Fundstücke 9 – Musizieren verboten

Kürzlich fiel mir nach dem Einkaufen ein Schild auf, dass an der Wand des großen Rewe-Marktes im Depot Sachsenhausen hing. Es verblüffte mich aus zwei Gründen: Zum einen hatte ich den Begriff „hausieren“ schon lange nicht mehr gehört und mir war nicht bewusst, dass der noch verwendet wird. Da mir bei näherem Nachdenken jedoch nichts einfällt, was das lästige Geklingel von Vertretern oder den Zeugen Jehovas besser erklären würde, scheint er mir passend zu sein.

Schild hausieren musizieren verboten

Absolut unpassend erscheint mir jedoch, dass das Musizieren auf eine Stufe gestellt wird mit Belästigung. Wäre es nun um unangemessenes Lärmen gegangen, hätte ich das eingesehen. Aber Musik ist doch etwas Schönes. Und so ging ich singend meiner Wege und trällerte vor dem Haus herum, bis die Straßenbahn kam – einfach aus Trotz.

5 Kommentare zu “Fundstücke 9 – Musizieren verboten

  1. Stundenlanges „El condor pasa“ vor dem Laden oder die erbarmungswürdigen Zwangsakkordeonspielerinnen, die bedauerlicherweise kein einziges Stück spielen können aber „musizieren“ und von ihren Abkassierern überwacht werden, verleiten wohl, derartige Schilder zu montieren.

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