Flohmarkt am Untermainkai

Ich habe mir selber eine Konsumpause verordnet. Nicht, weil ich von der Pleite bedroht wäre, sondern weil ich eigentlich von allem ausreichend habe – besonders Kleidung, Schmuck und Handtaschen. Und Kaffeebecher – vor allem Kaffeebecher. Soviel Kaffee kann ich gar nicht trinken, dass die alle mal schmutzig würden. Trotzdem war ich heute mal wieder auf dem Flohmarkt in Sachsenhausen. Das tue ich immer wieder gerne, obwohl ich meistens nichts oder nur ganz wenig kaufe. Folglich ist das kein Konsum oder Shopping, sondern Hobby, gekoppelt mit Bewegung an frischer Luft und aktiv praktiziertem Umweltschutz. Weil nämlich das, was ich dort kaufe, ansonsten vielleicht aufwändig entsorgt würde, oder noch einmal produziert werden müsste, damit ich es kaufen kann. Logisch, oder? Flohmarkt Sachsenhausen Untermainkai Vom Angebot vielleicht nicht der allerschönste, aber doch einer der beliebtesten Flohmärkte in Frankfurt ist der am Mainufer, genauer gesagt am Untermainkai. Dieser Markt findet an dieser Stelle an jedem zweiten Samstag statt, die anderen Samstage können Flohmarktgänger ihrer Leidenschaft am Osthafen nachgehen. Welcher Standort wann dran ist, erfährt man übrigens hier. Auch ich besuche diesen Flohmarkt gerne, ist er doch so typisch für Frankfurt wie die berühmte grüne Soße oder der Apfelwein: Es geht bunt und sehr international zu, das Angebot reicht von feinen Antiquitäten bis zu wahrscheinlich geklautem Elektroschrott und zu Essen und zu Trinken gibt es auch reichlich. Es ist also alles so, wie es sein sollte. Bier und BrezelEin großer Vorteil ist in meinen Augen übrigens die tolle Lage dieses Flohmarktes: mitten in Sachsenhausen, gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit einer traumhaften Aussicht auf den Main. Nach dem Marktbummel kann man sich ein Bierchen direkt am Main genehmigen, eines der vielen Cafés in Sachsenhausen besuchen oder über eine der Mainbrücken laufen und noch ein wenig durch die Innenstadt schlendern. Ich bin heute einfach am Main entlang nach Hause gewackelt, was gut ging, weil ich meine selbst verordnete Konsumpause im Grunde eingehalten habe und nicht schwer zu tragen hatte: Gerade mal einen Euro investierte ich in eine alte, abgeranzte Halskette, deren Farben mir ausnehmend gut gefielen. Dieser Kauf hatte den Vorteil, dass ich nachmittags noch ein GlasperlenketteWeilchen damit verbringen konnte, meine Neuerwerbung in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen: Das alte Bändsel abschneiden, einige Perlen, die mir nicht gefielen, aussortieren, neu nach Farben zusammenstellen, neues Bändsel aus Nähkorbbestandteilen basteln und das Kunstwerk auffädeln. Das habe ich schon als Kind ausdauernd und gerne gemacht. 🙂  

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