Komische Gewohnheiten: Hände schütteln

Diese komische Gewohnheit ist vielleicht gar nicht komisch, sondern kommt mir nur so vor, weil ich sie nicht mag. In meinem Blog geht es eben subjektiv zu – und das ist gut so.

Komische Gewohnheiten 3: Pfötchen geben

Zu den Dingen,die ich schon als Kind nicht mochte, gehört das Hände schütteln. Ich weiß natürlich, dass dieses sich gegenseitige Anfassen als Geste des Friedens und der guten Absichten unglaublich wichtig ist, aber mögen muss ich es deshalb ja noch lange nicht.

Als ich noch klein war, versuchte ich gerne, mich vor dem Hände schütteln zu drücken. Doch dann wurde ich aufgefordert, doch „schön“ die Hand zu geben – die „liebe Hand“ natürlich. Also hielt ich manchmal wildfremden Leuten meine kleine Hand hin und ließ mich anfassen – eigentlich absurd. Auch heute vermeide ich das Hände schütteln, wann immer es mit Anstand möglich ist. Leider geht das nicht immer. Aber es kann gelingen, wenn man sich zum Beispiel in einem Raum ganz hinten in eine Ecke quetscht so dass es zu viel Umstand wäre, wenn man sich durch die Massen drängen würde, nur um dem anderen die Hand zu geben. Hier reicht dann ein Nicken und Winken, am besten kombiniert mit einer bedauernden Grimasse.

Besonders im Geschäftsleben muss man häufig  diesen Körperkontakt mit fremden Leuten eingehen. Das ist natürlich nicht immer unangenehm. Richtiggehend garstig aber finde ich es, wenn die Leute nervös sind und kalte, feuchte Hände haben. Wenn dann noch jeglicher Händedruck fehlt, fühlt es sich an, als würde man ein gekühltes Schnitzel aus der Verpackung nehmen – und wenn ich so etwas getan habe, wasche ich mir eigentlich danach gleich die Finger. Ich habe mir hingegen angewöhnt, bei diesem friedlichen Begrüßungsritual kräftig zuzupacken – zum einen, um nicht selbst zum Schnitzel zu werden, zum anderen aber, um abzuschrecken. ‚Oh Gott, die schon wieder – das ist doch die mit dem Maurergriff!‘, dieser Gedanke mag den einen oder anderen vielleicht auf das „Shake Hands“ verzichten lassen.

Stolze Hundebesitzer bringen ihren Vierbeinern dieses komische menschliche Ritual übrigens auch gerne bei. In diesem Fall wird sogar die linke Pfote akzeptiert, denn was weiß so ein armer Hund schon über die liebe Pfote? Dem Tier sieht man die Verwunderung über das Pfötchen schütteln zumeist an: Auch Hunde können nachsichtig gucken.

Natürlich weiß ich, dass ich mit dem eher schlichten deutschen Standard-Begrüßungsritual noch gut bedient bin. Treffe ich auf meine französischen Kollegen, muss ich mich drücken und küssen lassen – auch das noch. Aber vielleicht können wir es ja beim nächsten Mal einfach beim „Moin“ belassen. An mir soll es nicht liegen!

4 Kommentare zu “Komische Gewohnheiten: Hände schütteln

    • Ja, das mit dem Klopfen finde ich auch gut, das entspricht genau meinem Geschmack. Wenn man nichts zum Klopfen hat, kann man winken und gesellig gucken, das muss reichen.

      Den kleinen Kalender finde ich übrigens grandios. Um einen nutze ich den beruflich,um Aufhänger für Newsletter und so zu finden. Und ich gucke auch so immer gerne mal da rein – was es nicht alles gibt! Den Weltknuddeltag haben wir übrigens auf der Babyservice-Seite auf Facebook gespielt 🙂

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      • Du sprichst mir aus der Seele… Zum Glück werden im Amt schon längst nicht mehr so viel Hände geschüttelt wie früher. Das haben wir wohl einigen anständigen Epidemien zu verdanken. Aber neuerdings fangen einige mit dieser Unsitte auch beim Sport an. Ich finde, da hat es nun wirklich gar nichts zu suchen. Mir reicht auch ein anständiges „Moin“ oder ein kurzes „N‘ Abend“…..

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