Body and Soul

Ich finde es ja gar nicht so einfach, mich bei meinen „bunten Empfehlungen“ für etwas, das mir am Herzen liegt, zu entscheiden. Allerdings war es keine Frage, welche CD ich als erstes auf den Blog nehmen wollte: Es ist „my alltime favorite“, meine absolute Lieblings-CD seit über 20 Jahren.

Joe Jackson: Body and Soul

Joe Jackson

Meine „Body and Soul“-CD: alt, abgenutzt und heiß geliebt.

Von dem sehr vielseitigen britischen Musiker Joe Jackson (*1954) habe ich eine ganze Latte an CDs zuhause. Von Punk über Pop bis hin zu Jazz und Swing ist alles dabei, und jede CD hat ihren ganz eigenen Reiz. Keine aber begeistert mich so wie das 1984 erschienene Album „Body and Soul“. Diese CD kann ich in einer Endlosschleife hören, ohne mich zu langweilen. Und ich höre sie genau in der Reihenfolge, in der der Meister sie zusammen gestellt hat – nie würde ich bei diesem Album die Zufallsfunktion des CD- oder MP3-Players verwenden.

Faszinierend finde ich, wie verschieden die neun Titel der CD sind. Es beginnt wuchtig, mit Bläsern und viel Getöse, geht dann heiter weiter, nur um beim nächsten Lied leise und zart zu werden. Ständige Tempowechsel auch innerhalb der Titel lassen keine Hörroutine aufkommen, und die perfekten Kompositionen bringen mich mal zum fröhlichen Mitsingen, mal zum beeindruckten Schweigen.

Dabei war ich auch schon: Im Herbst 2012 hatte ich das Glück, in Köln ein Konzert von Joe Jackson besuchen zu können. Das war wirklich grandios: Vom ersten Ton an hatte ich ein glückliches Grinsen im Gesicht, das mindestens eine Woche lang anhielt 🙂 Dabei war an dem Konzert eigentlich nichts Besonderes: Joe Jackson ist Musiker, kein Showman. Er erzählt keine Anekdoten während des Abends, tanzt nicht und ist wahrlich nicht charmant. Er stakst etwas steifbeinig über die Bühne, spricht wenig und macht einfach Musik. Und das macht er fantastisch. Die Arrangements sind ungewöhnlich, die Musiker hervorragend. Jackson selber spielt Akkordeon, Klavier und singt, außerdem scheint er seine Kollegen immer wieder anzufeuern. Er ist Chef im Ring, auch wenn man nicht so recht weiß, wie er das macht.

Natürlich waren damals auch einige Stücke meines geliebten Albums „Body and Soul“ im Programm. Jemand war so freundlich, einige Live-Aufnahmen dieser Konzertreise bei YouTube einzustellen. Vielleicht nicht das Beste, aber mein Liebstes ist „Won’t you be my number two“.

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