Ein Weihnachtsgedicht

Der 50. Beitrag in meinem Blog ist noch einmal etwas Weihnachtliches: Heute trefft Ihr Hardy Biber und seine Freunde. Viel Spaß damit.

Hardy Biber im Weihnachtsfieber

Es lebten im Wald, hier ganz in der Nähe,
Fritz Fuchs, Hardy Biber, Hans Gans und Kurt Krähe
harmonisch zusammen in einem Bau
aus Zweigen und Ästen und Steinen in Grau.

Sie wohnen beisammen nun fast schon ein Jahr,
und fanden, dass dies eine gute Zeit war,
drum gab Kurt Krähe im Herbst zu bedenken,
man könnte einander zur Weihnacht was schenken.

Hans Gans war begeistert von dieser Idee,
er flog deshalb heimlich hinaus an den See,
und sammelte Binsen und Gräser und Rinden,
um daraus für die Freunde Hüte zu binden.

Fritz Fuchs, der Gescheite, der hatte es leicht,
er hatte ein Sparschwein, das Geld hat gereicht,
drei Schlipse zu kaufen im Weihnachtsrummel,
nach einem fröhlichen Einkaufsbummel.

Kurt Krähe, der hatte schon längst vorgesorgt
und für Fritzchen Fuchs einen Löffel besorgt.
Für Hans hatte er eine Kette genommen
und Hardy, der sollte ein Armband bekommen.

Nur einer der Freunde war etwas spät dran,
er wusste noch gar nicht, was er schenken kann,
kein Geld und kein Einfall und auch kein Geschick,
der Hardy, der grübelte den Kopf sich dick.

Er war richtig ratlos und beinah schon krank,
er guckte verzweifelt noch in jeden Schrank,
doch nirgends Geschenke und keine Ideen,
er sah sich am Ende schon ohne da steh’n.

Die Weihnacht kam näher, die Stimmung war gut,
doch Biber Hardy verließ ganz der Mut,
sah die anderen planen und backen und singen,
nur er konnte noch nicht mal ein Päckchen bringen.

Der Hardy war traurig und rieb sein Gesicht,
er ist nur ein Biber, er kann das doch nicht,
die and‘ren erfreuen mit schönen Geschenken,
wie konnten die Freunde sich das nur ausdenken?

Ganz kleinlaut schlich Hardy hinaus in den Wald
und knabberte dort ein Stück Holz in Gestalt,
das sah aus wie Fritzchen, oh wirklich, das geht –
Fritz Fuchs kriegt von Hardy ein Knabberporträt!

Es freute sich Hardy, das war gar nicht schwer,
er richtete auch einen Gänserich her,
aus einem Stück Eiche wurde so Hans Gans,
mit Kopf und mit Flügeln, mit Federn und Schwanz.

Noch fehlte Kurt Krähe und ganz ohne Hast,
besorgte der Künstler einen schwarzen Ast
und nagte daran, brachte Zähne zum Glühen,
er wusste, es lohnt sich, sich so zu bemühen.

Ganz stolz trug der Hardy die Sachen nach Hause
und machte dort erst einmal kurz Kaffeepause.
Er wusste, der Heilige Abend wird toll,
durch Vorfreude war Hardys Herzchen ganz voll.

Und dann hatte Hardy noch eine Idee,
und ging was besorgen, ganz schnell noch, Juchee!
Er rannte hinaus, lief so flink wie ein Sprinter
und fand eine Tanne dort draußen im Winter.

Es war Hardy Biber nun ganz bei der Sache,
schon hatte er den Stamm des Baums in der Mache.
Er knabberte einmal und noch mal herum,
und schon fiel das Bäumchen mit leisem „Platsch“ um.

Alleine konnte Hardy das Bäumchen nicht tragen,
drum lief er, um danach die Freunde zu fragen.
Gemeinsam da ging es, und mit viel Gekicher,
schleppten sie den Baum nach Hause ganz sicher.

Sie stellten ihn auf und schmückten ihn dann,
hängten Sterne aus Binsen und Zapfen daran.
Kurt Krähe hatte viel Lametta im Keller
und Fritz kaufte Kerzen für den letzten Heller.

Der Abend war herrlich, der Baum war so schön,
man konnte Geschenke im Kerzenschein seh‘n,
die Freunde so glücklich, und Hardy, der Biber,
genoss Heiligabend wie im Weihnachtsfieber.

Kerze

3 Kommentare zu “Ein Weihnachtsgedicht

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