Herbstfahrt auf dem Main

Immer mal wieder mache ich die „Kleine Kreuzfahrt“ der Primus-Linie auf dem Main – gerade, wenn ich Gäste von außerhalb habe. Diese Tour ist eigentlich unspektakulär, man sieht jedoch vom Wasser aus einiges. Und Kaffee trinken kann man natürlich auch.

Eingestiegen wird am Eisernen Steg, dann schippert man insgesamt zwei Runden: Einmal Richtung Grießheim, wo an der Schleuse gewendet wird. Nach einem kurzen Zwischenstopp wieder am Eisernen Steg geht es in die andere Richtung weiter bis zur Schleuse Offenbach, mit einem Abstecher in den Osthafen und Ausstiegsmöglichkeit an der Gerbermühle.

Frankfurter Skyline und Eiserner Steg im Herbst

Frankfurter Skyline im Herbst

Aufgefallen ist mir dieses Mal, dass der Text, der während der Schiffstour auf deutsch und englisch vom Band läuft, aktualisiert wurde. Es gibt nicht mehr die sonore Bass-Stimme, die mir immer so gefallen hat, dafür aber brandaktuelle Informationen, beispielsweise über das nagelneue EZB-Gebäude und die „Liebesschlösser“, die wahrscheinlich irgendwann den Eisernen Steg zum Einsturz bringen werden. Auch beim X-ten Mal finde ich die Tour noch interessant, obwohl man die zurückgelegte Strecke auch zu Fuß zurücklegen und sich die Informationen über die Stadt anlesen könnte.

Frankfurts älteste Kirche: Sankt Leonhard

Frankfurts älteste Kirche: Sankt Leonhard, erbaut 1219

Alles in allem sind die knapp zwei Stunden eine angenehm verbrachte Zeit, gerade wenn man gemütlich auf dem Oberdeck sitzen und sich den Wind um die Nase wehen lassen kann. Auch die Kosten von 10 Euro 90 sind verkraftbar. Wer weniger Muße hat, kann übrigens auch nur die halbe Kreuzfahrt buchen und fährt dann nur eine der beiden Runden.

Abschließend noch ein Wort zur Barrierefreiheit: Naja, geht so. Der Anleger am Eisernen Steg hat eine Rampe bekommen, die zwar recht steil ist, sich aber mit Hilfe wohl von Rollstuhlfahrern bewältigen lässt – da hat sich also etwas getan. Die Schiffe sind unterschiedlich, das geht mal besser, mal schlechter. Macht man jedoch eine größere Tour Richtung Seligenstadt oder Rüdesheim und möchte an einem der kleineren Anleger aussteigen, kann es ganz schön knirschen im Gebälk. Allerdings sind die Mitarbeiter der Primus-Linie immer sehr hilfsbereit, so dass wir es bislang auch mit Rollstuhl immer trockenen Fußes hin und her geschafft haben.

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