s kommen!

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  2. auf alle Fälle nix Kapsel, Filter muß schon sein, Maschine oder Hand ist m.E. kein riesiger Unterschied, Genuß ist Beides.
    Diskussionen gab es bei uns früher immer mit dem Pulver wieder reinschwemen oder nicht. Ich bin für nicht. 3:)

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    • Doch, Kapseln sind schon gut. Aber nicht immer. Was ich an Kapseln u.a.sehr schätze, ist die Möglichkeit, verschiedene Sorten zu trinken: z. B. eine Tasse mit, eine ohne Koffein. Ich trinke nämlich gerade am Wochenende gerne viel Kaffee, da ist es gut, wenn man mal auf die entschärfte Verssion zurückgreifen kann.

      Und zum Pulver reinschwemmen: Das wurde bei uns zu HHause ganz sorgfältig so gemacht und mir erscheint es auch sinnvoll. Irgendwie gehört es zum Ritual dazu, den Wasserstrahl einmmal rundum zu lenken.

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  3. Es gibt nichts Besseres als frisch gemahlener Kaffee aus meine alten Kaffeemühle (noch von meiner Uroma 🙂 ) und frisches Aufbrühen in einer French Press – oder wahlweise Filter.

    Sogar der Besuch, der anfänglich diese Prozedur leicht lächelnd beäugte, ist mittlerweile von dieser Art der Kaffeezubereitung begeistert.

    Unsere Kaffeemaschine steht mittlerweile ungenutzt im Hauswirtschaftsraum.

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  4. Pingback: Kaffee – so oder so …. | fairtradelady

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