Die dicke Dame an der Ostsee …

Ich war mal wieder im Urlaub. Dieses Mal nicht allein, sondern mit meiner lieben Freundin Kerstin. Außerdem hatte ich die dicke Dame im Gepäck, eine Keramikfigur, die mir irgendwie ähnlich sieht. Genau genommen hatte ich sogar mehrere dieser Doubles dabei.

Unser Urlaubsziel war im Grunde unspektakulär: Es ging an die Ostsee, genau genommen in die Bausünde „Ostseeresort Damp“, früher auch mal als „Damp 2000“ bekannt. Diese Ansammlung aus Hotels, Kurkliniken, Apartementhäusern und Ferienhäuschen passt in die Landschaft wie ein Panzer in die Kirche, aber wenn man im Hotel ist, ist der Blick auf die Ostsee wirklich fantastisch – vorausgesetzt natürlich, man hat Seeblick gebucht. Ansonsten guckt man ins Binnenland, was zugegebenermaßen auch nicht schlecht ist. So sah es von meinem Balkon im 7. Stock aus:

Ostseehotel Damp - Blick vom Balkon

Der Vorteil an unserem Reiseziel war für uns ganz klar die völlige Barrierefreiheit, die der gesamte Ferienkomplex aufweist. Kerstin ist im Elektrorollstuhl unterwegs, und da wir beiden dafür bekannt sind, dass unsere Urlaube mit Pleiten, Pech und Pannen behaftet sind – Auto kaputt, Rollstuhl kaputt, alles gleichzeitig kaputt – war es uns dieses Mal wichtig, möglichst stressfrei unterwegs zu sein. Und das hat geklappt: Kerstins Auto durfte direkt vor der Tür parken, sie konnte jederzeit alles erreichen und so konnten wir bedenkenlos auch mal getrennte Wege gehen. Vorbildlich – so sollte eigentlich alles gebaut sein.

Auch das Wetter spielte mit, so dass die dicke Dame sich völlig ungeniert überall und ständig im Bikini zeigen konnte. Manchmal aber zog sie sich etwas zurück und genoss den Seeblick beschattet vom Strandgras:

Ostseeblick

Das heißt natürlich nicht, dass die dicke Dame schüchtern wäre. Wenn sie die Gelegenheit dazu hat, stellt sie sich gerne ein wenig zur Schau, so wie hier:

Ostseeblick mit Dame

Einen richtig großen Leuchtturm, wie ich ihn an der Küste immer gerne habe, gibt es in Damp leider nicht. Für die kleine dicke Dame reichte jedoch dieses Miniatur-Modell aus, um bei einem Cocktail ein wenig zu entspannen:

Auf dem Leuchtturm von Damp

Wobei das mit den Cocktals in Damp so eine Sache ist: Man schämt sich dort nicht, die kleinen Cocktails, die fertig gemischt für ’nen Appel und ’n Ei im Getränkemarkt zu haben sind, für 6 Euro das Stück zu verkaufen. Natürlich nicht im Fläschchen, sondern im Glas, auf Eis und mit Schirm. Die fertige Mixtur wird sogar mit wichtigem Gesicht in einen Shaker gefüllt und tüchtig geschüttelt – angeblich macht das das Fertigprodukt „cremiger“. In ganz Damp war kein ordentlicher Cocktail zu bekommen. Deshalb stieg auch die dicke Dame irgendwann auf was Reelles um:

Bier an der Osatsee

Auf diese Weise angenehm berauscht, konnte die dicke Dame den lieben Gott ’nen guten Mann und Fünfe gerade sein lassen. So wurden selbst die beeindruckstendsten Mehrmaster zur reinen Kulisse, von den vielen kleinen weißen Jollen, die wir täglich vorbeiziehen ließen, ganz zu schweigen.

Segelschiff auf der Ostsee

Leider mussten wir – Kerstin, die dicke Dame und ich – bereits nach einer Woche wieder abreisen. natürlich machten wiir in dieser Woche nicht nur Strandurlaub, sondern sahen uns auch etwas an – davon an anderer Stelle mehr. Und ich machte danach wie so oft noch einen Abstecher zu meiner norddeutschen Familie. Und auch dort nutzten wir die Gelegenheit, uns in der Sonne zu aalen und auf’s Wasser zu gucken. In diesem Fall war es jedoch die Weser bei Brake, mit Blick auf die Insel Harriersand.

Weserblick auf Harriersand

4 Kommentare zu “Die dicke Dame an der Ostsee …

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