Guter Vorsatz für 2014

Auch von mir gibt es die besten Wünsche für 2014 – aber dieses Mal ohne selbst geknipstes Bild. Dabei würde natürlich ein Bild vom nächtlichen Frankfurt im Feuerwerksglanz nahe liegen. Aber als ich in der letzten Nacht versuchte, eines zu schießen, wurde mir plötzlich bewusst, dass ich den Jahreswechsel früher anders und besser erlebt habe: Denn noch vor ein paar Jahren habe ich einfach in den Nachthimmel geschaut und mich über das Feuerwerk gefreut. Ich habe diesen Moment genossen. Gestern habe ich zunächst einmal versucht, die richtige Kamera-Einstellung herauszufinden. Dann wäre ich bei dem Versuch, die perfekte bunte Feuerblume ins Bild zu bannen – natürlich mit Skyline im Hintergrund – fast vom Balkon gefallen. Und dann habe ich die Kamera weggepackt. Weil es nämlich bei genauer Betrachtung doof ist, schöne Momente, die man genießen sollte, immer in Stress zu verwandeln, weil man sie knipsen muss. So wie am Sonntagvormittag, als ich dauernd in meiner Wohnung rumrannte und nach einer Kamera suchte, weil es mehrmals schöne Regenbögen gab. Immer, wenn ich was zum Knipsen hatte, waren die bunten Bögen verschwunden. Daran erfreut habe ich mich nicht. Und so komme ich zu einem meiner guten Vorsätze für das Jahr 2014: Weniger Macht der Handykamera, mehr Lust an der Schönheit des Augenblicks.

In diesem Sinne: Ein frohes und gesundes Jahr 2014 allen meinen Lesern und Leserinnen. Macht es euch schön!

11 Kommentare zu “Guter Vorsatz für 2014

  1. Mach’s Dir auch schön.
    Übrigens: Ich vermeide es, mit dem Smartphon zu fotografieren.Die Dinger machen inzwischen ja auch schon recht gute Schnappschüsse, ich bevorzuge jedoch immer noch eine klassische Karmera, zwar digital, aber eine, mit der ich nicht telefonieren kann.

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    • Ich habe beides. Die Kamera macht deutlich bessere Bilder mit hoher Auflösung, man kann aus diesen Bildern gut auch Details ausschneiden. Aber die habe ich nicht immer dabei. Das Handy schleppe ich immer mit mir herum, und das verleitet dazu, die Welt nur noch durch den Sucher (oder wie das heute heißt) zu betrachten.

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  2. Recht hast Du! Ich hab mich auch – vor einiger Zeit – vom ständigen Fotografieren“müssen“ – durch z.B. bewusstes Zuhauselassen der Kamera- verabschiedet. Monatlich 3000 neue Fotos im Speicher machen das Leben auch nicht besser. Den Kindern auf dem Spielplatz einfach mal „nur“ zusehen: schon!
    Ich fotografiere viel und gern und ich SEHE mit dem „FotoBlick“ auch mehr und intensiver.. aber es muss eben nicht immer sein!
    Schön, dass Du nicht vom Balkon gefallen bist 🙂
    Einen schönen Donnerstag wünscht
    Britta

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  3. Danke für den Hinweis, Philipp 🙂 Ich lasse dich aber stehen – Ehre wem Ehre gebührt. (Ich werde nun immer an dich denken, wenn ich im Juist-Urlaub in der „Strandhalle Pabst“ sitze und meinen Kaffee schlürfe 😉 )

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    • Lieber ein paar Male einen Diaabend im Jahr, als jeden Tag einige Smartphones unter die Nase gehalten kriegen mit Worten wie: „Guck ma, gestern abend beim Italiener, Spaghetti alla vongole, war das lecker!“ oder „Guck ma, so war heute der Stau auf der A3!“

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